• IT-Karriere:
  • Services:

Akku inzwischen wintertauglich

Was aber gravierender in der Praxis wäre: Laut der offenbar nicht mehr aktuellen Bedienungsanleitung unseres Testwagens kann der Maxus bei Temperaturen unter minus 5 Grad Celsius nicht geladen werden. Das heißt, der Transporter verfügte demnach über kein Thermomanagement, um die Batterie auf geeigneter Betriebstemperatur zu halten. Damit könnte es in deutschen Wintern Probleme geben, den Maxus nachts auf dem Firmenparkplatz aufzuladen. Zudem empfiehlt der Hersteller, die Batterie im Winter unmittelbar nach einer Fahrt aufzuladen und den Wagen vorher nicht noch einige Zeit in der Kälte stehen zu lassen. Laut Bedienungsanleitung soll man das Fahrzeug im Winter "in der Sonne parken und nicht dem Wind aussetzen".

Stellenmarkt
  1. ZfP Südwürttemberg, Bad Schussenried
  2. Deloitte, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Berlin, Düsseldorf

Amüsant liest sich die Warnung: "Barbarische Aktionen zur Erhöhung der Batterietemperatur sind strengstens verboten." Ist damit schon gemeint, per Fön oder Heizlüfter die Batterie vorzuwärmen? Oder gilt als "barbarisch" erst, wenn man aus lauter Verzweiflung ein Feuer unter dem Maxus entzündet? Sicherer dürfte es sein, den Transporter im Winter zum Laden in die vorgewärmte Firmengarage zu stellen. Wer eine solche Garage nicht zur Verfügung hat, steht allerdings vor einem Problem. Das dürfte auch Nutzern so gehen, die sich einen Maxus ausleihen und ihn zwischendurch bei Minusgraden aufladen müssten. Inzwischen gibt es aber die Möglichkeit, den Maxus mt Batterieheizung zu kaufen (siehe Nachtrag).

Langzeitmietung möglich

Vor einer Anschaffung könnte es daher sinnvoll sein, einen Maxus zunächst für einige Wochen oder Monate Probe zu fahren. Die Langzeit-Autovermietung Maske, die uns das Testauto zur Verfügung gestellt hat, bietet den EV80 auch zum Verkauf an. Neben dem Maxus bietet Maske für Transportzwecke noch den eVito von Mercedes-Benz, den Nissan EV200 und Renault Kangoo Electric an. Als Pkw stehen der Renault Zoe und sogar der Opel Ampera mit Elektroantrieb zur Verfügung. Maske wirbt für seine elektrisch angetriebenen Fahrzeuge mit dem hohen Wirkungsgrad, umweltfreundlichem Fahren, geringem Wartungsbedarf und geringen Betriebskosten.

  • Der elektrische Maxus EV80 von SAIC ist mit einem Nettopreis von 40.000 Euro in der Sprinter-Klasse unschlagbar günstig. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Ausstattung erinnert allerdings wenig an ein modernes Elektroauto. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Instrumententafel zeigt nur wenige Werte an, darunter die Akkuladung. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Ungewöhnlich für ein Elektroauto ist der Drehzahlmesser. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Immerhin einen Getränkehalter gibt es in der Standardversion. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Starten lässt sich der Maxus EV80 wie ein Verbrenner mit dem Zündschlüssel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladekante von 56 Zentimetern ist angenehm niedrig. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Per Gleichstrom lässt sich der Maxus mit bis zu 30 kW laden. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Dann ist der 36-kWh-Akku in etwa zwei Stunden voll geladen. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Wechselstrom-Steckdose befindet sich in der vorderen Stoßstange. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Bei einer Ladeleistung von 6,6 kW dauert das Laden dann mehr als sieben Stunden. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Bedienungsanleitung warnt vor "barbarischen Aktionen" im Winter, um den Akku aufzuwärmen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Inzwischen gibt es den Maxus aber auch mit einer Batterieheizung. (Screenshot: Golem.de)
  • Gegen Aufpreis gibt es zusätzliches Display. (Foto: SAIC)
  • Eine Rückfahrkamera ist ebenfalls als Zusatz bestellbar.  (Foto: SAIC)
  • Neben zwei geschlossenen Versionen bietet SAIC den Maxus auch als Fahrgestell an.  (Foto: SAIC)
Die Bedienungsanleitung warnt vor "barbarischen Aktionen" im Winter, um den Akku aufzuwärmen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Für Kunden wie die Firma Junghans Trocknungstechnik aus den niedersächsischen Sievern kann ein solcher Mietservice einen Einstieg in die Elektromobilität bieten. Er sei etwas "blauäugig an das Projekt herangegangen", sagte Firmenchef Holger Junghans der Wochenzeitung Elbe-Weser aktuell (PDF) nach den ersten Erfahrungen. Das betraf den Aussagen zufolge vor allem die Lademöglichkeiten in der Region. Die Mitarbeiter hätten ihre anfängliche Skepsis gegenüber dem Elektroantrieb überwunden, der Transporter, "der auch in der Beschleunigung glänzt", überzeugte Junghans zufolge.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

