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Spartanische Ausstattung

Wer das erste Mal in den EV80 steigt, wundert sich zunächst, dass er überhaupt in einem Elektrotransporter sitzt. Nichts an der Innenausstattung scheint sich von der Verbrennerversion zu unterscheiden. Selbst das Zündschloss ist 1:1 übernommen. Der Fahrer muss den Schlüssel wie beim Anlassen eines Verbrenners ganz nach rechts drehen, damit der Wagen startbereit wird. Das dauert einige Sekunden und kommt einem erstaunlich lange vor.

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Die Standardversion ist extrem reduziert, was die Anzeigeninstrumente und die Assistenzsysteme betrifft. In der Mittelkonsole befindet sich ein analoger Tacho, links daneben ein kleines LC-Display. Dort lässt sich mit Hilfe eines Stiftknopfes das elektrische System kontrollieren. Angezeigt werden Restreichweite, Stromstärke und Ladespannung. Ungewöhnlich für ein Elektroauto: Sogar die Motordrehzahl wird angegeben. Leider lassen sich die Werte bei hellem Tagelicht schwer ablesen.

Rechts vom Tacho befindet sich zudem eine Anzeige für den Ladezustand. Immerhin gibt es gegen Aufpreis ein 10-Zoll-Display, das über Apple Carplay oder Android Auto die Integration des eigenen Smartphones ermöglicht und die Aufnahmen einer Rückfahrkamera anzeigen kann. Ein eigenständiges Navigationsgerät oder Entertainment-System ist demnach nicht verfügbar. Standardmäßig ist zumindest ein Autoradio mit MP3-Spieler eingebaut.

Gute Sprinteigenschaften

Bei so viel elektromobilem Understatement ist es fast schon erstaunlich, dass sich der Maxus EV80 tatsächlich lautlos in Bewegung setzt. Und das nicht einmal schlecht. Gerade bei robusten Kastenwagen, die man sonst eher als lärmend und stinkend im Verkehr wahrnimmt, ist der leise und abgasfreie Antrieb ungewohnt. An der Ampel beweist der Maxus dann seine guten Sprinteigenschaften. Die wartenden Verbrennerautos werden locker abgehängt - was man dem schweren Kastenwagen mit 2,5 Tonnen Leergewicht erst einmal nicht zutraut.

  • Der elektrische Maxus EV80 von SAIC ist mit einem Nettopreis von 40.000 Euro in der Sprinter-Klasse unschlagbar günstig. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Ausstattung erinnert allerdings wenig an ein modernes Elektroauto. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Instrumententafel zeigt nur wenige Werte an, darunter die Akkuladung. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Ungewöhnlich für ein Elektroauto ist der Drehzahlmesser. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Immerhin einen Getränkehalter gibt es in der Standardversion. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Starten lässt sich der Maxus EV80 wie ein Verbrenner mit dem Zündschlüssel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladekante von 56 Zentimetern ist angenehm niedrig. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Per Gleichstrom lässt sich der Maxus mit bis zu 30 kW laden. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Dann ist der 36-kWh-Akku in etwa zwei Stunden voll geladen. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Wechselstrom-Steckdose befindet sich in der vorderen Stoßstange. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Bei einer Ladeleistung von 6,6 kW dauert das Laden dann mehr als sieben Stunden. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Bedienungsanleitung warnt vor "barbarischen Aktionen" im Winter, um den Akku aufzuwärmen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Inzwischen gibt es den Maxus aber auch mit einer Batterieheizung. (Screenshot: Golem.de)
  • Gegen Aufpreis gibt es zusätzliches Display. (Foto: SAIC)
  • Eine Rückfahrkamera ist ebenfalls als Zusatz bestellbar.  (Foto: SAIC)
  • Neben zwei geschlossenen Versionen bietet SAIC den Maxus auch als Fahrgestell an.  (Foto: SAIC)
Ungewöhnlich für ein Elektroauto ist der Drehzahlmesser. (Foto: Heiko Raschke/Golem.de)

Die Fahrt durch den Stadtverkehr zu einem Möbelhaus macht durchaus Spaß. Dort lässt sich die Gelegenheit nutzen, den Transporter an einer Ladesäule kostenlos aufzuladen. Dabei fällt uns auf, dass die üblichen Kundenparkplätze nicht für einen Transporter mit 5,7 Meter Länge ausgelegt sind. Aber auch bei dem etwas schräg eingeparkten Fahrzeug ist das Ladekabel lang genug, um an die seitlich neben der Beifahrertür befindliche Gleichstrom-Ladebuchse zu gelangen. Erstaunlicherweise hat der Maxus eine weitere CCS-Buchse für Wechselstrom, die in der Fahrzeugfront in der Stoßstange eingebaut ist.

Großes Ladevolumen

Zwar hat Ikea die Ladeleistung bei den Gleichstromsäulen auf 20 kW begrenzt. Doch das reicht völlig aus, um während des Einkaufs die Batterie wieder zu füllen. Bei einer Wechselstromsäule von Allego, die bereits mit einem eichrechtskonformen Zähler ausgestattet ist, lädt der Maxus mit 6,6 kW nach. Allerdings dürfte die Fahrzeuglänge bei öffentlichen Säulen im normalen Straßenraum ein Problem sein. Sollte einer der beiden Parkplätze, die normalerweise vor einer Ladesäule reserviert sind, schon belegt sein, lässt sich der Maxus nicht mehr einparken. Ein Ladevorgang an einer Wechselstromsäule würde nach aktuellem Tarif etwa 20 Euro kosten.

Bei einem Volumen von 10,5 Kubikmetern bei einem Mitteldach (2,345 m) und 11,5 Kubikmetern bei einem Hochdach (2,552 m) lässt sich viel Ladung unterbringen. Die Nutzlast reduziert sich allerdings bei der Hochdachvariante von 955 auf 885 Kilogramm. Bei einer Ladefläche von 1,8 Metern Breite und 3,15 Metern Länge passen vier Europaletten (à 80 x 120 cm) problemlos in den Maxus. Die Ladekante ist mit 56 Zentimetern angenehm niedrig.

Abstriche muss man bei dem elektrischen Transporter wohl bei der Verarbeitung machen. Die vorderen Türen und vor allem die rechte Schiebetür fallen nur mit ordentlichem Schwung ins Schloss. Das Handschuhfach lässt sich gar nicht mehr richtig schließen.

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 Probefahrt mit Maxus EV80: Der chinesische E-Transporter zum KampfpreisAkku inzwischen wintertauglich 
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Anonymer Nutzer 26. Jul 2019

Wobei ich nicht sicher bin, ob das wirklich eine große Einsparung ist. Für Rechtslenker...

probeo 23. Jul 2019

mind 80% Kapazität nach 10 Jahren ? oder etwas 66% nach 8 Jahren ? oder noch schlechter...

Muhaha 22. Jul 2019

Die Angabe aus dem Benutzerhandbuch, welche Golem hier teilweise zitiert.

Akula 22. Jul 2019

Ein Artikel, der die Sicherheitsaspekte völlig außen vor lässt, sollte dringend...

Dwalinn 19. Jul 2019

Daimler ist einer von 3 Hersteller mit Brennstoffzellen Fahrzeug und hatte schon ein...


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