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Probefahrt mit Mercedes GLC EQ: Viel Fahrspaß mit viel Verbrauch

Mit dem GLC hat Mercedes seinen Bestseller elektrifiziert. Komfort und Fahrspaß gehen anders als beim BMW iX3 jedoch zulasten der Reichweite.
/ Friedhelm Greis
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Der vollelektrische GLC soll Mercedes bei der E-Mobilität auf die Erfolgsspur bringen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Der vollelektrische GLC soll Mercedes bei der E-Mobilität auf die Erfolgsspur bringen. Bild: Friedhelm Greis/Golem
Inhalt
  1. Probefahrt mit Mercedes GLC EQ: Viel Fahrspaß mit viel Verbrauch
  2. Hoher Luftwiderstand beim GLC
  3. Luftfederung und Hinterachslenkung bestellbar
  4. Lenk- und Spurwechselassistent gegen Aufpreis
  5. Aus dem Superscreen kann ein Hyperscreen werden

Im ewigen Ringen zwischen den deutschen Oberklassemarken Mercedes-Benz und BMW gibt es aktuell zwei interessante Duelle: Wie schlägt sich das neue Elektro-SUV GLC aus Stuttgart im Vergleich zum iX3 aus München? Und wie behauptet sich die elektrische C-Klasse gegenüber der neuen Elektrolimousine i3 ? Eine Probefahrt mit dem GLC EQ an der portugiesischen Algarve hat zumindest schon gezeigt, wo die Stärken und Schwächen des GLC liegen, der an den Erfolg der Verbrennervariante anknüpfen soll.

Der im September 2025 auf der IAA in München vorgestellte GLC macht auf jeden Fall einen deutlichen Sprung zum EQC aus dem Jahr 2019 (g+). Das neue Elektro-SUV ist von Hard- und Software her nicht mehr mit dem Vorläufer vergleichbar. Das gilt zum einen für das neue Betriebssystem MB.OS, zum anderen für die neue 800-Volt-Plattform, die als MB.EA-Medium bezeichnet wird.

Ebenso wie der EQC hatte auch die elektrische E-Klasse mit dem EQE SUV nicht den gewünschten Erfolg bei den Kunden. Daher hat Mercedes die Submarke EQ inzwischen aufgegeben und kehrte zu gewohnter Nomenklatur und zum gewohnten Design zurück. Der GLC soll sich optisch und vom Namen her nicht von den Verbrennervarianten unterscheiden. Dennoch steckt unter der Haube eine völlig andere Technik.

Effizienter Antrieb mit Zweiganggetriebe

Mercedes setzt bei der Plattform MB.EA-Medium auf ein Konzept, das den CLA zu einer extrem sparsamen Limousine gemacht hat. Dazu zählen ein effizienter Antrieb mit einem Siliziumkarbid-Inverter in Kombination mit einem Zweiganggetriebe an der Hinterachse und einer Abschalteinheit an der Vorderachse. Das soll garantieren, dass die beiden permanenterregten Synchronmaschinen möglichst effizient betrieben werden.

Wir waren daher gespannt, ob der GLC ebenso wenig Strom wie der CLA benötigt. Der Verbrauch der sehr aerodynamischen Limousine ließ sich auf einer Testfahrt in Dänemark kaum über 15 Kilowattstunden (kWh) pro 100 km bringen.

Die maximale Reichweite des GLC 400 4Matic liegt derzeit laut WLTP bei 713 km. Erreicht wird dieser Wert jedoch nur bei der Long-Range-Edition zum Aufpreis von 2.844 Euro. "Die hohe Reichweite resultiert aus der Kombination ausgeklügelter technischer und aerodynamischer Maßnahmen, die Effizienz und Fahrfreude in Einklang bringen" , heißt es im Konfigurator. De facto ist die Long-Range-Edition identisch mit dem Paket Agility & Comfort zum selben Preis. Dieses umfasst eine Hinterachslenkung von bis zu 4,5 Grad und die Luftfederung Airmatic. Ohne dieses Paket kommt der GLC noch 673 km weit.

Mercedes GLC Probe gefahren
Mercedes GLC Probe gefahren (04:28)

Allerdings kann Mercedes mit einem solchen Paket die Basisdaten nicht überlisten.


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