In einem Test des Schweizer Blogs Autonews.ch setzte sich der Maxus EV80 gegenüber dem E-Crafter und dem Renault Master Z.E. mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis durch. Allerdings wurden dem E-Crafter die besten Marktchancen eingeräumt, da die bessere Ausstattung durchaus den höheren Preis rechtfertige. In der Schweiz sind jedoch die Preisunterschiede zwischen beiden Transportern nicht so groß. Während der E-Crafter 89.000 Franken kostet, wird der Preis des Maxus mit 69.900 Franken angegeben. Der Renault Master soll mit 69.400 Franken sogar günstiger sein.

Interessant dürfte daher sein, wie Mercedes-Benz den E-Sprinter preislich ansiedeln wird. Mit der chinesischen Konkurrenz dürften die Stuttgarter sicherlich nicht mithalten wollen. Aber man kann wohl davon ausgehen, dass man im Winter keine "barbarischen Aktionen" starten muss, um den Transporter aufzuladen.

Nachtrag vom 7. August 2019, 13:21 Uhr

Nach Angaben des Herstellers SAIC ist der Maxus EV80 inzwischen auch mit einer Batterieheizung lieferbar. Bei Temperaturen unter minus 5 Grad Celsius wird mit einer Leistung von 2,4 kW zunächst der Akku vorgewärmt, um mit dem Laden starten zu können. Bei einer Akkutemperatur zwischen minus 5 und minus 1 Grad Celsius ist demnach der Ladestrom auf 20 Ampere begrenzt. Erst bei einer Temperatur von mehr als plus 7 Grad wird der maximale Ladestrom von 80 Ampere erreicht. Die Heizung schaltet sich bereits bei null Grad ab. Nach Angaben von Maske sind die im Verleih befindlichen Fahrzeuge mit einer Batterieheizung ausgestattet und damit auch wintertauglich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Spartanische Ausstattung
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-42%) 25,99€
  2. (-60%) 23,99€
  3. 52,99€
  4. (-79%) 5,99€

azeu 26. Jul 2019

Wobei ich nicht sicher bin, ob das wirklich eine große Einsparung ist. Für Rechtslenker...

probeo 23. Jul 2019

mind 80% Kapazität nach 10 Jahren ? oder etwas 66% nach 8 Jahren ? oder noch schlechter...

Muhaha 22. Jul 2019

Die Angabe aus dem Benutzerhandbuch, welche Golem hier teilweise zitiert.

Akula 22. Jul 2019

Ein Artikel, der die Sicherheitsaspekte völlig außen vor lässt, sollte dringend...

Dwalinn 19. Jul 2019

Daimler ist einer von 3 Hersteller mit Brennstoffzellen Fahrzeug und hatte schon ein...


Folgen Sie uns
       


Pocketalk Übersetzer - Test

Mit dem Pocketalk können wir gesprochene Sätze in eine andere Sprache übersetzen lassen. Im Test funktioniert das gut, allerdings macht Pocketalk auch nicht viel mehr als gängige und kostenlose Übersetzungs-Apps.

Pocketalk Übersetzer - Test Video aufrufen
Interview: Die Liebe für den Flight Simulator war immer da
Interview
"Die Liebe für den Flight Simulator war immer da"

Die prozedural erstellte Erde, der Quellcode vom letzten MS-Flugsimulator und eine Gemeinsamkeit mit Star Citizen: Golem.de hat mit Jörg Neumann über Technik und das Fliegen gesprochen. Neumann leitet bei Microsoft die Entwicklung des Flight Simulator.
Ein Interview von Peter Steinlechner

  1. Flug-Simulation Microsoft bereitet Alphatest des Flight Simulator vor
  2. Microsoft Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen

Mikrocontroller: Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen
Mikrocontroller
Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen

Python gilt als relativ einfach und ist die Sprache der Wahl in der Data Science und beim maschinellen Lernen. Aber die Sprache kann auch anders. Mithilfe von Micro Python können zum Beispiel Sensordaten ausgelesen werden. Ein kleines Elektronikprojekt ganz ohne Löten.
Eine Anleitung von Dirk Koller

  1. Programmiersprache Python verkürzt Release-Zyklus auf ein Jahr
  2. Programmiersprache Anfang 2020 ist endgültig Schluss für Python 2
  3. Micropython Das Pyboard D ist ein Steckbausatz für IoT-Bastler

Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
Staupilot
Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
  2. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte
  3. Firmentochter gegründet VW will in fünf Jahren autonom fahren

    •  /