Fazit und Verfügbarkeit

Während die ersten Entwürfe des Elektro-Bulli noch fast einhellig Anklang fanden, stören sich Kritiker nun unter anderem an dem Wulst unterhalb der Windschutzscheibe und dem Rautenmuster unten an der Front. Doch im Gegensatz zu einer Designstudie benötigt ein tatsächliches Fahrzeug nun einmal Scheibenwischer, die irgendwo untergebracht werden müssen.

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Auch wenn der ID.Buzz nicht ganz so knuffig wie die ersten beiden Bulli-Generationen daherkommt, kann sich der Elektrotransporter durchaus sehen lassen. In Kombination mit den Fahrleistungen und der Ausstattung ist VW ein guter Einstieg in dem Segment gelungen. Wenn da nicht der hohe Preis wäre.

Schon die Basisversion ist mit 64.581,30 Euro nicht gerade billig. Nach Abzug des staatlichen Anteils der Kaufprämie (5.000 Euro) sinkt der Preis auf etwas weniger als 60.000 Euro. Wer in der Konfiguration die voreingestellte Zweifarblackierung abwählt und ein Auto in Candy-Weiß bestellt, kann weitere 2.300 Euro sparen. Im kommenden Jahr beträgt die gesamte Prämie jedoch nur noch 4.500 Euro, so dass die zweifarbige Basisausstattung fast 63.000 Euro kostet. Die Cargo-Version ist mit 54.430,60 Euro vor Abzug der staatlichen Kaufprämie etwa 10.000 Euro günstiger.

Sinnvolle Extras für rund 7.000 Euro

Doch mit sinnvollen Extras wie der halbautomatischen Anhängerkupplung, dem Navigationssystem, der Sitz- und Lenkradheizung, elektrisch betätigten Schiebetüren und elektrischer Heckklappe, dem Abstandsregeltempomat mit Lenkassistent (Travel Assist) und der 230-Volt-Steckdose summiert sich der Anschaffungspreis auf 71.834,35 Euro vor Abzug der staatlichen Kaufprämie. Das nähert sich dann schon dem Preis eines EQV von Mercedes-Benz an.

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Der hohe Preis ist nach Einschätzung der Elektroautovermietung Nextmove das Resultat einer hohen Nachfrage, der eingeschränkten Verfügbarkeit von Bauteilen und höherer Margen für die Händler. Von künftigen Preissenkungen ist daher eher nicht auszugehen.

Lieferzeit von nur vier Monaten

Nach Angaben von VW liegen aktuell bereits 12.500 Bestellungen vor, die sich ungefähr gleichermaßen auf den ID.Buzz Pro und ID.Buzz Cargo verteilen. Das Werk Hannover werde in den verbleibenden Monaten dieses Jahres voraussichtlich 15.000 Fahrzeuge bauen. Daher liege die voraussichtliche Lieferzeit bei vier Monaten. Das ist deutlich weniger als bei vielen anderen Elektroautos.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Zahlreiche Käufer werden vermutlich noch warten, bis Varianten mit einer zusätzlichen dritten Sitzreihe oder variableren Sitzen zur Verfügung stehen. Zudem soll im kommenden Jahr noch eine XL-Version auf den Markt kommen, die 25 cm länger ist. Während die fünfsitzige Pro-Version für die meisten Familien ausreichend sein dürfte, benötigen vor allem Taxi- oder Shuttle-Dienste in der Regel mehr Sitzplätze bei längeren Modellen.

Camperversion lässt noch auf sich warten

So ist der EQV mit 5,14 m schon länger als die geplante XL-Version. Den Zafira-e bietet Opel sogar mit einer Länge von bis zu 5,3 m und als Tourer an. Zudem gibt es sowohl den EQV als auch den Zafira-e bereits als Camperversion. Ein klassischer Einsatzzweck für den Bulli. Doch mit dem Elektrocamper California ist frühestens in der Mitte des Jahrzehnts zu rechnen.

VW hat zudem eine Grundversion Pure mit einer Einstiegsbatterie angekündigt. Mit einer Akkukapazität von etwas mehr als 50 kWh dürfte der ID.Buzz dann vor allem im Winter an seine Grenzen stoßen.

Sollte es die XL-Version zusätzlich mit einem größeren Akku geben, würde sich das beim Preis ebenfalls bemerkbar machen. Eine realistische Reichweite von mehr als 400 km könnte aber manche Petrolheads unter den Bulli-Fans von der Elektromobilität überzeugen. Dass bullig nicht billig ist, trifft für den VW-Bus schließlich schon seit etlichen Jahren zu.

Nachtrag vom 7. September 2022, 13:08 Uhr

Wir haben im dritten Absatz der letzten Seite ergänzt, dass der Kaufpreis durch einen Verzicht auf die Zweifarblackierung bis zu 2.300 Euro sinken kann.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Volkswagen an der Fahrveranstaltung in Kopenhagen teilgenommen. Die Kosten für die Anreise und Übernachtung wurden zur Gänze von Volkswagen übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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gadthrawn 14. Sep 2022 / Themenstart

Und dann triffst du auf Vendor-Locked-In Systeme ala Tesla.

gadthrawn 14. Sep 2022 / Themenstart

Na dann mal mit den Worten von e-Enthusiasten: Es ist absurd ein Auto zu kaufen für...

gadthrawn 14. Sep 2022 / Themenstart

Lustigerweise sind die Tanks in einem BMW tatsächlich winzig, da das für den...

gadthrawn 14. Sep 2022 / Themenstart

KBA. Sie verkaufen sich schlecht. Heißt: Ja jemand will sie. Aber kaum jemand der sagt...

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