Kein Herumeiern in der Fahrspur

Kein Vergleich sind zudem die Lenkassistenten in der Kompaktklasse wie beim E-Golf oder Hyundai Ioniq Elektro. Vor allem der E-Golf eierte im Praxistest von Golem.de deutlich spürbar zwischen den rechten und linken Markierungen hin und her, so dass der Fahrer bisweilen ins Lenkrad eingreifen musste, weil er befürchtete, selbst auf schnurgerader Strecke auf die Nachbarspur zu geraten. Das Model 3 läuft hingegen wie auf Schienen in der Mitte der Fahrspur.

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Allerdings ist der Abstandsregeltempomat mit Lenkassistent nur ein teilautomatisiertes System (Stufe 2), bei dem der Fahrer jederzeit in der Lage sein muss, die Steuerung zu übernehmen. Die sogenannte Freihanderkennung verlangt je nach Geschwindigkeit in regelmäßigen Abständen einen Griff ans Lenkrad. Bleibt dies aus, wird der Lenkassistent ebenso wie beim Model S während der aktuellen Fahrt deaktiviert. Reagiert der Fahrer gar nicht mehr, wird ein Nothalt eingeleitet.

Fast überall aktivierbar

Anders als beispielsweise beim BMW i3 lässt sich der Lenkassistent praktisch überall aktivieren. Auch wenn Tesla empfiehlt, die Funktion nur auf Autobahnen und Highways zu nutzen, lässt sie sich auch auf Landstraßen oder innerorts einschalten. Allerdings weist Tesla in der Bedienungsanleitung ausdrücklich darauf hin, dass sich der Fahrer nicht auf die Funktion verlassen kann, beispielsweise, wenn ein plötzlich auftretendes Hindernis umfahren werden muss. Der tödliche Unfall auf dem Highway 101 südlich von San Francisco mit einem Model X ereignete sich vermutlich, weil das System die Fahrbahnmarkierung verlor und der Fahrer dies nicht rechtzeitig bemerkte.

  • Das Model 3 ist seit etwa einem Jahr in den USA erhältlich. Häufig schließen die Türen nicht richtig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Limousine ist in vieler Hinsicht kein gewöhnliches Auto. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Innenraum gibt es kaum Schalter und Hebel, dafür einen großen zentralen Bildschirm. (Foto: Karin Cooper)
  • Es gibt nur einen Hebel für Blinker (2) und Gangwahl (4) sowie zwei Scroll-Buttons (13, 15) am Lenkrad. (Grafik: Tesla)
  • Der Touchscreen hat zwei Bereiche. Zwei Drittel sind für die Navigation reserviert. (Foto: Karin Cooper)
  • Es gibt keinen Türschlüssel, sondern nur einen dünne Schlüsselkarte. (Foto: Tesla)
  • Zum Losfahren muss die Karte an einen Transponder in der Mittelkonsole gehalten werden. (Foto: Tesla)
  • Der Ladestecker in den USA unterscheidet sich vom europäischen Typ-2-Stecker. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An einem Supercharger lässt sich mit bis zu 120 kW der 75-kWh-Akku aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Supercharger in Petaluma verfügt inzwischen über 20 Ladesäulen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ist der Akku noch mehr als halb voll, lädt er nur mit einer deutlich geringeren Leistung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Model 3 hat acht Kameras, zwei davon an den beiden vorderen Kotflügeln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Zusätzlich gibt es zwölf Ultraschallsensoren und ein Radar. (Grafik: Tesla)
  • Im vorderen Kofferraum findet sich Platz für die Ladeadapter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Model 3 verfügt über ein Kofferraumvolumen von insgesamt 425 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Zusätzlich gibt es zwölf Ultraschallsensoren und ein Radar. (Grafik: Tesla)

Für die Funktionen des Autopilot-Systems verlässt sich Tesla vor allem auf Kameras. Davon gibt es gleich acht: zwei an den vorderen Kotflügeln, zwei in den B-Säulen, drei in der Frontscheibe und eine weitere über dem hinteren Nummernschild. Das Model 3 verfügt zudem über zwölf Ultraschallsensoren, aber lediglich über ein einziges Radar, das sich rechts hinter der vorderen Stoßstange befindet. Damit entspricht die Ausstattung derjenigen des Model S. Der neue Audi E-Tron lässt sich hingegen mit dem kompletten Sensorpaket des Audi A 8 ausstatten, das neben fünf Radaren sogar einen Laserscanner vorsieht.

Geschwindigkeitsassistent könnte besser sein

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Tesla nennt in der Bedienungsanleitung eine ganze Reihe von Umständen, unter denen das Autopilot-System nur eingeschränkt funktioniert. Dazu zählen vor allem schlechte Sicht durch Nebel, Schnee oder starken Regen sowie helles Licht durch direkte Sonneneinstrahlung oder entgegenkommende Fahrzeuge mit Scheinwerfern. Enge und kurvige Straßen gehören ebenfalls dazu. Der Lenkassistent hat zudem Schwierigkeiten bei hügeligen Strecken. Beim Test des IIHS schnitt das Model 3 allerdings auch in solchen Situationen am besten ab.

Nicht ganz zuverlässig erscheint uns hingegen der Geschwindigkeitsassistent. Inzwischen zeigt das Model 3 das Tempolimit nur noch anhand der GPS- und hinterlegten Kartendaten an. Die kamerabasierte Erkennung, wie sie noch in ersten Bedienungsanleitungen (S. 77) beschrieben wurde, gibt es in der aktuellen Version nicht mehr. Daher funktionierte die Erkennung bei dem Test nicht so zuverlässig, wie das beispielsweise die Mercedes-S-Klasse schafft. Ebenfalls kann das Model 3 die im Tempomat eingestellte Geschwindigkeit nicht automatisch an die Tempolimits anpassen. Was ohne optische Verkehrszeichenerkennung auch sinnvoll erscheint.

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 Ausflug ohne ReichweitenangstUmständliche Bedienung ohne Hebel 
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Lasse Bierstrom 24. Dez 2018

Der Artikel ist interessant, aber wirkt auf mich übertrieben euphorisch... Ich kann...

sampleman 29. Okt 2018

Anders herum wird ein Schuh draus. Als Tesla vor sechs Jahren in die Massenproduktion...

norbertgriese 16. Okt 2018

Ich erwarte einen Börsengang mit neuen Aktien im Wert von ca. 3 Milliarden Dollar, was...

norbertgriese 16. Okt 2018

Natürlich hat das Model 3 eine Verkehrszeichenerkennung gehabt, aber wie so vieles bei...



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