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Flügelgriffe und Autoscooter-Lenkrad

Der EX60 erfordert etwas Umgewöhnung. Das beginnt beim Öffnen der Türen. Kleine Flossen, die vom oberen Rand der Tür abstehen dienen ebenso wie beim neuen BMW iX5 als Türgriffe. Volvo nennt das Wing Grip Design. Mit dem Finger muss man das Sensorfeld auf der Rückseite erwischen, damit die Türen öffnen. Das klappt auf Anhieb gut. Laut Hersteller sorgt eine redundante Energieversorgung dafür, dass die Türen auch nach einem Unfall von außen zu öffnen sind. Innen zieht man in einem solchen Fall an einem Griff für die mechanische Öffnung.

Die zweite Umgewöhnung betrifft das Lenkrad. Es ist so klein, dass Autoscooter-Feeling die treffendste Beschreibung ist. Doch das bietet zwei Vorteile. Zum einen erreichen die Daumen mit beiden Händen am Lenkrad die haptischen Tasten für Fahrassistent, Lautstärke und Abschaltung des Tempowarners. Merkwürdig ist jedoch, dass man zum Erhöhen und Verringern des Abstands zum Vorausfahrenden den Knopf nach links bzw. rechts schieben muss. Die intuitive Bewegung nach oben und unten ist bereits mit dem Tempo belegt.

Zweiter Vorteil des kleinen, oben abgeflachten Lenkrads ist die freie Sicht auf das Fahrerdisplay. Man muss seinen Blick von der Fahrbahn nur leicht senken, um Tempo oder Richtungsangaben zu erkennen. Beim EX60 gibt es kein Head-up-Display.

Stauraum unter der Kofferraumabdeckung

Der Radstand von 2,97 m und eine Fahrzeughöhe von 1,64 m sorgen für bequemes Sitzen auch auf der Rückbank. Die Rückenlehne lässt sich noch 27 bis 35 Grad nach hinten neigen. Die Rückbank wird im Verhältnis 40:20:40 umgeklappt. So werden aus 523 Litern bis zu 1.647 Liter Stauraum im Kofferraum. Dazu gehören auch zwei Fächer unter dem Kofferraumboden.

Das rechte Fach enthält eine große Tasche für Einkäufe oder Strandgepäck. Das linke Fach einen Eimer, der im Urlaub beispielsweise fürs Muschelsammeln am Strand genutzt werden könnte. Ein 12-Volt-Anschluss versorgt eine Kühlbox mit Energie. Das Typ-2-Ladekabel findet Platz im Fach (58 Liter) unter der Fronthaube.

Wer mehr transportieren möchte, nutzt einen Dachträger, der mit bis zu 100 kg beladen werden darf. Auch die elektrisch ausklappbare Anhängerkupplung trägt bis zu 100 kg Stützlast. Anhänger zieht die Variante mit Heckantrieb bis 2.000 kg und die Allradvarianten bis 2.400 kg Gewicht.

16 Minuten Ladezeit

Unser Testwagen war beim Start zu 100 Prozent geladen. Dabei hätten wir die angegebene Ladezeit von 16 Minuten (10 bis 80 Prozent) gern selbst überprüft. Geladen wird mit bis zu 320 kW beim Heckantrieb und 370 kW bei den Allrad-Versionen. Auf unserer Halbtagestour lag der Verbrauch bei 17,8 kWh auf 100 km. Das entspricht einer Reichweite von 516 km. Beim Ferienverkehr auf der Autobahn konnten wir nur kurz die Höchstgeschwindigkeit ausprobieren. Der größte Teil unserer Fahrt führte über Landstraßen und durch städtisches Gebiet.


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