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Geräumiger Kofferraum

Die Heckleuchten sind in kleine Elemente unterteilt. Doch den Union Jack des Vereinigten Königreichs kann ich beim besten Willen nicht mehr erkennen. Unterhalb der hinteren Stoßstange könnte man eine Anhängerkupplung ausfahren. Wählt man diese Option, lassen sich auf Fahrten mit dem Mini Countryman bis zu 1.200 kg Gewicht ziehen.

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Öffne ich die elektrisch betriebene Heckklappe, blicke ich in einen geräumigen Kofferraum. In einem Fach unter dem Boden finden mehrere Ladekabel Platz. Der Kofferraum hat ein Volumen von 460 Litern. Das wächst auf 1.450 Liter, wenn man die Rückbank umklappt. Die Rücklehnen der drei hinteren Sitzplätze lassen sich für mehr Komfort bis zu zwölf Grad nach hinten verstellen. Unter der Fronthaube gibt es keinen Stauraum.

Stricktextil aus Recyclingmaterial

Im Innenraum dominiert in den Türen als auch auf dem Armaturenbrett ein textiles Material, das aus recyceltem Polyester besteht. Auch die dritte Speiche im Lenkrad besteht aus dem Kunststofffaden in Strick-Anmutung.

Im Innenraum fallen neben dem runden Display vor allem die Luftschlitze ins Auge. Sie sind vertikal statt wie gewohnt horizontal ausgerichtet. Das gilt übrigens auch für die Türgriffe im Inneren.

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So entsteht der Eindruck, man hätte mehr Greiffläche, und die Türen lassen sich leichter von innen öffnen. Die Mittelkonsole besteht aus mehreren Ablagemöglichkeiten. Dazu gehören eine kabellose Ladefläche für ein Smartphone und ein Kasten mit aufklappbarem Deckel. Wer sich für das Panoramaglasdach entscheidet, bekommt einen hellen Innenraum, der aufgrund der textilen Materialien wie ein Wohnraum wirkt.

Zündschlüssel fest verbaut

Eine Mini-Besonderheit ist die Schaltleiste über der Smartphoneanlage. Mini nennt sie Toggle-Leiste. In der Mitte steckt eine Art Zündschlüssel, den man nicht entfernen kann. Der Fahrer dreht ihn, um den Wagen zu starten oder abzuschalten.

Das andersfarbige Dach und die schwarze Dachreling unterstreichen die Größe des 1,66 m hohen Mini Countryman. (Bild: Daniel Kraus/Mini) [1/11]

Das runde OLED-Display lenkt den Blick im Innenraum auf sich - muss es auch, denn der Fahrer hat keine andere Anzeige. (Bild: Daniel Kraus/Mini) [2/11]

Fahrinformationen stehen im oberen Drittel des Displays. In der Mitte stehen unterschiedliche Fahrmodi zur Auswahl. Das untere Drittel nehmen Klima- und Infotainmentauswahl ein. (Bild: Dirk Kunde) [3/11]

Gestochen scharfe Videowiedergabe auf dem OLED-Display, allerdings wird nur ein kleiner Teil des runden Bildschirms dafür genutzt. (Bild: Dirk Kunde) [4/11]

Integrierte Kopf- und Seitenstützen vermitteln einen sportlichen Eindruck bei den Frontsitzen. (Bild: Daniel Kraus/Mini) [5/11]

Links am Lenkrad aktiviert man Fahrassistenten. Rechts werden Medienwiedergabe, Telefonate und Sprachassistent bedient. (Bild: Daniel Kraus/Mini) [6/11]

In der Toggle-Leiste steckt ein fest verbauter Schlüssel zum Starten des Mini Countryman. (Bild: Dirk Kunde) [7/11]

Blick unter die Haube: In der Front gibt es keinen Stauraum. (Bild: Dirk Kunde) [8/11]

Unter dem Kofferraumboden ist ausreichend Platz für zwei Ladekabel (Typ 2 und Schuko-Steckdose). (Bild: Dirk Kunde) [9/11]

Der Mini Countryman lädt mit bis zu 130 kW am Schnelllader. In 29 Minuten wird von 10 auf 80 Prozent geladen. (Bild: Daniel Kraus/Mini) [10/11]

Die Neuauflagen: Mini Cooper S, Mini Countryman SE All4 und Mini Cooper SE (v.l.n.r.) (Bild: Dirk Kunde) [11/11]

Mit der Wippe links daneben wählt man den Gang. Die Wippe rechts dient zum Wechsel der Fahrmodi. Der Drehknopf ganz rechts verändert die Lautstärke der Medienwiedergabe.

In Deutschland angekommen

Von der Ursprungsidee, während der Suezkanal-Krise 1956 ein sparsames, kleines Auto zu entwickeln, ist die Marke inzwischen meilenweit entfernt. Dabei ist die Forderung nach kleinen, sparsamen E-Autos 2024 wieder aktuell.

Auch Assoziationen von Swinging London bis Britpop passen nicht mehr zu Mini. Kein Wunder, gehört die Automarke doch inzwischen seit 23 Jahren den Bayerischen Motoren Werken. BMW stellt hier ein geräumiges Familienauto mit Elektroantrieb auf die Räder. Etlichen BMW-Fans dürften 180 km/h als Höchstgeschwindigkeit allerdings nicht ausreichen.

Doch der Mini-Zielgruppe dürfte mehr an den Individualisierungsmöglichkeiten bei Licht, Sound und dem Erscheinungsbild auf dem Bildschirm gelegen sein. Preislich macht es nur einen kleinen Unterschied, ob man sich für den Mini Countryman in der Allradversion (55.510 Euro) oder den BMW iX2 im SUV Coupé-Format (56.600 Euro) entscheidet.

Offenlegung: Die Reisekosten nach Lissabon und die Übernachtung wurden vom Hersteller übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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