Verkehrszeichenerkennung nicht perfekt

Immerhin ist uns auf der Testfahrt gelungen, der Spracherkennung nach mehreren Versuchen überhaupt ein Fahrtziel zu diktieren, ohne dass ein Fehler auftrat. In der Praxis dürften Nutzer das aber schnell aufgeben und lieber das Ziel per Hand eingeben. Sofern sie auf die VW-Navigation nicht ganz verzichten. Besser funktionieren hingegen einfache Befehle wie "Radio aus/ein" oder "Sitzheizung ein/aus".

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Nicht ganz zuverlässig ist auch die Verkehrszeichenerkennung von Volkswagen. Das gilt vor allem denn, wenn Tempolimits zwar erkannt werden, sich jedoch nicht auf die Fahrspur beziehen, die gerade genutzt wird. Das ist uns beispielsweise auf einer Ausfallstraße passiert, auf der plötzlich ein Tempolimit von 10 km/h erkannt wurde. In Verbindung mit der sogenannten vorausschauenden Geschwindigkeitsregelung kann dies dazu führen, dass die Geschwindigkeit des Fahrzeugs unerwartet reduziert wird, obwohl das in der Situation gar nicht erforderlich ist.

Diese Funktion dürfte mit dem Software-Update vermutlich nicht verbessert werden. Denn dazu wäre es beispielsweise erforderlich, die Position des ID.3 spurgenau zu orten, um auf Basis der hinterlegten Kartendaten das Tempolimit genauer bestimmen zu können.

Lenkassistent bei We Share nicht verfügbar

Anders als beim E-Golf können die We-Share-Nutzer beim ID.3 auch keinen Stauassistenten aktivieren. Denn das eingesetzte Modell der First Edition verfügt nicht über einen Lenkassistenten, sondern lediglich über einen Spurhalteassistenten, der das Verlassen der Spur verhindern soll. Dieser ist ab einer Geschwindigkeit von 55 km/h verfügbar. Der Abstandsregeltempomat und der Geschwindigkeitsbegrenzer funktionieren jedoch tadellos. Auch das Anfahren im Stau war kein Problem. Etwas fummelig ist hingegen das Umschalten zwischen beiden Funktionen im linken Bedienfeld des Lenkrades. Dazu muss man die Taste "Mode" drücken und dann auf der Taste hin und her wischen.

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Fummelig ist auch der Fahrstufenschalter rechts oben hinter dem Lenkrad. Dort lassen sich nicht nur die Fahrstufen, sondern zusätzlich noch eine stärkere Rekuperation einstellen. Beim E-Golf lässt sich die Rekuperation zwischen drei Stufen variieren. Für Personen, die vom Verbrenner auf Elektroauto umsteigen, ist der klassische Fahrstufenschalter des E-Golf in der Mittelkonsole vertrauter. Hier merkt man, dass der E-Golf im Gegensatz zum ID.3 nur ein umgebauter Verbrenner ist.

Kleines Kombiinstrument

Das fällt auch beim Kombiinstrument hinter dem Lenkrad auf. Das kleine Display (5,3 Zoll) beim ID.3 erinnert an den dasjenige des BMW i3. Das dreigeteilte LC-Farbdisplay ermöglicht nur sehr reduzierte Angaben. Der ADAC findet das "lobenswert, weil der Fahrer so nicht abgelenkt wird". Vermisst werden hingegen der Gesamtkilometerstand und der Tageskilometerzähler. Geschwindigkeit und Reichweite werden selbstverständlich angezeigt. Die Verkehrszeichenerkennung kann man nicht deaktivieren. Der Ladezustand in Prozent lässt sich dem Kombidisplay und Infotainmentsystem nirgendwo entlocken. Lediglich beim eigentlichen Ladevorgang wird der Stand angezeigt. Klassisch hingegen noch die Anzeige beim E-Golf, wo zwei Rundinstrumente für Ladezustand und Geschwindigkeit zu sehen sind. Auch lässt sich dort recht groß die Navigation einblenden.

Verzichten müssen We-Share-Fahrer beim ID.3 zudem auf die Rückfahrkamera. Diese ist in der eingesetzten Ausstattungslinie nicht enthalten, sondern steht beispielsweise in der Business-Version oder in der First Edition Plus zur Verfügung. Die eingeschränkte Sicht durch das schmale Heckfenster und die breite C-Säule machen das Rangieren nicht einfacher. Auch bei Spurwechseln und beim Beobachten des rückwärtigen Verkehrs auf der Autobahn macht sich das bemerkbar. Zudem gibt es in der We-Share-Version keinen Einparkassistenten. Das ist angesichts der wenig tauglichen Funktionen des Parkassistenten beim E-Golf allerdings verschmerzbar.

Zweifellos ermöglicht der ID.3 eine Fahrweise, die besser als der E-Golf die Vorteile des Elektroantriebs ausspielen kann.

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Denni 29. Dez 2020

.. eine große Wende bedeuten. Einmal sind dann Kinderkrankheiten gelöst, Software stimmt...

Gunni Lingus 28. Dez 2020

Wie Otto schon in den 70ern anmerkte: In den Modefarben Himmelbleu, Schiefergrö und lilö...

Yawgmoth 28. Dez 2020

Knöpfe spart so gut wie jeder Hersteller leider ein. Billig wirken die neuen VWs nicht...

hansblafoo 27. Dez 2020

Ist gut möglich. VW stand ja schon immer eher auf Touch beim Infotainment was ich als VW...



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