Eingezwängt wie im Flugzeugcockpit

Für die Innenausstattung des Polestar verwendet Volvo auch Recyclingmaterialien. Das fühlt sich durchaus wertig an, ist aber verspielter als beim Tesla. Die Kunststoffelemente wirken für mich aber teilweise zu billig. Die Sitze mit Stoffbezug sind gut verarbeitet, Leder ist gegen Aufpreis erhältlich. Die Mittelkonsole ist aber sehr wuchtig ausgefallen, so dass viel Platz im Innenraum verschenkt wird.

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Das luftige Gefühl des Model 3 ist hier nicht vorhanden, man fühlt sich eher eingezwängt wie in einem Flugzeugcockpit. Die Verarbeitung wirkt überall im Innenraum etwas besser als beim Tesla, an der Karosserie merkt man es aber sehr deutlich. Gröbere Verarbeitungsfehler oder Lackschäden konnte ich nirgendwo erkennen.

Nur wenige Apps verfügbar

Der Polestar ist das erste Auto mit reinem Android Automotive OS, aktuell in der Version 9.0 mit Sicherheitspatches vom Juni 2020. Das ist nicht das Gleiche wie Android Auto. Über das Betriebssystem sind Armaturenbrett und Anzeige konfigurierbar. Auf diese Weise sind Fahrzeugdaten, Radiosender oder auch eine große Navigationsansicht zuschaltbar. Letzteres gefällt mir sehr gut. Es gibt einen Google Playstore, aber darin sind nur die für Android Automotive OS freigegebenen Apps zu finden. Aktuell sind das etwa Spotify oder Wetter-Apps.

  • Der Polestar 2 wird vom chinesisch-schwedischen Konzern Volvo/Geely produziert. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Fließheck-Limousine gilt als ernstzunehmender Konkurrent für das Tesla Model 3. (Foto: Björn Schäfer)
  • Über der Mittelkonsole ist ein senkrecht angebrachter Touchscreen mit 11,12 Zoll Diagonale angebracht. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Mittelkonsole ist sehr wuchtig. Man fühlt sich etwas eingeengt. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Sicherheitsgurte der Performance Edition sind gelb. (Foto: Björn Schäfer)
  • Im Fond ist nicht mehr viel Platz für Kinder, wenn vorne große Personen sitzen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Das Lenkrad ist deutlich wuchtiger als beim Model 3, verfügt dafür über eine Heizung. (Foto: Björn Schäfer)
  • Das Display des Armaturenbretts lässt sich konfigurieren. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Polestar 2 ist das erste Auto mit Android Automotive OS. (Foto: Björn Schäfer)
  • Über das Betriebssystem sind Fahrzeugdaten, Radiosender oder auch eine große Navigationsansicht zuschaltbar. (Foto: Björn Schäfer)
  • Es gibt erst wenige Apps wie Google Maps. (Foto: Björn Schäfer)
  • Die Verarbeitung im Innenraum ist wertiger als beim Model 3. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Außenspiegel verfügt über einen optischen Totwinkelassistenten. (Foto: Björn Schäfer)
  • Der Ladeboden im Kofferraum lässt sich senkrecht teilen. (Foto: Björn Schäfer)
  • Im vorderen Kofferraum ist immerhin Platz für das Ladekabel. (Foto: Björn Schäfer)
  • Bei der Performance Edition gibt es 20-Zoll-Felgen. (Foto: Björn Schäfer)
Der Polestar 2 ist das erste Auto mit Android Automotive OS. (Foto: Björn Schäfer)

Anders als beim Model 3 gibt es im Polestar die gewohnte Anzeige im Armaturenbrett. Das Display (12,3 Zoll) und der vertikale Touchscreen (11,15 Zoll) in der Mittelkonsole empfinde ich als eher konventionell und weniger ambitioniert. Das Soundsystem Harman Kardon Premium ist gerade einmal Mittelmaß und kein Vergleich zum Tesla. Der Automatikhebel ist mittig vor dem Display über dem Mitteltunnel angeordnet und lässt sich intuitiver bedienen als beim Tesla. Auch die Sprachbedienung (OK Google) ist gut. Die Kommandos Sitzheizung an/aus oder die Navigation funktionierten auf Anhieb perfekt. Die Klimaanlage lässt sich für Fahrer und Beifahrer nur gemeinsam einstellen, was beim Model 3 separat möglich ist.

Schlechte Routenplanung

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Die Planung von Ladepunkten und Stopps empfinde ich noch als ungenügend. So gibt es keine automatische Neuplanung zur Optimierung der Route oder eine Filterung der angezeigten Ladepunkte nach Leistung. Diese Möglichkeiten wurden beim Model 3 allerdings auch erst später per Software-Update installiert.

Der Polestar ist im Innenraum deutlich kleiner als der Tesla. Bei einem Zwei-Meter-Mann als Fahrer kann hinten auch kein kleines Kind mehr sitzen. Der wuchtige Mitteltunnel nimmt viel Platz weg und bietet keine Ablagemöglichkeiten. Der Kofferraum vorne und hinten ist etwas kleiner als beim Model 3, der Stauraum im Unterboden vergleichbar. Ein Vorteil beim Polestar: Die Hutablage im Kofferraum lässt sich herausnehmen. Damit wird es einfacher, sperrige Gegenstände einzuladen. Zudem lässt sich der Ladeboden senkrecht teilen, womit verhindert werden kann, das Dinge hin- und herfliegen.

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 Probefahrt mit Volvos Polestar 2: Warum mir das Model 3 besser gefälltFazit 
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Vertox 04. Sep 2020

"Leider versagt Polestar meiner Ansicht nach komplett beim Onboard Entertainment (kein...

gadthrawn 02. Sep 2020

Genau das wundert mich. Ich habe weder in den 3 noch S bequem gepasst... aber es soll...

barni_e 02. Sep 2020

genauso werde ich das machen.

ThomasSV 31. Aug 2020

1. Was Pferde an CO2 ausfurzen, haben sie vorher als gebundenes CO2 gefressen. Da das ein...

berritorre 31. Aug 2020

Gut, das kann ich nicht beurteilen. Bin seid einigen Jahren keinen VW mehr gefahren. Mein...



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