4-Gang-Getriebe statt Automatik

Bei solchen Umrüstsätzen wird der Verbrennermotor durch den Elektroantrieb ausgetauscht. Die Antriebswelle wird anstelle der Kurbelwelle mit der Kupplung oder direkt mit der Kardanwelle verbunden. Beim Elektro-Manta wurde das ursprüngliche Automatikgetriebe durch ein Schaltgetriebe mit vier Gängen ersetzt. Dazu konstruierten die Techniker eine spezielle Adapterplatte, um das Getriebe mit einer größeren Kupplung zu verbinden. Auch eine längere Kardanwelle wurde durch den Austausch erforderlich. Der Zug des Gaspedals führt nun nicht mehr zum Vergaser, sondern zu einem Wandler, der die Zugstrecke in ein elektronisches Signal übersetzt.

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Nachgebessert haben die Mechaniker zudem bei den Bremsen. Schließlich verfügt der elektrische Manta mit 108 kW (147 PS) über deutlich mehr Leistung als das Original, das in den ersten Jahren mit maximal 77 kW (105 PS) ausgeliefert wurde. Die hinteren Trommelbremsen wurden gegen Scheibenbremsen ausgetauscht, die vorderen Bremsen vergrößert.

Gewöhnungsbedürftiges Schaltgetriebe

Die Kombination von Elektroantrieb und Schaltgetriebe ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Denn ein Elektromotor benötigt keine Leerlaufdrehzahl. Man kann daher mit eingelegtem Gang an der Kreuzung stehen und muss nicht die Kupplung treten.

Dank der hohen Drehzahl der E-Maschine kann man auch im ersten Gang recht schnell fahren. Doch das hohe Fiepen des Motors ist Grund genug, die höheren Gänge ebenfalls zu nutzen. Natürlich lässt sich auch im dritten oder vierten Gang problemlos anfahren. Ein Elektromotor hat schließlich von Anfang an ein hohes Drehmoment und kann nicht abgewürgt werden. Dass Letzteres beim Elektro-Manta nicht ganz zutrifft, war eine neue Erfahrung. Dazu später noch mehr.

Keine Servolenkung, kleine Außenspiegel

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Für die heutige Zeit ungewohnt ist das Fehlen einer Servolenkung. Es kommt einem merkwürdig vor, dass diese Lenkhilfe früher noch keine Selbstverständlichkeit war und das Lenken einen deutlich höheren Kraftaufwand erforderte. Ebenfalls ungewohnt sind Größe und Optik der Außenspiegel. Denn zum einen sind die Spiegel recht klein, zum anderen erscheinen die gespiegelten Objekte größer als bei heutigen Modellen.

Gestört wird das Retrogefühl ein wenig durch die beiden Displays, die Opel von aktuellen Modellen wie dem Mokka übernommen hat. Vor allem der rechte Bildschirm über der Mittelkonsole ist überflüssig, da der Manta über kein Entertainmentsystem verfügt. Im Armaturenbrett werden Geschwindigkeit, Leistung, Reichweite und Akkustand angezeigt. Die Geschwindigkeit wird laut Opel über GPS-Daten ermittelt.

  • Der Manta GSe Elektromod ist ein aufwendig restauriertes und elektrifiziertes Exemplar von Opels Kultauto. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Änderungskur: Der Auspuff fehlt und am Heck hat der Elektro-Manta schicke Rücklichter bekommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der neue Schriftzug ist nicht original und wirkt moderner. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Eine Spielerei ist der Bildschirm am Kühlergrill. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den Einfüllstutzen des Tanks passt eine Ladebuchse vom Typ 2. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Außenspiegel sind noch Original und nur mit der Hand verstellbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch die Türgriffe sehen bei modernen Autos anders aus. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Fahrzeuginnern hat Opel einige Änderungen vorgenommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den früheren Automatikwagen hat Opel ein Schaltgetriebe eingebaut. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Displays sind zwar nicht stilecht, aber für die Ladestandsanzeige erforderlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Wegen fehlender Kopfstützen bei der alten Variante hat Opel komplett neue Sitze eingebaut. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Lüftung und Zündschlüssel sind noch Original und werden weiter verwendet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Reifen sind schon eine Anspielung auf den geplanten elektrischen Nachfolger des Manta. (Foto: Opel)
  • Dem Designer des Original-Manta, George Gallion, gefällt das umgebaute Exemplar sehr gut. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Gallion hat den Manta im Sommer 1969 mitentworfen, als Antwort auf den Ford Capri. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Originalmanta aus dem Jahr 1974 war noch orange. (Foto: Opel)
  • Unter der Motorhaube befindet sich nur der Elektromotor. (Foto: Opel)
  • Im Armaturenbrett musste einiges neu verkabelt werden. (Foto: Opel)
  • Im Kofferraum befindet sich ein Akku mit 31 kWh Kapazität. (Foto: Opel)
  • Trotz der aufwendigen Restaurierung soll der Elektro-Manta nicht als Vorbild für eine Neuauflage dienen. (Foto: Opel)
  • Der Elektromod soll ein Einzelstück bleiben. (Foto: Opel)
  • So stellt sich Opel die Neuauflage des Manta für Mitte des Jahrzehnts vor. (Grafik: Opel)
Der Originalmanta aus dem Jahr 1974 war noch orange. (Foto: Opel)

Sehr laut macht sich während der Fahrt der neue Bremskraftverstärker bemerkbar. Vom leisen Dahingleiten, wie man es von modernen Elektroautos gewöhnt ist, muss man sich beim Elektro-Manta verabschieden. Das gilt auch für weitere Fahrgeräusche.

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 Probefahrt mit Manta GSe Elektromod: Boah ey, "der ist fantastisch"Man muss den Arm aus dem Fenster lehnen 
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