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Kein Laderaum unter der Motorhaube

Gut versteckt im Fußraum ist hingegen der Hebel für die Motorhaube. Der Grund: Anders als bei anderen Elektroautos ist beim EQC im Motorraum nicht einmal Platz für einen Alibi-Stauraum, in dem sich wenigstens ein Ladekabel unterbringen lässt. Bis dicht unter die Motorhaube reichen der Elektroantrieb und die Leistungselektronik. Beim E-Tron gibt es zumindest ein Staufach mit 60 Litern Volumen für Bordwerkzeug und Ladekabel. Beim Model X sind es 150 Liter.

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Daher beschränkt sich das Ladevolumen beim EQC auf 500 Liter, mit umgeklappten Rücksitzen auf 1.460 Liter. Der 14 Zentimeter längere und 5 Zentimeter breitere E-Tron verfügt hingegen über 600 Liter Kofferraumvolumen, das sich bei umgeklappten Fondlehnen auf 1.725 Liter erhöhen lässt. Zudem darf der E-Tron 190 Kilo mehr zuladen. Beim EQC sind es 445 Kilo.

Langstreckentests erforderlich

Welches Elektro-SUV liegt im Vergleich von Mercedes und Audi derzeit also vorn? Diese Entscheidung hängt auch davon ab, auf welche Reichweite der EQC in der Praxis tatsächlich kommt. Der E-Tron hat zwar eine etwas größere Batterie als sein Konkurrent, doch zeichnet er sich in Tests durch einen hohen Verbrauch von 28,3 kWh pro 100 Kilometer aus, die der Anbieter Nextmove auf der Autobahn bei 130 km/h gemessen hat. Bei einer Testfahrt von Golem.de auf einer Autobahn in Abu Dhabi lag der Verbrauch sogar über 30 kWh.

  • Der neue Mercedes EQC soll Ende 2019 an die ersten Kunden ausgeliefert werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Elektro-SUV basiert auf dem Mercedes GLC und unterscheidet sich äußerlich kaum vom Verbrenner-Modell. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Testwagen hat ein spezielles AMG-Interieur mit Sportlenkrad. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Burmester-Surround-System gibt es nur gegen Aufpreis. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Kofferraum hat ein Volumen von 500 Litern. (Foto: Daimler AG)
  • Unter der Motorhaube gibt es jedoch keinen Stauraum. (Foto: Daimler AG)
  • Der Platz wird vollständig von Motor und Leistungselektronik beansprucht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Frontmotor ist besonders auf Effizienz ausgelegt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Serienmäßig ist das MBUX Multimediasystem mit zwei Displays eingebaut. (Foto: Daimler AG)
  • Die elektrischen Daten lassen sich im Armaturenbrett anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Navigationssystem ist für Elektroautos optimiert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Multimediasystem gibt es spezielle Funktionen für Elektroautos. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit bis zu 110 Kilowatt lässt sich der EQC per Gleichstrom aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Es gibt jedoch erst 30 der geplanten 100 Ionity-Stationen in Deutschland. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Ladevorgang lässt sich auch im Fahrzeug oder per App verfolgen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Unter der Motorhaube gibt es jedoch keinen Stauraum. (Foto: Daimler AG)

Mit einem cw-Wert von 0,29 hat der EQC einen etwas größeren Luftwiderstand als der E-Tron mit 0,27 (ohne virtuelle Außenspiegel: 0,28) oder das Tesla Model X mit 0,25. Laut Audi bedeutet ein Hundertstel des cw-Werts im Fahralltag rund fünf Kilometer Reichweite, so dass sich die Unterschiede nicht so sehr auswirken dürften. Reichweitenrelevante Unterschiede gibt es möglicherweise im Antrieb. So ist beim EQC die vordere E-Maschine für den schwachen bis mittleren Lastbereich auf bestmögliche Effizienz ausgerichtet, die hintere bestimmt die Dynamik. Der E-Tron nutzt hingegen in den meisten Fällen hauptsächlich seine hintere E-Maschine. Wird eine größere Leistung angefordert, verschiebt der elektrische Allradantrieb die Drehmomente mehr auf die Vorderachse.

Geringe Bodenfreiheit beim EQC

Einen großen Vorteil hat hingegen der E-Tron abseits befestigter Straßen. Während die Bodenfreiheit des EQC voll beladen nur bei 97 Millimetern liegt, lässt sich diese beim E-Tron auf maximal 212 Millimeter anheben. Das liegt noch unter den maximal 223 Millimetern des Model X. Selbst das Tesla Model 3 liegt mit 140 Millimetern nicht so schnell auf wie der EQC. Für das Verbrenner-Model, den GLC, lässt sich sogar ein Offroad-Paket bestellen, das 227 Millimeter Bodenfreiheit ermöglicht und Tester begeistert hat.

Mangels fehlender Ladeinfrastruktur und Offroad-Eigenschaften ist der EQC daher vorläufig ein 2,5 Tonnen schweres Elektro-SUV, in dem man seine Kinder angenehm leise morgens zur Schule bringen oder am Wochenende die Fahrräder auf den Heckträger montieren kann, um damit von München aus in die Berge zu fahren. Ob man mit den 71.000 Euro für den Elektro-SUV sein Gewissen beruhigen kann, wie Golem.de es beim Test des GLC F-Cell geschrieben hatte, muss jeder Käufer für sich selbst entscheiden. Gerade solche Autos sind es natürlich, die Kritiker der Elektromobilität mit Blick auf die CO2-Bilanz in ihrer Argumentation bestärken.

Allerdings scheint der EQC durch seinen Preis und das serienmäßige Ausstattungspaket die Audi-Konkurrenz etwas nervös zu machen. Daher kündigten die Ingolstädter Anfang August 2019 eine abgespeckte E-Tron-Variante an, die ebenfalls vom Nettopreis her förderfähig ist. Zudem soll das Fahrzeug durch sein geringeres Gewicht und eine effizientere Batteriesteuerung die Energie besser nutzen. Wie gut beide Modelle beim Käufer später ankommen, wird sich zeigen, wenn sie tatsächlich einmal lieferbar sind. Mercedes wollte auf Anfrage keine Zahlen zu bisherigen Bestellungen oder erwarteten Produktionszahlen nennen. Da muss man sich wohl überraschen lassen.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Mercedes-Benz an der Probefahrt in in der Umgebung von Stuttgart teilgenommen. Die Fahrtkosten wurden zur Gänze von Daimler übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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 Fahrassistenz wie in der S-Klasse
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Tatamtatü 19. Aug 2019

...wenn sie für derartige Fahrzeuge verschwendet wird! Dafür ist in meinen Augen jedwede...

WolfgangBarth 14. Aug 2019

Supercharger sind eben der Tesla-Luxus. Andere wollen auch nach einer langen Fahrt ihr...

Riemen 13. Aug 2019

Gerade, wenn der Nissan Puke (selten n hasslicheres Auto gesehen) so klein ist, warum...

Dwalinn 13. Aug 2019

Und schwarz ist in quasi jeden Punkt schlechter als weiß, merk ich besonders auf...

JackIsBack 12. Aug 2019

Guter Podcast vom UnterBlog: https://www.youtube.com/watch?v=h7iqq6BU0XU Dieser zeigt mal...


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