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Ausflug ohne Reichweitenangst

Für den Tagesausflug steht genügend Reichweite zur Verfügung. Gut 300 Meilen nennt die Anzeige, umgerechnet 482 km. Bei einer Kapazität von 75 Kilowattstunden (kWh) entspricht dies einem Verbrauch von rund 15 kWh pro 100 km. Das Model 3 kommt damit deutlich weiter als der neue EQC von Daimler. Dessen Batterie ist mit 80 kWh zwar etwas größer. Doch der SUV wiegt mit 2,43 Tonnen (t) gut 700 kg mehr als die Tesla-Limousine, die 1.730 kg auf die Waage bringt.

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Von Reichweitenangst kann daher keine Rede sein, als das Model 3 die ersten Hügel hinaufsurrt. Mit gut 200 kW (268 PS) ist der kleine Tesla zwar wesentlich schwächer motorisiert als das Model S mit bis zu 515 Kilowatt (kW). Dennoch beschleunigt er in 5,1 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (97 km/h). Das schafft der EQC ebenfalls, doch er hat mit 300 kW eine deutlich höhere Motorleistung. Der neue Audi E-Tron erreicht mit 300 kW Boost-Leistung die 100 km/h in 5,7 Sekunden. Den kleinen, aber sprintstarken BMW i3s dürfte ein Model 3 an der Ampel ebenfalls abhängen.

Gegen Aufpreis von derzeit 6.000 US-Dollar lässt sich inzwischen auch eine zweimotorige Version mit 358 kW und Allradantrieb bestellen. Anders als das Model S wird das Model 3 nicht von einer Asynchronmaschine, sondern von einer speziellen, permanenterregten Synchronmaschine (PSM) angetrieben (Geschaltete Reluktanzmaschine mit teilweise permanenterregtem Rotor). Bei der Doppelmotorversion gibt es laut Tesla-Chef Elon Musk eine zusätzliche Asynchronmaschine für die Vorderachse. Die Performance-Variante des Allradantriebs sollte anfänglich 78.000 US-Dollar kosten, ist inzwischen aber deutlich günstiger zu bestellen.

Großer Bildschirm für die Navigation

In San Francisco lohnen solche Sprints mit PS-Monstern aber kaum. Es reicht ein kurzes Tippen aufs Fahrpedal, um die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von umgerechnet 40 km/h zu erreichen. Für den Ortsunkundigen ist entscheidender, mit Hilfe des Navigationssystems durch die Stadt zu finden. Hier bewährt sich wie beim Model 3 der große Bildschirm. Die 15-Zoll-Anzeige (38 cm) im Format 3:2 ist gesplittet: Das linke Drittel zeigt während des Fahrens die Daten wie Geschwindigkeit und Reichweite an, die normalerweise im Armaturenbrett zu finden sind. Ebenfalls links befindet sich das Menü für die Schnellsteuerung (Quick Control).

  • Das Model 3 ist seit etwa einem Jahr in den USA erhältlich. Häufig schließen die Türen nicht richtig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Limousine ist in vieler Hinsicht kein gewöhnliches Auto. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Innenraum gibt es kaum Schalter und Hebel, dafür einen großen zentralen Bildschirm. (Foto: Karin Cooper)
  • Es gibt nur einen Hebel für Blinker (2) und Gangwahl (4) sowie zwei Scroll-Buttons (13, 15) am Lenkrad. (Grafik: Tesla)
  • Der Touchscreen hat zwei Bereiche. Zwei Drittel sind für die Navigation reserviert. (Foto: Karin Cooper)
  • Es gibt keinen Türschlüssel, sondern nur einen dünne Schlüsselkarte. (Foto: Tesla)
  • Zum Losfahren muss die Karte an einen Transponder in der Mittelkonsole gehalten werden. (Foto: Tesla)
  • Der Ladestecker in den USA unterscheidet sich vom europäischen Typ-2-Stecker. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An einem Supercharger lässt sich mit bis zu 120 kW der 75-kWh-Akku aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Supercharger in Petaluma verfügt inzwischen über 20 Ladesäulen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ist der Akku noch mehr als halb voll, lädt er nur mit einer deutlich geringeren Leistung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Model 3 hat acht Kameras, zwei davon an den beiden vorderen Kotflügeln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Zusätzlich gibt es zwölf Ultraschallsensoren und ein Radar. (Grafik: Tesla)
  • Im vorderen Kofferraum findet sich Platz für die Ladeadapter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Model 3 verfügt über ein Kofferraumvolumen von insgesamt 425 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der Touchscreen hat zwei Bereiche. Zwei Drittel sind für die Navigation reserviert. (Foto: Karin Cooper)

Der rechte Bereich des Bildschirms ist für die entsprechenden Funktionen reserviert. Dadurch entsteht eine fast quadratische Anzeige mit gut 30 cm Bilddiagonale. Für das Navigieren ist eine solche Anzeige sehr angenehm, da auch Details der Straßenführung gut erkennbar sind. Die Fahrt durch San Francisco in Richtung Golden-Gate-Brücke war daher problemlos möglich. Da das Model 3 voll vernetzt ist, zeigt die Navigation auf der Basis von Google Maps auch die aktuelle Verkehrssituation an.

Autopilot fährt prima

Auf dem Highway 101, der über die Golden Gate Bridge führt, lassen wir das Model 3 erstmals selbstständig fahren. Die äußeren Bedingungen sind dafür ideal. Der typische Nebel in und um San Francisco erschwert im September nicht mehr die Sicht auf die Fahrbahnmarkierungen und die umgebenden Fahrzeuge. Bei strahlendem Sonnenschein meistert der Tesla problemlos den kurvigen Highway in Richtung Norden.

Die Eindrücke der Testfahrt bestätigen damit, was im August 2018 eine Studie des unabhängigen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) konstatierte. Bei einem Test fortgeschrittener Fahrassistenzsysteme schnitt das Model 3 am besten ab, noch vor dem Model S, der Mercedes-E-Klasse sowie dem Volvo S90 und der BMW-5er-Serie.

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 Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden GateKein Herumeiern in der Fahrspur 
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Lasse Bierstrom 24. Dez 2018

Der Artikel ist interessant, aber wirkt auf mich übertrieben euphorisch... Ich kann...

sampleman 29. Okt 2018

Anders herum wird ein Schuh draus. Als Tesla vor sechs Jahren in die Massenproduktion...

norbertgriese 16. Okt 2018

Ich erwarte einen Börsengang mit neuen Aktien im Wert von ca. 3 Milliarden Dollar, was...

norbertgriese 16. Okt 2018

Natürlich hat das Model 3 eine Verkehrszeichenerkennung gehabt, aber wie so vieles bei...

ffx2010 16. Okt 2018

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