Zweifellos sind die Optionen beim GLC mit Blick auf das Fahrwerk größer. Dazu gehören die erwähnte Hinterachslenkung und die Luftfederung Airmatic, die nur zusammen im Paket bestellbar sind. Auf den kurvigen Straßen im Hinterland der Küste machte der GLC eine gute Figur. Das Fahrwerk brachte die Motorleistung von 360 Kilowatt souverän auf die Straße.
Mercedes nutzt die Airmatic zudem für eine spezielle Funktion, die bei längeren Fahrbahnschwellen mehr Komfort ermöglichen soll. So detektieren die Fahrzeuge entsprechende Unebenheiten oder große Schlaglöcher und melden sie an die Server von Mercedes, was als Car-to-X bezeichnet wird. Die übrigen vernetzten Fahrzeuge können dann auf Basis dieser Informationen die Fahrer darauf hinweisen. Darüber hinaus passt der GLC die Dämpfung kurz vor den jeweiligen Schwellen elektrisch an. Auf der Testfahrt hat das gut funktioniert. Folgen mehrere Fahrbahnschwellen hintereinander, was in Südeuropa häufig der Fall ist, wird nicht jedes Mal darauf hingewiesen.
Ebenfalls nutzt Mercedes die Luftfederung, um das Fahrzeugniveau der Fahrsituation anzupassen. Allerdings erfolgt das nicht geschwindigkeitsabhängig, sondern auf Basis von Kartendaten. Das soll dazu beitragen, das Niveau auch dann niedrig zu halten, wenn auf der Autobahn die Geschwindigkeit wegen einer Baustelle oder eines Staus kurzzeitig reduziert wird. Denn der Stromverbrauch steigt mit höherem Fahrzeugniveau an.
Bild 1/40: Der GLC EQ ist die vollelektrische Version des meistverkauften SUVs von Mercedes-Benz. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/40: Der GLC basiert auf der neuen Elektroplattform MB.EA-Medium. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/40: Der Grill mit 942 beleuchteten Punkten stellt das neue Gesicht der Marke dar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/40: Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/40: Das SUV ist 4,85 Meter lang, 1,91 Meter breit und 1,64 Meter hoch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/40: Bislang ist nur der GLC 400 4Matic bestellbar. Weitere Modelle folgen im Sommer 2026. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 7/40: Der GLC kann eine gebremste Anhängelast von bis zu 2,4 Tonnen ziehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/40: Die Fronthaube öffnet sich teilelektrisch durch einen leichten Druck auf das Mercedes-Emblem. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/40: Unter der Fronthaube befindet sich ein Stauraum von 128 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/40: Der Kofferraum fasst 570 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 11/40: Unter der Kofferraumabdeckung ist nur wenig zusätzlicher Platz. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/40: Bei umgeklappter Lehne vergrößert sich der Stauraum auf bis zu 1.740 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/40: Der Innenraum wird von den großen Bildschirmen dominiert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/40: Serienmäßig gibt es auch für den Beifahrer ein Display. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/40: Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie die Walze zur Lautstärkeregelung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/40: Zur Einstellung der Geschwindigkeit bei den Assistenzsystemen gibt es eine Wippe. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 17/40: Die Batteriezellen sind etwas höher als beim CLA, um eine größere Kapazität zu ermöglichen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/40: Anders als beim CLA lässt sich beim GLC der Akku manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/40: Die maximale Ladeleistung hängt vom Ladezustand ab und liegt offiziell bei 330 kW, kann aber auch höher sein. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/40: Bei unserem Test wurden Werte um die 330 kW erreicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/40: Bei dem Ladevorgang wurde eine hohe Durchschnittsleistung von 277 kW erzielt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/40: Für die geladenen 26,6 Kilowattstunden benötigte der GLC knapp sechs Minuten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/40: Für die automatisierten Assistenzsysteme nutzt Mercedes einen wassergekühlten Rechner von Nvidia. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 25/40: Mercedes hat die Antriebseinheit des GLC selbst entwickelt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/40: Bei den Allradmodellen gibt es einen zusätzlichen Motor an der Frontachse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/40: Mercedes setzt bei dem Antrieb auf Permanenterregte Synchronmotoren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/40: Der Inverter auf Silizium-Karbid-Basis ist das Herzstück der Motorsteuerung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/40: Der Heckantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/40: Für die Berechnung der Reichweite nutzt Mercedes detaillierte Angaben über den Streckenverlauf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/40: Dennoch erschien uns der Verbrauch inklusive einer Autobahnfahrt mit 120 km/h recht hoch.
Bild 32/40: Deutlich geringer war der Verbrauch bei einer Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h auf der Autobahn. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/40: Ein Fahrzeug der Long-Range-Edition wies ebenfalls einen hohen Durchschnittsverbrauch auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/40: Bei fast kontinuierlichem Tempo 120 auf der Autobahn lag der Verbrauch bei 22 kWh pro 100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/40: Die angegebene Reichweite von mehr als 600 km dürfte nur ohne Autobahn realistisch sein. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/40: Der GLC verfügt über vier zentrale Controller für die verschiedenen Fahrzeugdomänen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/40: Software-Updates sind seit dem Start des CLA aus der Ferne möglich. Davon profitiert auch der GLC. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/40: Die Assistenzsysteme benötigen eine hohe Rechenleistung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/40: Das Sensorset ermöglicht ein Fahren nach Level 2++, aber nicht nach Level 3. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/40: Durch die hohe Ladeleistung sind auch kurze Ladestopps sinnvoll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Serienmäßig ist beim GLC ein sogenanntes Komfortfahrwerk mit einem passiven Dämpfungssystem enthalten. Dieses passe "Abrollverhalten, Dämpfungswirkung und Stabilisierung kontinuierlich und automatisch an den aktuellen Untergrund an" . Die Fahreigenschaften lassen sich zudem mit den Programmen Eco, Comfort, Sport und Individual den eigenen Wünschen anpassen. Abseits befestigter Straßen bietet der Allradantrieb zusätzlich den Modus Terrain.
Wendekreis von 11,2 m mit Hinterachslenkung
Die Hinterachslenkung reduziert den Wendekreis laut Mercedes um 90 cm auf 11,2 m. Das ist ein recht guter Wert bei einem Radstand von 2,97 m. Der iX3 benötigt 12,1 m bei einem Radstand von 2,90 m. Noch engere Kurven sind bei der Hinterachslenkung von 10 Grad möglich, wie sie beim EQE verfügbar ist . Diese Option gibt es beim GLC jedoch nicht.
In weniger als 5 Sekunden spurtet das SUV mit einem Leergewicht von mehr als 2,5 Tonnen von null auf 100 km/h. Dazu wird der Frontmotor zugeschaltet, um mehr Leistung zu liefern. Das Zweiganggetriebe in der Hinterradachse dient dazu, den Motor je nach Geschwindigkeit im effizientesten Drehzahlbereich zu betreiben. Die hohe Übersetzung von 11 zu 1 im ersten Gang soll zudem ermöglichen, dass der GLC einen gebremsten Anhänger mit bis zu 2,4 Tonnen Gewicht ziehen kann.
Während der Fahrt ist der Gangwechsel kaum wahrnehmbar. Bemerkbar ist der kurze Umschaltmoment, beispielsweise, wenn auf der Landstraße bei einem Überholvorgang beschleunigt wird. Die Schaltpunkte hängen demnach von der Fahrsituation und dem gewählten Fahrprogramm ab.
Was die Fahrassistenzsysteme und das Infotainment betrifft, gibt es kaum Unterschiede zwischen dem CLA und dem GLC.