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Luftfederung und Hinterachslenkung bestellbar

Zweifellos sind die Optionen beim GLC mit Blick auf das Fahrwerk größer. Dazu gehören die erwähnte Hinterachslenkung und die Luftfederung Airmatic, die nur zusammen im Paket bestellbar sind. Auf den kurvigen Straßen im Hinterland der Küste machte der GLC eine gute Figur. Das Fahrwerk brachte die Motorleistung von 360 Kilowatt souverän auf die Straße.

Mercedes nutzt die Airmatic zudem für eine spezielle Funktion, die bei längeren Fahrbahnschwellen mehr Komfort ermöglichen soll. So detektieren die Fahrzeuge entsprechende Unebenheiten oder große Schlaglöcher und melden sie an die Server von Mercedes, was als Car-to-X bezeichnet wird. Die übrigen vernetzten Fahrzeuge können dann auf Basis dieser Informationen die Fahrer darauf hinweisen. Darüber hinaus passt der GLC die Dämpfung kurz vor den jeweiligen Schwellen elektrisch an. Auf der Testfahrt hat das gut funktioniert. Folgen mehrere Fahrbahnschwellen hintereinander, was in Südeuropa häufig der Fall ist, wird nicht jedes Mal darauf hingewiesen.

Kartenabhängiges Fahrzeugniveau

Ebenfalls nutzt Mercedes die Luftfederung, um das Fahrzeugniveau der Fahrsituation anzupassen. Allerdings erfolgt das nicht geschwindigkeitsabhängig, sondern auf Basis von Kartendaten. Das soll dazu beitragen, das Niveau auch dann niedrig zu halten, wenn auf der Autobahn die Geschwindigkeit wegen einer Baustelle oder eines Staus kurzzeitig reduziert wird. Denn der Stromverbrauch steigt mit höherem Fahrzeugniveau an.

Serienmäßig ist beim GLC ein sogenanntes Komfortfahrwerk mit einem passiven Dämpfungssystem enthalten. Dieses passe "Abrollverhalten, Dämpfungswirkung und Stabilisierung kontinuierlich und automatisch an den aktuellen Untergrund an" . Die Fahreigenschaften lassen sich zudem mit den Programmen Eco, Comfort, Sport und Individual den eigenen Wünschen anpassen. Abseits befestigter Straßen bietet der Allradantrieb zusätzlich den Modus Terrain.

Wendekreis von 11,2 m mit Hinterachslenkung

Die Hinterachslenkung reduziert den Wendekreis laut Mercedes um 90 cm auf 11,2 m. Das ist ein recht guter Wert bei einem Radstand von 2,97 m. Der iX3 benötigt 12,1 m bei einem Radstand von 2,90 m. Noch engere Kurven sind bei der Hinterachslenkung von 10 Grad möglich, wie sie beim EQE verfügbar ist . Diese Option gibt es beim GLC jedoch nicht.

In weniger als 5 Sekunden spurtet das SUV mit einem Leergewicht von mehr als 2,5 Tonnen von null auf 100 km/h. Dazu wird der Frontmotor zugeschaltet, um mehr Leistung zu liefern. Das Zweiganggetriebe in der Hinterradachse dient dazu, den Motor je nach Geschwindigkeit im effizientesten Drehzahlbereich zu betreiben. Die hohe Übersetzung von 11 zu 1 im ersten Gang soll zudem ermöglichen, dass der GLC einen gebremsten Anhänger mit bis zu 2,4 Tonnen Gewicht ziehen kann.

Während der Fahrt ist der Gangwechsel kaum wahrnehmbar. Bemerkbar ist der kurze Umschaltmoment, beispielsweise, wenn auf der Landstraße bei einem Überholvorgang beschleunigt wird. Die Schaltpunkte hängen demnach von der Fahrsituation und dem gewählten Fahrprogramm ab.

Was die Fahrassistenzsysteme und das Infotainment betrifft, gibt es kaum Unterschiede zwischen dem CLA und dem GLC.


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