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Überraschend an der Livewire ist auch der Sound

Ein leichter Dreh am Stromgriff aus dem Handgelenk und die Livewire zieht ab. Bei der Kraftübertragung vom Motor an den Zahnriemen, der das Hinterrad antreibt, wird mechanisch ein Sound erzeugt, dessen Tonhöhe und Lautstärke mit zunehmender Geschwindigkeit ansteigt

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Es ist eine Mischung aus zischend und pfeifend, das akustisch die Beschleunigung wiedergibt. Unaufdringlich, leise, aber ungewohnt im Klang. Ein Sound aus und für die Zukunft. Steht die Maschine an der Ampel, pulst der Motor.

Das überrascht und man fragt sich sofort, ob etwas kaputt ist. "Mit dem pulsierenden Vibrieren vermitteln wir dem Fahrer auf diese, an klassische V2-Motoren erinnernde Weise sensorisch, dass die Maschine betriebsbereit ist", sagt Happ. Wenn man sich daran gewöhnt hat, mag das zutreffen.

Der Stromer hat sieben Fahrmodi. Vier davon sind Standard, drei individuell definierbar. Die Modi regeln elektronisch Fahrdynamik und Intensität der Eingriffe der Assistenten.

Mit jedem Modus werden mehrere Parameter auf einmal verstellt, etwa Motorleistung, Rekuperation und Traktion. Die Bedienung ist einfach, die Unterschiede spürbar. Der Road-Modus ist der ausgewogenste, weil "Sport" zu viel Energie schluckt und "Range" als Energie-Sparvariante den sportlichen Charakter beschränkt.

Harley-Davidson gibt für den Stadtverkehr eine Reichweite von 235 Kilometern an, auf dem Highway sollen 113 Kilometer möglich sein und kombiniert 152. Diese Angaben sind realistisch und haben sich im Testbetrieb bestätigt. Laden lässt sich die Livewire an verschiedenen Stationen mit unterschiedlicher Dauer.

Ladeanschluss, wo früher der Tankdeckel war

Unter dem Sattel wird ein Wechselstrom-Lader für die Haushaltssteckdose mitgeliefert. Bei einer Ladeleistung von 1,9 Kilowatt bei 8 Ampere ist der Akku über Nacht voll. Dort, wo früher der Tankdeckel war, ist an dem Motorrad der Ladeanschluss, auch für einen CCS-Stecker.

Die Livewire ermöglicht eine Gleichspannungsladung um 300 V mit maximal 80 Ampere, was ungefähr 24 kW bei vollständig entladenem Akku entspricht. Harley selbst rechnet mit Ladeleistungen von um die 20 kW. In diesem Schnelllademodus ist die Batterie in einer Stunde voll. "Um den Akku zu schonen, empfehlen wir, Schnelladen nur bei jeder vierten Akkufüllung", sagt Happ. Langsam laden schont die Batterie.

Ein elektronisches Lenkradschloss wäre schön gewesen

Was die Livewire kann, ist viel. Was ihr fehlt, ist wenig. Ein elektronisches Lenkradschloss wäre gut, anstatt des mechanischen Schlüssels. Keyless-Ride hat sie ohnehin. Und eine Parkbremse fehlt, schließlich gibt es kein Getriebe mehr, das mit eingelegtem Gang die Maschine am Berg hält.

Das Motorrad, das aussieht, als sei es aus einem Science-Fiction-Film, hat im Test überzeugt. Im Vergleich zur einzig echten Konkurrenz, der Zero SR/F, ebenfalls ein elektrischer Roadster aus den USA, ist die Livewire das emotionalere Motorrad. Ein echter Hingucker - das hat die Zero nicht geschafft.

Jedoch hat Zero als erster Anbieter von elektrischen Motorrädern die gesamte Motorradbranche vor sich hergetrieben. Ein Start-up, ähnlich Tesla, das bei E-Autos den Anfang machte. In beiden Fällen setzen nun auch die etablierten Hersteller zunehmend auf Elektroantriebe. Bei den Zweirädern ist das Harley-Davidson, die Company, von der man diese Innovation nicht erwartet hätte.

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 Harley-Davidson will mit der Livewire neue Zielgruppen anvisieren
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SanderK 13. Dez 2020 / Themenstart

Bin kein Motorradfahrer, leider, aber man muss nur Stromer, egal ob Auto oder Motorrad...

Random.User 12. Dez 2020 / Themenstart

Bist du in deinem Leben eigentlich schon mal Motorrad gefahren? Motorräder bremsen zu...

wupme 11. Dez 2020 / Themenstart

Haben die echt keins? Sogar mein Kymco Roller hat ein Lenkradschloss

Flasher 09. Dez 2020 / Themenstart

KTM hat die E-Ride Serie. Das sind zwar Motocross-Räder aber sie sind elektrisch.

theFiend 08. Dez 2020 / Themenstart

Den Rest um den Motor ham sie sicher wie immer, wie nen ollen Trecker zamgedengelt... nur...

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