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Probefahrt Opel Astra Sports Tourer: Zu wenig Ladeleistung, zu wenig Punch

Opel überarbeitet den Astra inklusive Kombi-Version. Es ist ein Modell voller Kompromisse und alles andere als ein Glanzlicht der Elektromobilität.
/ Dirk Kunde
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Der Opel Astra Sports Tourer (Bild: Opel)
Der Opel Astra Sports Tourer Bild: Opel
Inhalt
  1. Probefahrt Opel Astra Sports Tourer: Zu wenig Ladeleistung, zu wenig Punch
  2. Falsche Plattform
  3. Moderater Verbrauch
  4. Zu kleine Bildschirme
  5. Stufe im Boden

Eigentlich liefert jedes E-Auto auf den ersten Metern einen sportlichen Sprint. Damit ist man selbst in einem Kleinwagen an der Ampel als Erster weg. Doch dem überarbeiteten Astra Sports Tourer fehlt der Punch, dem Begriff "Sports" wird er nicht gerecht.

Dabei ist der Kombi mit 115 kW beim Frontmotor und 270 Nm Drehmoment nicht untermotorisiert. Bis zu 170 km/h kann das E-Auto fahren. Doch aus dem Stand dauert es geschlagene 9,5 Sekunden, bis der Tacho Tempo 100 zeigt.

Der Kavalierstart mag unwichtig sein, doch auf der Landstraße bei Tempo 80 zu wissen, dass wir zügig beschleunigen könnten, um einen Vorausfahrenden sicher zu überholen, wäre ein beruhigender Gedanke.

Doch hier enttäuscht der M3-Hybrid-Synchronmotor von Stellantis. Der E-Motor kombiniert Permanentmagnete im Rotor mit einer elektrischen Erregung. Es werden weniger Magnete benötigt, es kann kompakter gebaut und das elektrische erregte Magnetfeld an den Lastbedarf angepasst werden.

Leichter machen

Gewicht spielt beim Beschleunigen eine Rolle. Dabei ist der Sports Tourer mit 1.765 kg nicht übergewichtig. Doch im Vergleich zum Plug-in-Hybriden ist die Elektroversion rund 300 kg schwerer. Dabei haben die Opel-Ingenieure schon einen kritischen Blick auf das Gewicht des E-Autos geworfen.

Das führt zu skurrilen Ergebnissen bei der Sitzeinstellung. In der Ultimate-Ausstattung werden Sitzhöhe und Rückenlehne elektrisch verstellt. Doch vor und zurück geht es nur manuell. Das spart einen Motor.

Auf der anderen Seite sind die Frontsitze beheizt beziehungsweise belüftet und bieten eine Massagefunktion. Da fällt die manuelle Sitzverschiebung etwas aus der Rolle.

Das Glasschiebedach gibt es optional (1.200 Euro). Es macht den Wagen natürlich schwerer. Zwar bietet Opel eine Anhängerkupplung (775 Euro), doch beim Sports Tourer lässt sich damit lediglich ein Fahrradträger für bis zu 60 kg anhängen.


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