Probefahrt mit Volvo EX60: Der iX3-Konkurrent mit dem Autoscooter-Feeling
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Die jüngste Erfolfgsmeldung von BMW dürfte auch bei Volvo aufmerksam registriert worden sein: Die Münchner haben innerhalb weniger Monate schon den 50.000 iX3 in ihrem neuen Werk in Ungarn produziert(öffnet im neuen Fenster). Die Nachfrage nach einem Mittelklasse-SUV mit großer Reichweite scheint stark zu sein. Auf einer Probefahrt in Hamburg hat uns interessiert, ob der EX60 des chinesisch-schwedischen Herstellers abseits der reinen Leistungswerte eine echte Konkurrenz für den iX3 darstellt.
Beide SUV haben fast identische Maße, doch bietet der Volvo bei einer Länge von 4,8 m 7 cm mehr Radstand, was dem Innenraum zugutekommt. Auch bei der Motorleistung hat der EX60 die Nase vorn. Beides sind Allradvarianten. Doch der BMW iX3 50 xDrive (Probefahrt) bietet "nur" 345 statt der 500 kW Systemleistung im EX60 in der Topversion P12.
Somit beschleunigt der Volvo bei fast identischem Gewicht in 3,9 statt 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Beim Schweden ist allerdings bei 180 km/h Schluss, der Bayer fährt bis zu 210 km/h.
P12-Version mit größerem Akku
Mit knapp 109 kWh hat das erste Modell der neuen Klasse etwas weniger Speicherkapazität als die P12-Version mit 112 kWh. Mit bis zu 400 kW zieht der BMW aus dem Schnelllader mehr Leistung als der EX60, der auf 370 kW kommt. Trotz der höheren Kapazität braucht der Volvo nur 19 Minuten für den Ladehub von 10 auf 80 Prozent, während der BMW dafür 21 Minuten braucht.
Bei der WLTP-Reichweite von etwas mehr als 800 km liegen die beiden SUVs etwa gleichauf. Der größte Vorteil des iX3 dürfte die Projektionsfläche über die gesamte Breite der Windschutzscheibe sein. Hier ist BMW eine echte Innovation gelungen.
Lieferzeit von zwölf Monaten
Der BMW iX3 50 xDrive kostet mit 70.900 Euro etwa 1.000 Euro weniger als die P12-Variante. Doch für diese beträgt die Lieferzeit laut Konfigurator derzeit zwölf Monate. Verglichen mit der P10-Variante mit 92-kWh-Akku hat der iX3 ein Reichweitenplus von 150 km. Daher dürfte sich vielen Interessenten die Frage stellen, ob sich das Warten auf die P12-Version lohnt.
In dieser Preisklasse gibt es wenige Elektroautos, bei denen nicht wenigstens der Grill oder das Logo leuchten. Volvo bleibt beim EX60 nordisch zurückhaltend. Weiterhin leuchten hier nur die LED-Scheinwerfer im Design von Thors Hammer.
Doch die Schweden greifen beim EX60 noch auf eine weitere Figur der nordischen Mythologie zurück.
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