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Stufe im Boden

Ein Kombi ist ein Familienauto. Da muss viel hineinpassen. Der Astra Sports Tourer ist 4,64 m lang, 1,86 m breit und 1,50 m hoch. Der Wendekreis liegt bei 10,70 m. Der Kofferraum bietet 516 Liter Stauraum. Wird die Rücklehne umgeklappt, sind es 1.533 Liter.

Auf der Rückbank bleibt bei einem Radstand von 2,73 m nur wenig Beinfreiheit. Fährt der Beifahrer seinen Sitz ganz zurück, stößt er mit seinen Füßen gegen eine Stufe im Boden, wenn er die Beine anzieht. Das gilt auch für den Fahrer, doch hat der in der Regel die Beine ausgestreckt.

Bei der Innenausstattung verzichtet Opel auf glänzenden Klavierlack. Stattdessen bedeckt silbergraues Plastik etliche Elemente der Mittelkonsole und des Armaturenbretts. Leider wirkt die Material-Kombi nicht sehr hochwertig. Der Klopftest auf dem Plastik verstärkt den ersten Eindruck einer günstigen Ausstattung.

Leuchtender Kompass

Wie schon bei der Vorgängerversion bietet Opel in der Aktualisierung ein optionales Matrix-HD-Licht mit über 25.000 Pixeln pro Scheinwerfer. Somit stehen etwas mehr als 50.000 Bildpunkte zur Verfügung, um ein Begrüßungsszenario abzuspielen.

Erkennt das System keine Straßenlaternen, wird ab Tempo 55 km/h automatisch das Fernlicht aktiviert. Dabei öffnet sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Lichtvorhang vor dem Fahrzeug. In Kurven schwenkt der Lichtkegel mit dem Fahrbahnverlauf. Vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge werden regelrecht ausgeschnitten. Die entsprechenden Lichtpixel, die andere Fahrer blenden würden, werden abgeschaltet.

Mit 2.000 Lumen lassen sich laut Hersteller bei Tempo 80 km/h Objekte auf der Straße 30 bis 40 Meter früher erkennen. Bei einer Abendrunde fällt auf, dass reflektierende Straßenschilder nicht so stark blenden wie gewohnt. Außerdem wird der linke und rechte Bereich vom Fahrzeug ausgeleuchtet, was hilft, Radfahrer, Fußgänger oder Tiere am Fahrbandrand zu erkennen. Bei unserer Proberunde war so noch deutlich zu sehen, dass vor uns ein Wolf die Fahrbahn überquerte und im Unterholz Schutz suchte.

Blitz als Kompassnadel

Eine weitere Erkenntnis der Runde im Dunkeln: Wir erkennen entgegenkommende Opel-Fahrzeuge. Fast alle Hersteller wetteifern bei der Beleuchtung in Front und Heck um möglichst eindeutige Lichtsignaturen sowie beleuchtete Logos.

Opel lässt beim Astra Tag und Nacht den weißen Blitz in der Front leuchten. Umgeben ist er von einem horizontalen Lichtband über die gesamte Breite. Zusätzlich sorgen kurze senkrechte Linien über und unter dem Logo für den Eindruck eines Kompasses.

Dabei wird der Blitz zur Kompassnadel in Ost-West-Richtung. Opel selbst spricht vom Kompass, bleibt aber eine Herleitung beziehungsweise Deutung des Designs schuldig. Doch das Ziel der Wiedererkennbarkeit wird erreicht.

Lernen von der Formel E

In der Zweifarblackierung mit schwarzem Dach und kleegrüner Karosserie sowie den aerodynamischen Felgen auf 18 Zoll Reifen wirkt der Kombi von außen recht modern. Die Opel-Manager zeigen sich stolz, dass in dem internationalen Multi-Marken-Konzern dieses Fahrzeug in Deutschland entworfen, entwickelt und auch gebaut wird.

Der Astra rollt im Rüsselsheimer Stammwerk vom Band. Preislich beginnt er bei 37.990 Euro für den Astra Electric als Fünftürer. Der gefahrene Astra Sports Tourer mit Ultimate-Ausstattung liegt bei 44.860 Euro.

In der kommenden Saison fährt Opel in der Formel E um Podiumsplätze mit. Hoffentlich profitieren kommende Astra-Generationen von einem Technologietransfer aus der elektrischen Rennserie.

Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Kroatien hat Opel übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


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