• IT-Karriere:
  • Services:

Probefahrt mit ID.3: Nicht so schlecht wie sein Ruf

Der ID.3 hat bislang viel Kritik bei Autotests erfahren. Eignet sich der neue VW wenigstens besser als der E-Golf fürs Carsharing?

Ein Erfahrungsbericht von veröffentlicht am
Der VW ID.3 macht auch im Tesla-Wald eine gute Figur.
Der VW ID.3 macht auch im Tesla-Wald eine gute Figur. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Selten ist ein neues Auto so heruntergeschrieben worden wie der vollelektrische ID.3 von Volkswagen. Das mag auch daran liegen, dass VW das erste Modell auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) als Durchbruch für massentaugliche Elektromobilität propagiert hat. Gemessen an den Versprechungen, das elektrische Pendant zum Golf zu sein, konnte der ID.3 fast nur enttäuschen. So schlecht wie häufig beschrieben hat uns der Stromer auf einer Testfahrt nicht gefallen. Dennoch dürften Autofahrer bei einer Carsharing-Fahrt mit dem traditionellen E-Golf besser zurechtkommen.

Zweifellos hat VW den Start des neuen Hoffnungsträgers ziemlich vermasselt. Monate nach dem Auslieferungsbeginn verfügen die Neuwagen immer noch nicht über das versprochene Software-Update, das viele Fehler beseitigen und neue Funktionen hinzufügen sollte. Dabei sollten Käufer, die auf ihren Neuwagen bis zum vierten Quartal 2020 warteten, schon mit dem Update belohnt worden sein. Doch selbst die VW-Tochter We Share, die den ID.3 seit Ende November in Berlin einsetzt, hat noch mit der unfertigen Software vorlieb nehmen müssen.

Software-Update kommt 2021

Auf Anfrage von Golem.de teilte ein VW-Sprecher mit: "Das Software-Update wird wie angekündigt bereits auf die ersten Fahrzeuge in der Produktion aufgespielt. Die bereits ausgelieferten Fahrzeuge werden im ersten Quartal 2021 in den Werkstätten aktualisiert." Allerdings ist es nicht so, als wäre der ID.3 mit der bisherigen Software nur eingeschränkt nutzbar oder nicht alltagstauglich. Auch sind uns keine Verarbeitungsmängel ins Auge gesprungen, die von Autotestern bei den Vorserienmodellen kritisiert wurden. Das bedeutet jedoch nicht, dass der ID.3 in allen Punkten überzeugen konnte.

Mit einer Nettokapazität von 58 Kilowattstunden (kWh) verspricht VW eine "praxisnahe" Reichweite von 300 bis 420 Kilometern. Das ist bereits eine recht große Spannbreite, die unterschiedliche Fahrzyklen berücksichtigt. Vor allem im Winter dürfte die Reichweite zusammenschrumpfen, wenn die Energie zum Aufwärmen des Innenraums benötigt wird. Der von uns verwendete ID.3 zeigte nach einem Monat Einsatz in Berlin einen Durchschnittsverbrauch von 25,8 kWh/100 km an. Das ist erheblich mehr, als die Tester des ADAC zuletzt gemessen haben (19,3 kWh/100 km), und entspricht einer Reichweite von etwas mehr als 200 km. Dennoch dürfte man selbst im Winter mit dem ID.3 deutlich weiter als mit dem E-Golf kommen.

Ladefiasko in Brandenburg

Stellenmarkt
  1. SimplyTest GmbH, Nürnberg
  2. operational services GmbH & Co. KG, Dresden, Berlin, Frankfurt am Main, München

Gerade die geringe Reichweite hat sich bei unserem E-Golf-Test vor drei Jahren als Problem herausgestellt. Die Fahrt ins Berliner Umland geriet zu einem Ladefiasko. Doch in Zeiten von Corona war eine Fahrt an einen Brandenburger See für viele Berliner eine gute Gelegenheit, der Enge des Lockdowns zu entfliehen. Mit dem E-Golf von We Share war der emissionsfreie Radius jedoch recht eingeschränkt.

Das Unternehmen startete daher im Juni 2020 eine Kooperation mit Reiseland Brandenburg, um Ausflugsziele mit Lademöglichkeit zu empfehlen. Schließlich will man meist am selben Tag wieder vom Badesee oder dem Spargelhof zurückfahren. Mit einem vollgeladenen ID.3 sollte das im nächsten Sommer in der Regel kein Problem mehr sein. Ganz unabhängig davon, ob Corona dann noch den Alltag beherrscht.

