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Umständliche Bedienung ohne Hebel

Die Geschwindigkeitsänderung beim Tempomat war anfangs nur über den Touchscreen möglich, was uns bei dem Test sehr umständlich vorkam. Wohl nicht nur uns. Tesla änderte bereits im April 2018 die Software, so dass sich nun mit dem rechten Scroll-Button die Maximalgeschwindigkeit des Tempomaten ändern lässt. Ebenfalls lässt sich nun mit dem Button der Abstand zum vorausfahrenden Auto einstellen. Der Nachteil: Die ursprünglich vorgesehene Funktion, die Einstellung der Außenspiegel, ist nun etwas komplizierter per Touchscreen zu bedienen.

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Anders als beim Hyundai Ioniq Elektro gibt es auch keine Möglichkeit, während des Fahrens bequem eine Maximalgeschwindigkeit einzustellen. Zwar lässt sich seit einem Software-Update vom Juni 2018 per App ein Limit festlegen. Doch diese Möglichkeit ist auf Geschwindigkeiten zwischen 80 und 145 km/h begrenzt. Gerade in der Stadt ist es bei einem Elektroauto sehr praktisch, das Limit schnell mit einem Hebel oder Tastendruck auf 50 km/h begrenzen zu können.

Ladekurve fällt schnell ab

Den Touchscreen braucht man selbstverständlich auch, um beim Laden die Ladeklappe öffnen zu können. Beim geöffneten Fahrzeug geht es sogar über eine Taste am Ladekabel. Obwohl es der Akkustand nicht erfordert hätte, haben wir nördlich von San Francisco, in Petaluma, einen Supercharger getestet. Dieser wurde im Juni 2018 auf 20 Ladesäulen aufgestockt. Offenbar zu Recht. Denn von den Säulen war an einem Sonntagnachmittag mehr als die Hälfte belegt.

  • Das Model 3 ist seit etwa einem Jahr in den USA erhältlich. Häufig schließen die Türen nicht richtig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Limousine ist in vieler Hinsicht kein gewöhnliches Auto. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Innenraum gibt es kaum Schalter und Hebel, dafür einen großen zentralen Bildschirm. (Foto: Karin Cooper)
  • Es gibt nur einen Hebel für Blinker (2) und Gangwahl (4) sowie zwei Scroll-Buttons (13, 15) am Lenkrad. (Grafik: Tesla)
  • Der Touchscreen hat zwei Bereiche. Zwei Drittel sind für die Navigation reserviert. (Foto: Karin Cooper)
  • Es gibt keinen Türschlüssel, sondern nur einen dünne Schlüsselkarte. (Foto: Tesla)
  • Zum Losfahren muss die Karte an einen Transponder in der Mittelkonsole gehalten werden. (Foto: Tesla)
  • Der Ladestecker in den USA unterscheidet sich vom europäischen Typ-2-Stecker. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An einem Supercharger lässt sich mit bis zu 120 kW der 75-kWh-Akku aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Supercharger in Petaluma verfügt inzwischen über 20 Ladesäulen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ist der Akku noch mehr als halb voll, lädt er nur mit einer deutlich geringeren Leistung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Model 3 hat acht Kameras, zwei davon an den beiden vorderen Kotflügeln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Zusätzlich gibt es zwölf Ultraschallsensoren und ein Radar. (Grafik: Tesla)
  • Im vorderen Kofferraum findet sich Platz für die Ladeadapter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Model 3 verfügt über ein Kofferraumvolumen von insgesamt 425 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der Ladestecker in den USA unterscheidet sich vom europäischen Typ-2-Stecker. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Ein superschnelles Laden war jedoch mit dem Model 3 nicht möglich. Anstatt der möglichen 120 kW lud der Akku lediglich mit 45 kW auf. Für die gut 170 km zu ladender Reichweite veranschlagte die Ladestandsanzeige 50 Minuten. Diese Erfahrung haben andere Model-3-Fahrer ebenfalls schon gemacht. Demnach lädt die Batterie nur die ersten 15 Minuten mit der vollen Leistung von rund 120 kW. Danach sinkt die Kurve stark ab. Wobei in unserem Fall die Leistung noch stärker abfiel als in den genannten Beispielen.

Tür schließt nicht richtig

Bei fast leerem Akku lassen sich demnach 350 km Reichweite in einer halben Stunde nachladen. Das ist für Langstreckenfahrten akzeptabel. In der nächsten halben Ladestunde kämen dann aber nur noch gut 110 km hinzu. Ein vollständiges Aufladen an einem Schnelllader dauert demnach deutlich mehr als eine Stunde. Das ist aber immer noch wesentlich schneller als bei den meisten anderen Elektroautos, die sich lediglich mit 50 kW Gleichstrom laden lassen.

Nicht ganz überzeugend erscheint uns die Verarbeitung des Autos. Anfänglich wundern wir uns, warum sich das Auto mit der Codekarte beim Verlassen manchmal nicht abschließen lässt. Der Grund: Die Beifahrertür war noch einen Spalt offen, weil sie nur dann richtig ins Schloss fällt, wenn man sie wirklich mit Schwung zuwirft. Andere Fahrer berichteten bei Modellen, die im März 2018 ausgeliefert wurden, von einem ähnlichen Problem. Von einem Auto dieser Preisklasse sollte der Käufer mehr erwarten. Der Neupreis des Model 3 liegt bei 49.000 US-Dollar. Ein Preis für Deutschland steht noch nicht fest.

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Lasse Bierstrom 24. Dez 2018

Der Artikel ist interessant, aber wirkt auf mich übertrieben euphorisch... Ich kann...

sampleman 29. Okt 2018

Anders herum wird ein Schuh draus. Als Tesla vor sechs Jahren in die Massenproduktion...

norbertgriese 16. Okt 2018

Ich erwarte einen Börsengang mit neuen Aktien im Wert von ca. 3 Milliarden Dollar, was...

norbertgriese 16. Okt 2018

Natürlich hat das Model 3 eine Verkehrszeichenerkennung gehabt, aber wie so vieles bei...

ffx2010 16. Okt 2018

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