Brüllende Motoren und Walgesänge aus der Konserve

Neu ist beim EQS die Möglichkeit, beim Fahren künstliche Motorgeräusche im Innenraum wiederzugeben. Diese nennen sich Silver Waves, Vivid Flux und Roaring Pulse. Solche Innengeräusche sind bei Elektroautos durchaus sinnvoll, vor allen bei kurvigen Fahrten im Gebirge, wenn häufig beschleunigt und verzögert werden muss. Das ist auf die Dauer magenschonend, da es den Körper akustisch unterstützt, die Beschleunigung wahrzunehmen.

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Während der Roaring Pulse PS-starke Verbrennermotoren simuliert, erinnern die Silver Waves eher an Walgesänge. Trotz der an sich guten Schalldämmung und -entkopplung macht sich beim 580 4Matic der Frontmotor im Geschwindigkeitsbereich von 50 bis 70 km/h bemerkbar. Ein absolut leises Fahrerlebnis liefert hingegen der 450+ mit seinem reinen Heckantrieb.

Zu schwer für gepanzerte Versionen

Zweifellos bringt Mercedes-Benz mit dem EQS ein wegweisendes Elektroauto auf dem Markt. Neben der Software mit Electric Intelligence und dem MBUX ist nun auch die Hardware mit großer Batterie und Reichweite sowie hoher Ladegeschwindigkeit konkurrenzfähig. Der Umstieg von der S-Klasse auf den EQS fällt leicht. Auch für diejenigen, die bislang mehrere 100 Kilometer am Tag mit ihrem Verbrenner unterwegs waren.

Schwierig dürfte es allerdings für manche Politiker sein, klimabewusst den Dienstwagen gegen einen EQS auszutauschen. Denn die erforderlichen Schutzklassen für Sonderfahrzeuge dürften das Fahrzeug viel zu schwer machen.

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Bisherige Argumente von Elektroauto-Gegnern, wonach die Fahrzeuge wegen kurzer Reichweite, langer Ladezeiten und umständlicher Bedienung nicht praxistauglich sind, werden geradezu pulverisiert. Allerdings hat das noch seinen Preis.

Mercedes bemüht sich um CO2-neutrale Produktion

Auf einem ganz anderen Blatt steht die Frage, ob solche Luxuslimousinen wie der EQS überhaupt einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Immerhin bezieht Mercedes die Batteriezellen nach eigenen Angaben aus CO2-neutraler Produktion und will die Batterien vom kommenden Jahr an im Werk Hedelfingen CO2-neutral herstellen. Bei den Bodenbelägen werde ein Garn aus regeneriertem Nylon verwendet. Ein Großteil der Lieferanten wolle künftig nur noch CO2-neutral produzieren.

Es bleibt daher zu hoffen, dass technisches Know-how für einen effizienteren Antrieb und eine günstigere Produktion auch die kleineren Fahrzeugklassen erschwinglicher und praxistauglicher macht. Die wahre Konkurrenz für die etablierten Hersteller ist schließlich nicht das Model S, sondern Teslas Model Y, das demnächst ausgerechnet in Deutschland hergestellt werden soll.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Mercedes-Benz an der Probefahrt in der Schweiz teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze von Mercedes-Benz übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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tribal-sunrise 01. Aug 2021 / Themenstart

Na ja, also den Diesel der bei 200km/h 1000km schafft will ich sehen

hansblafoo 28. Jul 2021 / Themenstart

Der Wikipedia-Artikel zu Siegfried Marcus ist recht interessant und widmet sich dem auch...

GeStörti 27. Jul 2021 / Themenstart

Kann mein nicht- Tesla auch. Allerdings drücke ich lieber kurz auf die Taste, bzw. drehe...

GeStörti 27. Jul 2021 / Themenstart

Wenn zu solch einer Veranstaltung geladen wird, dann möchte man die Leute für etwas...

xSureface 27. Jul 2021 / Themenstart

Teslas gibts bereits mit 1,6mio km auf dem Tacho. Und ja, ich vermute, dass die Akkus...

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