Probefahrt mit Manta GSe Elektromod: Boah ey, "der ist fantastisch"

Bislang gibt es den vollelektrischen Opel Manta nur als Einzelstück. Auf einer Probefahrt haben wir den Designer des Original-Manta getroffen.

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Nur echt mit Schnauzer und Fuchsschwanz: Der Opel Manta
Nur echt mit Schnauzer und Fuchsschwanz: Der Opel Manta (Bild: Foto/Montage: Golem.de)

Im Alltag von George Gallion ist der Manta immer noch präsent. Im Eingangsbereich seines Wiesbadener Wohnhauses steht ein altes Foto, auf dem das von ihm entworfene Opel-Kultauto zu sehen ist. Entsprechend erfreut zeigte er sich von dem Überraschungsbesuch eines sehr ungewöhnlichen Manta-Exemplars. "Das Auto ist fantastisch", schwärmte der 84-Jährige über das knallgelbe Elektroauto vor seiner Haustür. Die Begeisterung durchaus berechtigt. Nicht nur, wenn man wie Gallion vor mehr als 50 Jahren für das Original verantwortlich war.

Inhalt:
  1. Probefahrt mit Manta GSe Elektromod: Boah ey, "der ist fantastisch"
  2. 4-Gang-Getriebe statt Automatik
  3. Man muss den Arm aus dem Fenster lehnen
  4. Gallion: "Elektroautos sind toll"

Gallion verkörpert gewissermaßen noch die gute alte Zeit von Opel. Mit Modellen wie dem Kadett, Ascona, Rekord, Diplomat und eben dem Manta schlugen die Rüsselsheimer im Jahr 1972 sogar Volkswagen bei den Marktanteilen. Der Ausflug mit dem Elektro-Manta in den Taunus geriet daher zu einer doppelten Zeitreise. Bei dem spontanen Besuch zeigte der US-Amerikaner, dass er durchaus weiß, wie die automobile Zukunft aussieht.

Der Elektro-Manta ist ein Hingucker

Mit dem Umbau des 70-Jahre-Klassikers hat Opel viel Aufmerksamkeit erregt. Das macht sich auch auf der Probefahrt vom Opel-Werk in Rüsselsheim über Wiesbaden in den Taunus bemerkbar. Selbst ein Harley-Fahrer schaut anerkennend, als er den umgebauten Oldtimer auf der Autobahn überholt.

Das aufwendig restaurierte und umgebaute Coupé ist einfach ein Hingucker. Die Mischung zwischen Originalteilen und neuen Design-Elementen wie den LED-Rückleuchten ist gelungen. Einzig die Felgen mit ihrem Zackenmuster wirken ein wenig zu modern. Doch das soll schon ein Hinweis darauf sein, wie eine wirkliche Neuauflage des Manta aussehen könnte. Die im Juli vorgestellte Studie hat jedoch mit dem Original wenig gemein.

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In mancher Hinsicht ist das auch sinnvoll. Denn eine Fahrt mit dem umgebauten Oldtimer macht deutlich, wie sehr sich die Autotechnik in den vergangenen 50 Jahren entwickelt hat.

Orangefarbener Manta als Original

Basis des Manta GSe Elektromod ist ein Manta A, der dem Autokonzern schon 1988 von einer Wiesbadenerin in gutem Zustand überlassen wurde. Das Original war noch orangefarben, mit schwarzem Vinyldach und Automatik-Getriebe. Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Das Umrüsten von Verbrenner-Fahrzeugen auf Elektroantrieb ist inzwischen gang und gebe. Verschiedene Firmen haben sich auf den Umbau von Lkw oder von Nahverkehrsbussen spezialisiert.

  • Der Manta GSe Elektromod ist ein aufwendig restauriertes und elektrifiziertes Exemplar von Opels Kultauto. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Änderungskur: Der Auspuff fehlt und am Heck hat der Elektro-Manta schicke Rücklichter bekommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der neue Schriftzug ist nicht original und wirkt moderner. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Eine Spielerei ist der Bildschirm am Kühlergrill. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den Einfüllstutzen des Tanks passt eine Ladebuchse vom Typ 2. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Außenspiegel sind noch Original und nur mit der Hand verstellbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch die Türgriffe sehen bei modernen Autos anders aus. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Fahrzeuginnern hat Opel einige Änderungen vorgenommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den früheren Automatikwagen hat Opel ein Schaltgetriebe eingebaut. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Displays sind zwar nicht stilecht, aber für die Ladestandsanzeige erforderlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Wegen fehlender Kopfstützen bei der alten Variante hat Opel komplett neue Sitze eingebaut. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Lüftung und Zündschlüssel sind noch Original und werden weiter verwendet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Reifen sind schon eine Anspielung auf den geplanten elektrischen Nachfolger des Manta. (Foto: Opel)
  • Dem Designer des Original-Manta, George Gallion, gefällt das umgebaute Exemplar sehr gut. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Gallion hat den Manta im Sommer 1969 mitentworfen, als Antwort auf den Ford Capri. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Originalmanta aus dem Jahr 1974 war noch orange. (Foto: Opel)
  • Unter der Motorhaube befindet sich nur der Elektromotor. (Foto: Opel)
  • Im Armaturenbrett musste einiges neu verkabelt werden. (Foto: Opel)
  • Im Kofferraum befindet sich ein Akku mit 31 kWh Kapazität. (Foto: Opel)
  • Trotz der aufwendigen Restaurierung soll der Elektro-Manta nicht als Vorbild für eine Neuauflage dienen. (Foto: Opel)
  • Der Elektromod soll ein Einzelstück bleiben. (Foto: Opel)
  • So stellt sich Opel die Neuauflage des Manta für Mitte des Jahrzehnts vor. (Grafik: Opel)
Der Manta GSe Elektromod ist ein aufwendig restauriertes und elektrifiziertes Exemplar von Opels Kultauto. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Auch für Pkw gibt es entsprechende Angebote. VW kooperiert beim Umrüsten von Käfern und Bullys mit dem Stuttgarter Anbieter eClassics. Opel hat beim Manta ebenfalls auf den Umrüstsatz eines externen Anbieters zurückgegriffen. Doch es reichte den Technikern bei weitem nicht aus, nur einen neuen Motor und den Akku einzubauen.

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4-Gang-Getriebe statt Automatik 
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