Keine durchgängige Route mit Ladestopps
So ist es immerhin möglich, auf einer längeren Strecke Ladepausen einzuplanen. Doch auf der eingegebenen Strecke von Berlin nach München endete die Planung hinter Leipzig. Andere Hersteller berechnen hingegen die komplette Strecke und geben an, mit welchem Akkustand das Ziel erreicht wird und wie viele Ladepausen nötig sind. Darüber hinaus lassen sich beim Astra die Ladestationen nicht nach Leistung filtern, was gerade auf Autobahnfahrten sinnvoll ist.
Auf der Fahrt mit dem Mokka-e haben daher versucht, Apps wie A Better Routeplanner (ABRP) über Android Auto einzubinden. Das dürfte beim neuen Astra sogar besser funktionieren. Denn die Einbindung ist kabellos über WLAN möglich. Die von uns genutzten Dienste wie Google Maps oder Spotify liefen dabei problemlos auf dem Infotainmentsystem. Spotify kann im Hintergrund laufen, wenn man das bordeigene Navi verwendet. Start und Stopp der Lieder erfolgt dabei über die Lautstärketasten.
Head-up-Display gegen Aufpreis
Der Astra verfügt serienmäßig über einen berührungsempfindlichen 10-Zoll-Bildschirm für das Infotainment und ein ebenso großes Fahrerdisplay hinter dem Lenkrad. Gegen Aufpreis ist zudem ein Head-up-Display bestellbar. Dazu gibt es laut Preisliste zwei Bestelloptionen: Im Ultimate-Paket für 3.800 Euro sind das Head-up-Display und das Navigationssystem enthalten. Darüber hinaus enthält das Paket unter anderem ein LED-Pixellicht, ein elektrisches Sonnendach und das Fahrassistenzsystem Intellidrive 1.0. Daneben lässt sich, wie bei unserem Testauto, das Navi in Kombination mit dem Head-up-Display ordern. Das reine Navi kostet 800 Euro.
Schon die Intellidrive-Version 1.0 enthält einen Abstandsregeltempomat mit aktivem Spurhalteassistenten. Serienmäßig ist bereits der Abstandsregeltempomat (Automatischer Geschwindigkeitsassistent) enthalten. Der Intellidrive 2.0 verfügt zusätzlich über eine "intelligente Geschwindigkeitsanpassung" sowie einen teilautomatischen Spurwechselassistenten.
Keine automatische Übernahme von Tempolimits
Auf der Probefahrt hat die Verkehrszeichenerkennung deutlich besser als beim Corsa-e oder Mokka-e funktioniert. Wird ein Verkehrszeichen erkannt, erhält der Fahrer einen Hinweis, ob er das Limit in den Tempomat übernehmen möchte. Dies kann er mit der OK-Taste am linken Bedienfeld des Lenkrads bestätigen.
Der Verzicht auf eine automatische Übernahme von erkannten Tempolimits erscheint sinnvoll. Denn die Erkennung funktioniert nicht zuverlässig genug und würde in der Praxis dazu führen, dass der Fahrer die eingestellte Geschwindigkeit wieder händisch nachjustieren müsste. Das hat uns schon bei anderen Anbietern gestört.
Fahrer-Display personalisierbar
Was uns beim Astra ein wenig gewundert hat: Die eingestellten Geschwindigkeiten des Tempomats werden nur im Head-up-Display angezeigt. Dabei ist das Fahrer-Display eigentlich groß genug, um diese Werte ebenfalls darstellen zu können. Das Head-up-Display lässt sich zudem nicht in den Einstellungen deaktivieren.
Gut gefallen hat uns jedoch ein kleiner Schalter in der Fahrertür. Mit diesem lassen sich nicht nur die Außenspiegel einklappen und einstellen, sondern auch die Position des Head-up-Displays verändern. Sonst ist das meist nur über das Infotainment möglich, was während der Fahrt schwierig ist.
Die Inhalte des Fahrer-Displays lassen sich mit einer Taste am rechten Lenkradbedienfeld einstellen. So können sich das Navi, die Medien oder das Assistenzsystem in der Mitte prominenter darstellen lassen. Darüber hinaus lässt sich dieser Anzeigenbereich noch personalisieren. Im Infotainment kann man einstellen, welche Inhalte in welcher Kombination dort angezeigt werden sollen.
Fortschritte gibt es zudem bei den Assistenzsystemen.