Das zusätzliche Gewicht von 500 kg sowie eine höhere Motorleistung, die eine andere Bereifung erforderlich macht, treiben den Verbrauch des GLC weiter in die Höhe. So ergaben sich auf der Autobahn und bei einem Durchschnittstempo von 111 km/h selbst bei der Long-Range-Edition Werte von rund 22 kWh pro 100 km. Bei einer Akkugröße von 94 kWh ergibt das auf der Langstrecke eine Reichweite von etwa 425 km.
Deutlich besser sieht es bei niedrigeren Geschwindigkeiten aus. Bei Maximaltempo 100 auf der Autobahn sank sogar bei der Performance-Version der Verbrauch auf rund 17 kWh pro 100 km, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 77 km/h. Aber wer will sich mit einem GLC auf der Autobahn hinter einen Lkw hängen, um möglichst viel Strom zu sparen?
Das heißt: Im Vergleich zum BMW iX3 schneidet der GLC in Sachen Reichweite deutlich schlechter ab. So benötigte der iX3 bei einem vergleichbaren Streckenprofil etwa 18 bis 19 kWh pro 100 km, wobei der iX3 auch 200 kg leichter ist. Zudem ist sein Akku mit 108,7 kWh deutlich größer, so dass am Ende eine zusätzliche Reichweite von 150 bis 200 km auf der Langstrecke zur Verfügung stehen dürfte. Doch wie fällt der Vergleich beim Thema Ladegeschwindigkeit aus?
Hohe Ladeleistung und manuelle Vorkonditionierung
Während BMW mit einer maximalen Ladeleistung von 400 kW wirbt, sollen es beim GLC etwa 330 kW sein. Bei unserem Test des iX3 fiel der Ladezustand des Akkus nie auf einen so niedrigen Wert, dass sich eine Schnellladung überhaupt gelohnt hätte. Das war beim Test des GLC jedoch anders. Bei einem Ladestand (State of Charge/SoC) von 24 Prozent konnten wir das Auto an eine Schnellladesäule von Alpitronic anschließen.
Dabei fiel auf, dass Mercedes die Software des GLC im Vergleich zum CLA verbessert hat. So ist es inzwischen wieder möglich, den Akku vor einem Ladevorgang manuell vorzukonditionieren. Beim CLA-Test ließ sich der Akku nur dann vorkonditionieren, wenn in der Navigation eine Ladestation als Ziel ausgewählt wurde. Die Entwickler begründeten dies damit, dass auf diese Weise eine zu frühe Vorkonditionierung verhindert werden soll, was einen unnötigen Energieverbrauch darstelle.
Bild 1/40: Der GLC EQ ist die vollelektrische Version des meistverkauften SUVs von Mercedes-Benz. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/40: Der GLC basiert auf der neuen Elektroplattform MB.EA-Medium. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/40: Der Grill mit 942 beleuchteten Punkten stellt das neue Gesicht der Marke dar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/40: Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/40: Das SUV ist 4,85 Meter lang, 1,91 Meter breit und 1,64 Meter hoch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/40: Bislang ist nur der GLC 400 4Matic bestellbar. Weitere Modelle folgen im Sommer 2026. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 7/40: Der GLC kann eine gebremste Anhängelast von bis zu 2,4 Tonnen ziehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/40: Die Fronthaube öffnet sich teilelektrisch durch einen leichten Druck auf das Mercedes-Emblem. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/40: Unter der Fronthaube befindet sich ein Stauraum von 128 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/40: Der Kofferraum fasst 570 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 11/40: Unter der Kofferraumabdeckung ist nur wenig zusätzlicher Platz. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/40: Bei umgeklappter Lehne vergrößert sich der Stauraum auf bis zu 1.740 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/40: Der Innenraum wird von den großen Bildschirmen dominiert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/40: Serienmäßig gibt es auch für den Beifahrer ein Display. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/40: Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie die Walze zur Lautstärkeregelung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/40: Zur Einstellung der Geschwindigkeit bei den Assistenzsystemen gibt es eine Wippe. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 17/40: Die Batteriezellen sind etwas höher als beim CLA, um eine größere Kapazität zu ermöglichen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/40: Anders als beim CLA lässt sich beim GLC der Akku manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/40: Die maximale Ladeleistung hängt vom Ladezustand ab und liegt offiziell bei 330 kW, kann aber auch höher sein. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/40: Bei unserem Test wurden Werte um die 330 kW erreicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/40: Bei dem Ladevorgang wurde eine hohe Durchschnittsleistung von 277 kW erzielt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/40: Für die geladenen 26,6 Kilowattstunden benötigte der GLC knapp sechs Minuten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/40: Für die automatisierten Assistenzsysteme nutzt Mercedes einen wassergekühlten Rechner von Nvidia. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 25/40: Mercedes hat die Antriebseinheit des GLC selbst entwickelt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/40: Bei den Allradmodellen gibt es einen zusätzlichen Motor an der Frontachse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/40: Mercedes setzt bei dem Antrieb auf Permanenterregte Synchronmotoren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/40: Der Inverter auf Silizium-Karbid-Basis ist das Herzstück der Motorsteuerung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/40: Der Heckantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/40: Für die Berechnung der Reichweite nutzt Mercedes detaillierte Angaben über den Streckenverlauf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/40: Dennoch erschien uns der Verbrauch inklusive einer Autobahnfahrt mit 120 km/h recht hoch.
Bild 32/40: Deutlich geringer war der Verbrauch bei einer Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h auf der Autobahn. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/40: Ein Fahrzeug der Long-Range-Edition wies ebenfalls einen hohen Durchschnittsverbrauch auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/40: Bei fast kontinuierlichem Tempo 120 auf der Autobahn lag der Verbrauch bei 22 kWh pro 100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/40: Die angegebene Reichweite von mehr als 600 km dürfte nur ohne Autobahn realistisch sein. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/40: Der GLC verfügt über vier zentrale Controller für die verschiedenen Fahrzeugdomänen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/40: Software-Updates sind seit dem Start des CLA aus der Ferne möglich. Davon profitiert auch der GLC. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/40: Die Assistenzsysteme benötigen eine hohe Rechenleistung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/40: Das Sensorset ermöglicht ein Fahren nach Level 2++, aber nicht nach Level 3. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/40: Durch die hohe Ladeleistung sind auch kurze Ladestopps sinnvoll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Mehr als 330 kW bei 24 Prozent SoC
Beim GLC werden die aktuelle Batterietemperatur und der Zeitbedarf für die Vortemperierung angegeben. Zudem wird die maximale Ladeleistung angezeigt. Da der Akku nach unserer Testfahrt schon eine Temperatur von 29 Grad Celsius hatte, konnte der Ladevorgang sofort starten. Die maximale Ladeleistung lag bei 333 kW, was bei einem SoC von 24 Prozent ein sehr guter Wert ist.
Bei dem Ladevorgang wurde eine hohe Durchschnittsleistung von 277 kW erzielt. Für die geladenen 26,6 Kilowattstunden benötigte der GLC knapp sechs Minuten. Mercedes gibt bei einem Hub von 10 auf 80 Prozent SoC eine Ladedauer von 22 Minuten an. Das entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von 180 kW.
400-Volt-Laden gegen Aufpreis
Gegen Aufpreis von 654,50 Euro bietet Mercedes ein zusätzliches Gleichstromladen bei 400 Volt-Säulen an. In diesem Fall lädt der GLC mit bis zu 100 kW. Das ist zwar deutlich weniger als bei 800 Volt, aber im Zweifel immer noch besser als ein Laden mit 11 kW Wechselstrom. Ein On-board-AC-Lader bis 22 kW kostet ebenfalls zusätzliche 654,50 Euro.
Auch bei der Ladeleistung hat BMW daher die Nase vorn, was aber auch am größeren Akku liegt. In Verbindung mit dem niedrigeren Verbrauch kann der iX3 daher in gleicher Zeit eine größere Reichweite nachladen. Doch wie schlägt sich der GLC beim Thema Fahrkomfort, Assistenzsysteme und Infotainment?