  • Der ID.3 soll für VW den Einstieg in der Massenmarkt für Elektroautos bedeuten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Radstand von 2,77 m und einer Höhe von 1,57 m verfügt der ID.3 über reichlich Platz im Innenraum. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ungünstig für die Sicht nach hinten ist die breite C-Säule. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Heckfenster ist sehr schmal. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Innen wird der ID.3 sehr aufgeräumt. Es gibt nur wenige Hebel und Schalter. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wie beim Tesla Model 3 übernimmt der Touchscreen viele Funktionen. Darunter die komplette Klimasteuerung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kombiinstrument hinter dem Lenkrad ist zwar schmal, aber dennoch dreigeteilt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Lenkradtasten sind berührungsempfindlich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Damit lässt sich unter anderem die Sprachsteuerung aktivieren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fahrstufenschalter ist hinter dem Lenkrad versteckt. Damit lässt sich auch eine stärkere Rekuperation einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die schwarzen Hochglanzflächen sollen sehr kratzempfindlich sein. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Selbst für den Warnblinker gibt es keinen mechanischen Taster, sondern ein berührungsempfindliches Element. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Viele Autohersteller verzichten je nach Ausstattung inzwischen auf klassische USB-Buchsen mit Typ A. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unterhalb der Kofferraumabdeckung umfasst der Stauraum 315 l. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit umgeklappten Sitzen erreicht das Kofferraumvolumen 650 l. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Unter der Fronthaube gibt es keinerlei Stauraum. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • An Schnellladesäulen lädt der ID.3 mit bis zu 100 kW. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf unserer Testfahrt konnten wir allerdings nur mit gut 30 kW laden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Viele Funktionen des Entertainmentsystems sind noch nicht verfügbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Ladestand in Prozent wird nur während des Ladevorgangs angezeigt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Durchschnittsverbrauch des von uns getesteten Fahrzeug lag bei hohen 25,8 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der ID.3 soll für VW den Einstieg in der Massenmarkt für Elektroautos bedeuten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Doch damit hören die Vorteile des ID.3 gegenüber dem E-Golf fast schon auf.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Keine Abstürze oder Verzögerungen 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 11€
  2. 64,99€
  3. 48,99€
  4. (u. a. Mega-Man 11 für 11,99€, Lost Planet 3 für 3,99€, Barotrauma für 11€)

Denni 29. Dez 2020 / Themenstart

.. eine große Wende bedeuten. Einmal sind dann Kinderkrankheiten gelöst, Software stimmt...

Gunni Lingus 28. Dez 2020 / Themenstart

Wie Otto schon in den 70ern anmerkte: In den Modefarben Himmelbleu, Schiefergrö und lilö...

Yawgmoth 28. Dez 2020 / Themenstart

Knöpfe spart so gut wie jeder Hersteller leider ein. Billig wirken die neuen VWs nicht...

hansblafoo 27. Dez 2020 / Themenstart

Ist gut möglich. VW stand ja schon immer eher auf Touch beim Infotainment was ich als VW...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


VW ID.3 Probe gefahren

Wir sind einen Tag lang mit dem ID.3 in und um Berlin herum gefahren.

VW ID.3 Probe gefahren Video aufrufen
Quereinsteiger: Mit dem Master in die IT
Quereinsteiger
Mit dem Master in die IT

Bachelorabsolventen von Fachhochschulen gehen überwiegend sofort in den Job. Einen Master machen sie später und dann gerne in IT. Studienangebote für Quereinsteiger gibt es immer mehr.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. IT-Arbeit Es geht auch ohne Chefs
  2. 42 Wolfsburg Programmieren lernen ohne Abi, Lehrer und Gebühren
  3. Betriebsräte in der Tech-Branche Freunde sein reicht manchmal nicht

Razer Book 13 im Test: Razer wird erwachsen
Razer Book 13 im Test
Razer wird erwachsen

Nicht Lenovo, Dell oder HP: Anfang 2021 baut Razer das zunächst beste Notebook fürs Büro. Wer hätte das gedacht? Wir nicht.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. True Wireless Razer bringt drahtlose Kopfhörer mit ANC für 210 Euro
  2. Razer Book 13 Laptop für Produktive
  3. Razer Ein Stuhl für Gamer - aber nicht für alle

Star Wars und Star Trek: Was The Mandalorian besser macht als Discovery
Star Wars und Star Trek
Was The Mandalorian besser macht als Discovery

Unabhängig von der Story und davon, ob man Star Trek oder Star Wars lieber mag - nach den jüngsten Staffeln wird deutlich: Discovery kann handwerklich nicht mit The Mandalorian mithalten. Achtung, Spoiler!
Ein IMHO von Tobias Költzsch

  1. Lucasfilm Games Ubisoft entwickelt Open World mit Star Wars
  2. Krieg der Sterne Star Wars spielt unter dem Logo von Lucasfilm Games
  3. Star Wars chronologisch Über 150 Stunden Krieg der Sterne

    •  /