Im ewigen Ringen zwischen den deutschen Oberklassemarken Mercedes-Benz und BMW gibt es aktuell zwei interessante Duelle: Wie schlägt sich das neue Elektro-SUV GLC aus Stuttgart im Vergleich zum iX3 aus München? Und wie behauptet sich die elektrische C-Klasse gegenüber der neuen Elektrolimousine i3 ? Eine Probefahrt mit dem GLC EQ an der portugiesischen Algarve hat zumindest schon gezeigt, wo die Stärken und Schwächen des GLC liegen, der an den Erfolg der Verbrennervariante anknüpfen soll.
Der im September 2025 auf der IAA in München vorgestellte GLC macht auf jeden Fall einen deutlichen Sprung zum EQC aus dem Jahr 2019 (g+). Das neue Elektro-SUV ist von Hard- und Software her nicht mehr mit dem Vorläufer vergleichbar. Das gilt zum einen für das neue Betriebssystem MB.OS, zum anderen für die neue 800-Volt-Plattform, die als MB.EA-Medium bezeichnet wird.
Ebenso wie der EQC hatte auch die elektrische E-Klasse mit dem EQE SUV nicht den gewünschten Erfolg bei den Kunden. Daher hat Mercedes die Submarke EQ inzwischen aufgegeben und kehrte zu gewohnter Nomenklatur und zum gewohnten Design zurück. Der GLC soll sich optisch und vom Namen her nicht von den Verbrennervarianten unterscheiden. Dennoch steckt unter der Haube eine völlig andere Technik.
Effizienter Antrieb mit Zweiganggetriebe
Mercedes setzt bei der Plattform MB.EA-Medium auf ein Konzept, das den CLA zu einer extrem sparsamen Limousine gemacht hat. Dazu zählen ein effizienter Antrieb mit einem Siliziumkarbid-Inverter in Kombination mit einem Zweiganggetriebe an der Hinterachse und einer Abschalteinheit an der Vorderachse. Das soll garantieren, dass die beiden permanenterregten Synchronmaschinen möglichst effizient betrieben werden.
Bild 1/40: Der GLC EQ ist die vollelektrische Version des meistverkauften SUVs von Mercedes-Benz. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/40: Der GLC basiert auf der neuen Elektroplattform MB.EA-Medium. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/40: Der Grill mit 942 beleuchteten Punkten stellt das neue Gesicht der Marke dar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/40: Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/40: Das SUV ist 4,85 Meter lang, 1,91 Meter breit und 1,64 Meter hoch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/40: Bislang ist nur der GLC 400 4Matic bestellbar. Weitere Modelle folgen im Sommer 2026. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 7/40: Der GLC kann eine gebremste Anhängelast von bis zu 2,4 Tonnen ziehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/40: Die Fronthaube öffnet sich teilelektrisch durch einen leichten Druck auf das Mercedes-Emblem. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/40: Unter der Fronthaube befindet sich ein Stauraum von 128 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/40: Der Kofferraum fasst 570 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 11/40: Unter der Kofferraumabdeckung ist nur wenig zusätzlicher Platz. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/40: Bei umgeklappter Lehne vergrößert sich der Stauraum auf bis zu 1.740 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/40: Der Innenraum wird von den großen Bildschirmen dominiert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/40: Serienmäßig gibt es auch für den Beifahrer ein Display. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/40: Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie die Walze zur Lautstärkeregelung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/40: Zur Einstellung der Geschwindigkeit bei den Assistenzsystemen gibt es eine Wippe. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 17/40: Die Batteriezellen sind etwas höher als beim CLA, um eine größere Kapazität zu ermöglichen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/40: Anders als beim CLA lässt sich beim GLC der Akku manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/40: Die maximale Ladeleistung hängt vom Ladezustand ab und liegt offiziell bei 330 kW, kann aber auch höher sein. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/40: Bei unserem Test wurden Werte um die 330 kW erreicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/40: Bei dem Ladevorgang wurde eine hohe Durchschnittsleistung von 277 kW erzielt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/40: Für die geladenen 26,6 Kilowattstunden benötigte der GLC knapp sechs Minuten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/40: Für die automatisierten Assistenzsysteme nutzt Mercedes einen wassergekühlten Rechner von Nvidia. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 25/40: Mercedes hat die Antriebseinheit des GLC selbst entwickelt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/40: Bei den Allradmodellen gibt es einen zusätzlichen Motor an der Frontachse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/40: Mercedes setzt bei dem Antrieb auf Permanenterregte Synchronmotoren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/40: Der Inverter auf Silizium-Karbid-Basis ist das Herzstück der Motorsteuerung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/40: Der Heckantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/40: Für die Berechnung der Reichweite nutzt Mercedes detaillierte Angaben über den Streckenverlauf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/40: Dennoch erschien uns der Verbrauch inklusive einer Autobahnfahrt mit 120 km/h recht hoch.
Bild 32/40: Deutlich geringer war der Verbrauch bei einer Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h auf der Autobahn. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/40: Ein Fahrzeug der Long-Range-Edition wies ebenfalls einen hohen Durchschnittsverbrauch auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/40: Bei fast kontinuierlichem Tempo 120 auf der Autobahn lag der Verbrauch bei 22 kWh pro 100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/40: Die angegebene Reichweite von mehr als 600 km dürfte nur ohne Autobahn realistisch sein. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/40: Der GLC verfügt über vier zentrale Controller für die verschiedenen Fahrzeugdomänen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/40: Software-Updates sind seit dem Start des CLA aus der Ferne möglich. Davon profitiert auch der GLC. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/40: Die Assistenzsysteme benötigen eine hohe Rechenleistung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/40: Das Sensorset ermöglicht ein Fahren nach Level 2++, aber nicht nach Level 3. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/40: Durch die hohe Ladeleistung sind auch kurze Ladestopps sinnvoll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Wir waren daher gespannt, ob der GLC ebenso wenig Strom wie der CLA benötigt. Der Verbrauch der sehr aerodynamischen Limousine ließ sich auf einer Testfahrt in Dänemark kaum über 15 Kilowattstunden (kWh) pro 100 km bringen.
Die maximale Reichweite des GLC 400 4Matic liegt derzeit laut WLTP bei 713 km. Erreicht wird dieser Wert jedoch nur bei der Long-Range-Edition zum Aufpreis von 2.844 Euro. "Die hohe Reichweite resultiert aus der Kombination ausgeklügelter technischer und aerodynamischer Maßnahmen, die Effizienz und Fahrfreude in Einklang bringen" , heißt es im Konfigurator. De facto ist die Long-Range-Edition identisch mit dem Paket Agility & Comfort zum selben Preis. Dieses umfasst eine Hinterachslenkung von bis zu 4,5 Grad und die Luftfederung Airmatic. Ohne dieses Paket kommt der GLC noch 673 km weit.