Mit zwei Ladestopps von Zürich nach Berlin

So berechnete der Bordcomputer für die knapp 850 km weite Strecke von Zürich nach Berlin nur zwei Ladestopps mit zusammen 42 Minuten an Ladezeit. Ob dies tatsächlich möglich ist, muss ein Praxistest zeigen. Ein Polestar 2 müsste laut Abetterrouteplanner.com auf der Strecke jedenfalls drei Mal an die Ladesäule fahren und 97 Minuten laden.

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Sehr gute Verbrauchswerte hat die Zeitschrift Auto Motor und Sport bereits auf einer Testfahrt von Berlin nach München ermittelt (Video). Demnach fährt der EQS auf der Autobahn "auch bei zügigerem Tempo locker über 600 Kilometer weit", lautete das Fazit. Der Verbrauch zwischen 16 und 17 kWh pro 100 km bei Tempo 130 sei ein "Wahnsinnswert". Im Winter dürfte der Verbrauch allerdings steigen.

Aufgrund der relativ kurzen Teststrecken war es auf unserer Probefahrt nicht möglich, die maximale Ladeleistung des EQS zu testen. Bei einem Akkustand von 69 Prozent lag die Leistung noch bei 123 kW. Dieser Wert entspricht ungefähr der Ladekurve, die bei Tests inzwischen ermittelt wurde.

Plug & Charge bei Ionity möglich

Obwohl Mercedes im Gegensatz zu Anbietern wie Porsche oder Hyundai noch auf eine Bordspannung von 400 statt 800 Volt setzt, kann der EQS wegen des geringen Verbrauchs in kurzer Zeit sehr viel Reichweite nachladen. Die durchschnittliche Ladeleistung zwischen 10 und 80 Prozent der Batteriekapazität soll bei 164 kW liegen. Das ist zwar weniger als beim Porsche Taycan, doch der Sportwagen braucht deutlich mehr Strom. Laut Mercedes kann der EQS 450+ innerhalb von 15 Minuten eine WLTP-Reichweite von bis zu 300 km nachladen, beim 580 4Matic sind es bis zu 280 km. Der Test von Auto Motor und Sport hat diese Angaben bestätigt.

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Praktisch ist dabei die Möglichkeit, per Plug & Charge die Ladesäulen ohne Autorisierung per App oder Ladekarte zu nutzen. Das ist derzeit nur bei Ionity möglich, hat an einer von uns genutzten Ladestation aber problemlos funktioniert. Ungefähr 30 Sekunden dauerte es, bis der Ladevorgang automatisch startete. Das geht mit App oder Karte zwar schneller, ist aber umständlicher. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen, dass der Ladevorgang tatsächlich automatisch startet und besser den Ladestart kontrollieren, bevor man zur Raststätte geht.

Komforttüren sind wirklich komfortabel

Gelungen und bequem sind hingegen die neuen Funktionen wie die Komforttüren und der Hyperscreen. Auch wenn es etwas dekadent klingen mag: Die automatischen Türen vermisst man schon nach dem ersten Tag. Einfach ins Auto setzen, kurz auf die Bremse treten und schon schließt die Fahrertür sanft wie von Geisterhand. Das ist einfach praktisch.

  • Der vollelektrische EQS ist das neue Vorzeigemodell von Mercedes-Benz und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit einer Reichweite von bis zu 780 km nach WLTP macht der EQS dem Tesla Model S Konkurrenz.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auf der Heckklappe befindet sich ein kleiner Spoiler.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Kühlergrill ist komplett geschlossen, um den Luftwiderstand zu senken.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der EQS zeichnet sich durch eine besonders aerodynamische Karosserie aus.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die großen Reifen und besondere Felgen sollen ebenfalls den Luftwiderstand reduzieren.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis ist der 141 cm breite Hyperscreen erhältlich.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Deckglass zieht sich über die komplette Breite des Innenraums.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Drei verschiedene Bildschirme verschmelzen zur einer optischen Einheit.   (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dem Beifahrer steht das gleiche Menü wie dem Fahrer auf dem Zentraldisplay zur Verfügung.
  • Auch für die Fahrgäste auf dem Rücksitz gibt es auf Wunsch eigene Monitore.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Kofferraum ist mit 610 Litern recht groß.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit umgeklappten Rücksitzen vergrößert sich das Volumen auf 1.770 Liter.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Da sich die Motorhaube nicht ohne Weiteres öffnen lässt, gibt es eine besondere Einfüllöffnung für die Scheibenwaschanlage.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit rund 200 Kilowatt lässt sich der EQS per Gleichstrom aufladen.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Grafik zeigt, wie weit man mit einer einzigen Ladung nach WLTP von Zürich aus kommen könnte.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Akku ist mit einer Kapazität von rund 108 Kilowattstunden ziemlich groß.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Zellen bezieht Mercedes vom chinesischen Hersteller CATL.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Antriebseinheit stammt von Valeo/Siemens. Der hintere Motor liefert 245 Kilowatt.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Serienmäßig gibt es eine Luftfederung mit kontinuierlicher Verstelldämpfung.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Routenplanung zeigt auch die erforderlichen Ladestopps an.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladestationen entlang der Route lassen sich nach Ladeleistung filtern.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Darstellung des Energieverbrauchs.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Reichweite lässt sich durch die gezielte Deaktivierung von Funktionen weiter erhöhen.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei einem Ladezustand von 69 Prozent lud der EQS immerhin noch mit 123 Kilowatt.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch auf der Testfahrt war an beiden Tagen sehr niedrig.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Je nach Fahrstil gibt der EQS eine Mindest- und eine Maximalreichweite an.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ein Novum sind die elektrischen Komforttüren, die sich automatisch bei der Annäherung des Fahrers öffnen können.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Türen lassen sich über das Display einzeln öffnen und schließen.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Drei verschiedene Geräusche für den Innenraum stehen zur Verfügung.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Die Türen lassen sich über das Display einzeln öffnen und schließen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Darüber hinaus lassen sich alle Türen über das zentrale Display öffnen und schließen. Eingebaute Ultraschallsensoren verhindern dabei, dass die Tür mit einem Objekt oder einer Person kollidiert. Ebenfalls verhindert das System, dass sich die Türen öffnen lassen, wenn sich von hinten ein Fahrradfahrer nähert. Kein Wunder, dass der EQS je nach Ausstattung inzwischen über bis zu 350 Sensoren verfügt.

Preise stehen noch nicht fest

Beim Aussteigen reicht ein kurzer Zug am Türgriff, um die Tür zu öffnen. Zum Schließen genügt es, der Tür einen leichten Klaps zu geben. Möglicherweise könnte der fällige Aufpreis einige Käufer von der Anschaffung der Komforttüren abschrecken. Die Preise stehen allerdings erst zur Verkaufsfreigabe in den kommenden Wochen fest. Ein Termin dafür gibt es immer noch nicht. Es soll aber noch "in diesem Sommer" der Fall sein. Ursprünglich war Mitte Juni geplant. Angeblich liegt der Einstiegspreis bei 100.000 Euro, allerdings nur für die Version mit 90 kWh-Akku.

Zudem zeigt sich erst in der Praxis, ob die Türen reparaturanfällig sind. Mercedes kann es sich aber kaum leisten, ein problematisches Produkt wie die Falcon-Wing-Türen von Tesla auf den Markt zu bringen. Ob die Komforttüren irgendwann so selbstverständlich wie elektrische Fensterheber werden, wird sich zeigen.

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 Kein Wettlauf um größere BeschleunigungHyperscreen überzeugt durch großes Zentraldisplay 
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vandango 25. Jan 2022

Aber nur wenn du einer der extrem seltenen Wallboxen hast. Die kannst aber auch nicht an...

hansblafoo 28. Jul 2021

Der Wikipedia-Artikel zu Siegfried Marcus ist recht interessant und widmet sich dem auch...

GeStörti 27. Jul 2021

Kann mein nicht- Tesla auch. Allerdings drücke ich lieber kurz auf die Taste, bzw. drehe...

GeStörti 27. Jul 2021

Wenn zu solch einer Veranstaltung geladen wird, dann möchte man die Leute für etwas...



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