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Gelungenes Elektroauto als Work in progress

Der Verzicht an Hardware geht daher teilweise auch auf Kosten des Komforts und der Sicherheit. Gerade die Tachoanzeige ist auf dem Touchscreen eher klein dargestellt. Hier wäre ein Head-up-Display oder zumindest ein kleiner TFT-Bildschirm wie beim BMW i3 im Armaturenbrett praktischer. Sinnvoll wäre auch, den Tempomaten über einen eigenen Schalthebel steuern zu können. Doch das kostet wieder Geld, das Tesla lieber in die Batterien steckt. Aber auch bei der Sicherheit hat Tesla nicht gespart. Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erhielt das Model 3 die höchstmögliche Bewertung mit fünf Sternen. Die Behauptung Teslas, wonach das Model das sicherste getestete Auto sei, wies die NHTSA jedoch am Dienstag zurück.

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Hinzu kommt: Das Auto ist wie eine Software ein Work in progress. Das zeigen die genannten Beispiele, die den Komfort und die Sicherheit bereits deutlich erhöht haben. Allerdings setzt die Hardware bestimmten Funktionen Grenzen, die nicht durch Software ausgeglichen werden können. Das gilt beispielsweise für die automatische Überholfunktion, die mit der Software-Version 9.0 geliefert werden sollte.

Hier könnte es problematisch sein, dass Tesla den rückwärtigen Verkehr lediglich mit Kameras beobachtet, die über dem Nummernschild und etwas schräg an den beiden vorderen Kotflügeln angebracht sind. Die Ultraschallsensoren haben hingegen eine geringe Reichweite. Andere Hersteller setzen daher eher auf Radare oder gar Laserscanner. Sinnvoll ist die nun freigeschaltete Rundumsicht auf dem Monitor. Denn der Blick nach hinten ist durch die C-Säule ziemlich eingeschränkt.

Gelungenes Elektroauto

Nach unserem ersten Eindruck ist das Model 3 mit den genannten Einschränkungen ein gelungenes Elektroauto. Für eine abschließende Einschätzung wäre es aber erforderlich, das Model 3 bei zweistelligen Minusgraden im Winter zu testen. Selbst dem doppelt so teuren Model X werden noch Klimaprobleme unterstellt. Zudem geht eine gute Heizung wie beim Hyundai Ioniq stark zulasten der Reichweite. Nach der rund 233 km langen Tagestour um San Francisco war der Akku aber immer noch gut halb voll. Das lag natürlich auch an den vergleichbar niedrigen Geschwindigkeiten, die in den USA auf den Highways gefahren werden dürfen.

Dann klappt's auch mit der SEC

Doch bei den meisten anderen Kompaktklasse-Autos mit Elektroantrieb wäre die Reichweitenangst an diesem Tag ein ständiger Begleiter gewesen. Konkurrenz bekommt das Model 3 in dieser Hinsicht aber vom geplanten Kia Niro EV und dem Hyundai Kona. In Deutschland dürfte erst Volkswagen in der Lage sein, mit dem VW ID ein vergleichbar günstiges Elektroauto mit entsprechender Reichweite zu bauen.

Bis dahin muss Tesla versuchen, seine Produktionsprobleme in den Griff zu bekommen und möglichst viele Model 3 zu produzieren. Angeblich halten Ingenieure deutscher Autohersteller die Produktion für profitabel. So könnte Firmenchef Elon Musk in absehbarer Zeit erstmals Gewinne bei der Autoproduktion verkünden. Dann klappt's am Ende sicher auch mit den Shortsellern und der Börsenaufsicht SEC.

Nachtrag vom 11. Oktober 2018, 21:55 Uhr

Anders als ursprünglich dargestellt, gibt es bei der derzeitigen Version des Model 3 keine kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung mehr. Wir haben die Passage auf der dritten Seite, letzter Absatz entsprechend geändert. Ebenfalls haben wir auf der letzten Seite ergänzt, dass der rückwärtige Verkehr mit drei Kameras beobachtet werden kann.

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Lasse Bierstrom 24. Dez 2018

Der Artikel ist interessant, aber wirkt auf mich übertrieben euphorisch... Ich kann...

sampleman 29. Okt 2018

Anders herum wird ein Schuh draus. Als Tesla vor sechs Jahren in die Massenproduktion...

norbertgriese 16. Okt 2018

Ich erwarte einen Börsengang mit neuen Aktien im Wert von ca. 3 Milliarden Dollar, was...

norbertgriese 16. Okt 2018

Natürlich hat das Model 3 eine Verkehrszeichenerkennung gehabt, aber wie so vieles bei...

ffx2010 16. Okt 2018

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