Probefahrt mit VW ID.5 GTX: Und updatet und updatet und updatet

Erste Testrunde mit dem ID.5 in Österreich: Das SUV-Coupé kommt mit der neuen VW-Softwareversion 3.1 auf den Markt. Die macht einiges besser als bisher.

Ein Bericht von Dirk Kunde veröffentlicht am
Der ID.5 ist die Coupé-Version des vollelektrischen SUV ID.4.
Der ID.5 ist die Coupé-Version des vollelektrischen SUV ID.4. (Bild: Volkswagen)

Das Navi ist verwirrt, als ich mit dem VW ID.5 das Flughafengelände in Salzburg verlasse. Der Kartenausschnitt dreht sich hektisch, springt hin und her. Der blaue Pfeil im Augmented Reality Head-up-Display zeigt kurz nach rechts, also biege ich ab. Nach wenigen Metern stellt sich das als Fehler heraus. Dabei hat der GPS-Sensor freie Sicht zum Himmel und im 12 Zoll großen Display wird LTE-Empfang angezeigt. Es dauert einige Sekunden, bis das Navi die richtige Route nach Scheffau am Wilden Kaiser berechnet hat.

Inhalt:
  1. Probefahrt mit VW ID.5 GTX: Und updatet und updatet und updatet
  2. Schwächere Ladeleistung beim GTX
  3. Nicht alle Softwareneuerungen überzeugen

Software im Auto ist eine komplexe Sache und bei Volkswagen läuft es in dieser Kategorie derzeit nicht rund. Das neue E-SUV Coupé wird bereits mit Version 3.1 ausgeliefert. Die meisten ID-Fahrer wären froh, wenn sie Version 3.0 installieren könnten. Dazu müssen rund 200.000 ID.3 und ID.4 in die Werkstatt.

12-Volt-Batterie zu schwach fürs Update

Ein Update auf Version 2.4 ist nur ein Aspekt der Problematik. Mit dieser Version lassen sich später Fernupdates über die Datenverbindung installieren. Wichtig ist bei dem Werkstattbesuch auch der Batterietausch. Die 12-Volt-Batterie ist in der ID-Reihe zu schwach ausgelegt. Das Update auf Version 3.0 dauert rund zwölf Stunden. Während dieser Zeit speist die Hochvoltbatterie keine Energie in die Hilfsbatterie.

Nun werden alle 12-Volt-Batterien auf Herstellerkosten ausgetauscht. Halbleiterkrise und Ukraine-Konflikt sind weitere Probleme, die Volkswagen zusetzen. Die Produktion in Zwickau musste pausieren, weil zu wenig Kabelbäume von Zulieferern aus der Ukraine verfügbar waren. Volkswagen musste erste Besteller der Coupé-Variante vertrösten.

  • Der ID.5 die Coupé-Version des vollelektrischen VW-SUV ID.4. (Foto: Volkswagen)
  • Den ID.5 gibt es in den Varianten Pro, Pro Performance und GTX. (Foto: Volkswagen)
  • Die abfallende Dachlinie wirkt gefälliger als beim reinen SUV. (Foto: Volkswagen)
  • Der Fahrdynamikmanager soll die Wankneigung in Kurven reduzieren. (Foto: Volkswagen)
  • Die Innenausstattung unterscheidet sich hingegen nicht von den übrigen ID-Modellen. (Foto: Volkswagen)
  • Typisch sind das kleine Display hinter dem Lenkrad und der größere Bildschirm für Entertainment in der Mitte. (Foto: Volkswagen)
  • Bei der Kopffreiheit der hinten sitzenden Passagiere gehen durch das abfallende Dach im Vergleich gerade mal 1,2 cm verloren. (Foto: Volkswagen)
  • Unter der Fronthaube steckt zu viel Technik, um noch zusätzlichen Stauraum zu bieten. (Foto: Dirk Kunde)
  • Der ID.5 unterscheidet sich von den Maßen her kaum vom ID.4. (Foto: Dirk Kunde)
  • Die Version 3.1.0 ist die aktuelle Software-Version für die ID-Familie. (Foto: Dirk Kunde)
  • Diese ermöglicht fünf Fahrmodi für das Auto. (Foto: Dirk Kunde)
  • Das bidirektionale Laden über den ID.5 ist nicht unbegrenzt möglich. (Foto: Dirk Kunde)
  • VW schränkt Betriebsdauer und Energiemenge ein, um die Garantie für den Akku gewährleisten zu können. (Foto: Dirk Kunde)
Der ID.5 die Coupé-Version des vollelektrischen VW-SUV ID.4. (Foto: Volkswagen)
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Der ID.5 hat also keinen leichten Start. Dabei wirkt die abfallende Dachlinie auf den Tester gefälliger als beim reinen SUV. Die Form bietet zudem aerodynamische Vorteile (cw-Wert 0,27) und eine Reichweite von bis zu 520 km. Bei der Kopffreiheit der hinten sitzenden Passagiere gehen durch das abfallende Dach im Vergleich gerade mal 1,2 cm verloren.

Bis zu 220 kW Motorleistung

Die Ingenieure haben die Rückbank so positioniert, dass im Kofferraum sechs Liter mehr Volumen (549 l) zur Verfügung stehen als im ID.4. Das ist bemerkenswert. Erst wenn die Rückbank umgeklappt ist, wirkt sich das abfallende Dach negativ aus. Mit 1.561 Litern fällt das Volumen 14 Liter niedriger aus als im ID.4. Leider verzichtet Volkswagen bei allen Versionen auf Stauraum unter der Fronthaube.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Angeboten wird der ID.5 in drei Versionen: Pro, Pro Performance und GTX. Alle drei nutzen einen permanenterregten Synchronmotor im Heck, wobei der Pro Performance mit 150 kW (204 PS) etwas stärker als der Pro mit 128 kW (174 PS) motorisiert ist. Die GTX-Variante verfügt zusätzlich über einen asynchronen E-Motor in der Front. So leistet die stärkste Version zwar 220 kW (299 PS) und 460 Nm, schafft aber nur 490 statt 520 km mit den 77 kWh Energie. Außerdem vergrößert der Frontmotor den Wendekreis von 10,2 auf 11,57 Meter.

Nach einer Fahrt von 166 km bei frühlingshaften Temperaturen über Autobahn und Landstraße zeigt das Fahrerdisplay in der GTX-Version eine Restkapazität von 50 Prozent an. Die reale Reichweite dürfte bei rund 340 km liegen, mit einem rechnerischen Verbrauch von 22 kWh auf 100 km. Auf einer kürzeren Strecke über Landstraßen liegt die Verbrauchsanzeige bei 16,2 kWh/100 km. Volkswagen gibt den Verbrauch der GTX-Version mit 17,1 kWh an.

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Schwächere Ladeleistung beim GTX 
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Dwalinn 19. Mai 2022 / Themenstart

Also die Größe rechtfertigt durchaus einen höheren Verbrauch zudem ist ja auch...

Greys0n 16. Mai 2022 / Themenstart

Die Allrad Variante kann 1400kg ziehen. Das reicht für 99% der Kunden locker aus. Wer...

Thorgil 16. Mai 2022 / Themenstart

Dann sag das halt nicht. Wo ist dein Problem?

Thorgil 14. Mai 2022 / Themenstart

Es sind eher alle 200-250km für ca. 20 Minuten an die Säule. Und das kann selbst ich als...

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