Serieller Hybrid statt Plugin-Hybrid

Dieser sogenannte serielle Hybrid wird beim Qashqai und X-Trail eingesetzt. Ein Drei-Zylinder-Verbrennungsmotor erzeugt als Generator Strom, der entweder direkt zum E-Motor oder in die 1,85 kWh fassende Batterie fließt. Eine Verbindung zur Achse hat der Verbrenner nicht.

Auch wenn die Modelle rein elektrisch fahren, für ein E-Kennzeichen in Deutschland reicht das nicht. Obwohl der Quashqai damit im Vergleich zur reinen Verbrenner-Version 200 kg schwerer wird, soll der Benzinverbrauch zehn Prozent unter dem Durchschnitt aller Plugin-Hybride liegen. "Es ist ein Schritt beim Übergang zur reinen Elektromobilität", sagt Arnaud Charpentier, Vice President Product Marketing Strategy bei Nissan Europa.

Townstar: Elektrischer Transporter

Während Nissan sein Werk in Barcelona Ende 2021 schloss, wird im Nordosten Englands investiert. Eine Milliarde britische Pfund kostet der Umbau des Werks in Sunderland zur Batterie- und E-Auto Produktion. Ab 2024 produziert dort eine Pilotanlage Solide State Batteriezellen. Die Feststoffköperbatterien sollen ab 2028 serienreif sein. Die Batteriefabrik ist zunächst auf eine Kapazität von neun Gigawattstunden ausgelegt, die später auf 35 erweitert werden kann.

Im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge bringt Nissan den elektrischen Townstar auf den Markt. Der Transporter zielt auf Gewerbetreibende und Handwerker, Liefer- und Paketdienste. Im Laderaum haben zwei Europaletten nebeneinander Platz (3,3 qm). Die WLTP-Reichweite beträgt 300 km. Der Townstar lädt mit 80 kW per Gleich- und 22 kW per Wechselstrom. Laut Nissan werden in Europa jährlich zwei Millionen leichte Nutzfahrzeuge dieser Kategorie verkauft. Darum nutzt Renault die Plattform für seinen Kangoo und an Mercedes wird sie für den EQT (Personen) sowie den Citan (Waren) geliefert.

  • Der Nissan Ariya ist ein vollelektrisches Crossover Coupé. (Foto: Nissan)
  • Nissan bietet den Ariya mit zwei Akkugrößen und zwei Antrieben an: mit Frontmotor und Allrad. (Foto: Nissan)
  • Hinter der wuchtigen Heckklappe befindet sich ein Stauraum mit bis zu 468 Liter Volumen. (Foto: Dirk Kunde)
  • Mit 4,60 Meter Länge ist der Ariya etwa so lang wie der VW ID.4. (Foto: Nissan)
  • Inzwischen nutzt Nissan auch den CCS-Standard für das Gleichstrom-Schnellladen. (Foto: Dirk Kunde)
  • Das Fahrerdisplay ist im Gegensatz zum Leaf voll digital. (Foto: Nissan)
  • Der Fußraum zwischen Fahrer und Beifahrer wird nicht von einer Mittelkonsole getrennt. (Foto: Nissan)
  • Die Touchflächen mit haptischem Feedback in der Mittelkonsole und auf dem Armaturenbrett vermitteln einen dezenten, aber auch technischen Eindruck. (Foto: Nissan)
  • Nissan nutzt im Ariya eine Eigenentwicklung beim Infotainment-System. (Foto: Nissan)
  • Der Nissan E-Power-Antrieb ist ein serieller Hybrid und kommt beim Qashqai und X-Trail zum Einsatz. (Foto: Dirk Kunde)
Der Nissan E-Power-Antrieb ist ein serieller Hybrid und kommt beim Qashqai und X-Trail zum Einsatz. (Foto: Dirk Kunde)

Form und Werte überzeugen nicht

Im Pkw-Bereich dürfte es für Nissan schwer werden, mit dem Ariya an die Leaf-Erfolge anzuknüpfen. Vom Leaf fahren weltweit 577.000 Stück auf den Straßen. Einen neuen Leaf wird es nicht geben. Der Nachfolger in dem kleineren Fahrzeugsegment wird einen anderen Namen tragen.

Nach den wenigen Testrunden auf der Rennstrecke kristallisiert sich ein ernüchterndes Fazit heraus: Der Ariya hat zwei Probleme: Man hat sich an der Form satt gesehen. Es fehlt kein weiterer SUV mit Coupé-Dachlinie, wenn man an die Modelle Skoda Enyaq Coupé, Audi E-Tron Sportback und Volvo C40 denkt. Ein Einstieg mit 7,4 kW AC-Ladeleistung ist 2022 nicht mehr zeitgemäß. Sämtliche Leistungswerte des Ariyas sind solides Mittelmaß. Insgesamt fällt nichts ins Auge, was gegenüber der Konkurrenz hervorsticht oder ausgesprochen innovativ wäre. Hier hat ein E-Pionier seinen Vorsprung verspielt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Zwei Akkugrößen und zwei Allradversionen
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


LH 27. Mär 2022

Wir hatten ein Schwesterunternehmen in ähnlicher Entfernung zu Frankfurt. Es war kein...

Tia Lapis 25. Mär 2022

Ich rechne aktuell mit meinem 2 jährigen Mazda2 den ich neu für 18k gekauft hatte. Ich...

magicteddy 25. Mär 2022

Eine DC Wallbox macht zu hause nur Sinn wenn Du eine PV auf dem Dach hast und dir damit...

FlashBFE 24. Mär 2022

Genau, als ich das Auto zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich auch, dass Nissan...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /