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Hoher Luftwiderstand beim GLC

Die sogenannte Widerstandsfläche als das Produkt aus cw-Wert und Stirnfläche ist rund 45 Prozent größer als beim CLA(öffnet im neuen Fenster) . Bei höheren Geschwindigkeiten macht der Luftwiderstand beim CLA deutlich mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs aus . Daher benötigt der GLC schon aus diesem Grund bei höheren Geschwindigkeiten etwa 4 kWh pro 100 km mehr.

Das zusätzliche Gewicht von 500 kg sowie eine höhere Motorleistung, die eine andere Bereifung erforderlich macht, treiben den Verbrauch des GLC weiter in die Höhe. So ergaben sich auf der Autobahn und bei einem Durchschnittstempo von 111 km/h selbst bei der Long-Range-Edition Werte von rund 22 kWh pro 100 km. Bei einer Akkugröße von 94 kWh ergibt das auf der Langstrecke eine Reichweite von etwa 425 km.

Geringer Verbrauch bei niedriger Geschwindigkeit

Deutlich besser sieht es bei niedrigeren Geschwindigkeiten aus. Bei Maximaltempo 100 auf der Autobahn sank sogar bei der Performance-Version der Verbrauch auf rund 17 kWh pro 100 km, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 77 km/h. Aber wer will sich mit einem GLC auf der Autobahn hinter einen Lkw hängen, um möglichst viel Strom zu sparen?

Das heißt: Im Vergleich zum BMW iX3 schneidet der GLC in Sachen Reichweite deutlich schlechter ab. So benötigte der iX3 bei einem vergleichbaren Streckenprofil etwa 18 bis 19 kWh pro 100 km, wobei der iX3 auch 200 kg leichter ist. Zudem ist sein Akku mit 108,7 kWh deutlich größer, so dass am Ende eine zusätzliche Reichweite von 150 bis 200 km auf der Langstrecke zur Verfügung stehen dürfte. Doch wie fällt der Vergleich beim Thema Ladegeschwindigkeit aus?

Hohe Ladeleistung und manuelle Vorkonditionierung

Während BMW mit einer maximalen Ladeleistung von 400 kW wirbt, sollen es beim GLC etwa 330 kW sein. Bei unserem Test des iX3 fiel der Ladezustand des Akkus nie auf einen so niedrigen Wert, dass sich eine Schnellladung überhaupt gelohnt hätte. Das war beim Test des GLC jedoch anders. Bei einem Ladestand (State of Charge/SoC) von 24 Prozent konnten wir das Auto an eine Schnellladesäule von Alpitronic anschließen.

Dabei fiel auf, dass Mercedes die Software des GLC im Vergleich zum CLA verbessert hat. So ist es inzwischen wieder möglich, den Akku vor einem Ladevorgang manuell vorzukonditionieren. Beim CLA-Test ließ sich der Akku nur dann vorkonditionieren, wenn in der Navigation eine Ladestation als Ziel ausgewählt wurde. Die Entwickler begründeten dies damit, dass auf diese Weise eine zu frühe Vorkonditionierung verhindert werden soll, was einen unnötigen Energieverbrauch darstelle.

Mehr als 330 kW bei 24 Prozent SoC

Beim GLC werden die aktuelle Batterietemperatur und der Zeitbedarf für die Vortemperierung angegeben. Zudem wird die maximale Ladeleistung angezeigt. Da der Akku nach unserer Testfahrt schon eine Temperatur von 29 Grad Celsius hatte, konnte der Ladevorgang sofort starten. Die maximale Ladeleistung lag bei 333 kW, was bei einem SoC von 24 Prozent ein sehr guter Wert ist.

Bei dem Ladevorgang wurde eine hohe Durchschnittsleistung von 277 kW erzielt. Für die geladenen 26,6 Kilowattstunden benötigte der GLC knapp sechs Minuten. Mercedes gibt bei einem Hub von 10 auf 80 Prozent SoC eine Ladedauer von 22 Minuten an. Das entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von 180 kW.

400-Volt-Laden gegen Aufpreis

Gegen Aufpreis von 654,50 Euro bietet Mercedes ein zusätzliches Gleichstromladen bei 400 Volt-Säulen an. In diesem Fall lädt der GLC mit bis zu 100 kW. Das ist zwar deutlich weniger als bei 800 Volt, aber im Zweifel immer noch besser als ein Laden mit 11 kW Wechselstrom. Ein On-board-AC-Lader bis 22 kW kostet ebenfalls zusätzliche 654,50 Euro.

Auch bei der Ladeleistung hat BMW daher die Nase vorn, was aber auch am größeren Akku liegt. In Verbindung mit dem niedrigeren Verbrauch kann der iX3 daher in gleicher Zeit eine größere Reichweite nachladen. Doch wie schlägt sich der GLC beim Thema Fahrkomfort, Assistenzsysteme und Infotainment?


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