Kein Wettlauf um größere Beschleunigung

Das erscheint nachvollziehbar. Denn Tesla wollte mit der Entwicklung des Model S zeigen, dass Elektromobilität nicht nur praxistauglich, sondern den Verbrennern in manchen Punkten sogar überlegen ist. Zudem sollten Teslas Innovationen wie der große Touchscreen in der Mitte, versenkbare Türgriffe oder der umstrittene Autopilot technikaffine Käufer anlocken. Für besonders sportliche Fahrer plant Mercedes künftig eine eigene elektrische AMG-Plattform. Für den EQS soll es eine Performance-Version mit bis zu 560 kW geben.

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In vielen Punkten ist der EQS dennoch eine direkte Antwort auf Tesla und dessen Model S und Model X. Dem großen Touchscreen setzt Mercedes den Hyperscreen entgegen. Selbst der Beifahrer erhält einen eigenen Bildschirm mit eingeschränkten Funktionen. Die versenkbaren Griffe hat Mercedes ebenfalls übernommen. Die Komforttüren können als Antwort auf die Flügeltüren des Model X gesehen werden.

Kein Alibi-Elektroauto

Der Fokus auf die große Reichweite macht deutlich: Mercedes will mit dem EQS kein Alibi-Elektroauto wie den EQC auf die Straße bringen. Dazu hat der Konzern seit 2016 die neue Plattform EVA entwickelt, auf deren Basis nun weitere SUV-Modelle folgen sollen. Zudem wurde der cw-Wert auf 0,20 gedrückt.

Doch wie realistisch ist die angekündigte Reichweite von bis zu 780 km nach dem Prüfzyklus WLTP, die beim EQC 450+ erreicht werden soll?

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Zugegeben: Während der zweitägigen Fahrveranstaltung in der Schweiz ließen sich tatsächliche Reichweiten wie bei längeren Fahrten auf der Autobahn nicht ermitteln. Das liegt unter anderem auch am Tempolimit von 120 km/h, das rigoros kontrolliert wird. Die gemessenen Verbräuche auf den Teststrecken waren auf jeden Fall beeindruckend niedrig.

Geringer Durchschnittsverbrauch

So verbrauchte der EQS 450+ auf der 173 km langen Strecke von Andermatt zum Zürichsee nur 15,2 kWh pro 100 km. Nach der Fahrt gab der Bordcomputer immer noch eine Reichweite von 467 km an, obwohl der Akku bei Fahrtbeginn nur zu 90 Prozent geladen war. Das sind beeindruckende Werte für eine Limousine mit 2,5 Tonnen Leergewicht.

  • Der vollelektrische EQS ist das neue Vorzeigemodell von Mercedes-Benz und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit einer Reichweite von bis zu 780 km nach WLTP macht der EQS dem Tesla Model S Konkurrenz.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auf der Heckklappe befindet sich ein kleiner Spoiler.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Kühlergrill ist komplett geschlossen, um den Luftwiderstand zu senken.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der EQS zeichnet sich durch eine besonders aerodynamische Karosserie aus.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die großen Reifen und besondere Felgen sollen ebenfalls den Luftwiderstand reduzieren.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis ist der 141 cm breite Hyperscreen erhältlich.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Deckglass zieht sich über die komplette Breite des Innenraums.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Drei verschiedene Bildschirme verschmelzen zur einer optischen Einheit.   (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dem Beifahrer steht das gleiche Menü wie dem Fahrer auf dem Zentraldisplay zur Verfügung.
  • Auch für die Fahrgäste auf dem Rücksitz gibt es auf Wunsch eigene Monitore.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Kofferraum ist mit 610 Litern recht groß.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit umgeklappten Rücksitzen vergrößert sich das Volumen auf 1.770 Liter.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Da sich die Motorhaube nicht ohne Weiteres öffnen lässt, gibt es eine besondere Einfüllöffnung für die Scheibenwaschanlage.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit rund 200 Kilowatt lässt sich der EQS per Gleichstrom aufladen.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Grafik zeigt, wie weit man mit einer einzigen Ladung nach WLTP von Zürich aus kommen könnte.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Akku ist mit einer Kapazität von rund 108 Kilowattstunden ziemlich groß.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Zellen bezieht Mercedes vom chinesischen Hersteller CATL.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Antriebseinheit stammt von Valeo/Siemens. Der hintere Motor liefert 245 Kilowatt.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Serienmäßig gibt es eine Luftfederung mit kontinuierlicher Verstelldämpfung.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Routenplanung zeigt auch die erforderlichen Ladestopps an.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladestationen entlang der Route lassen sich nach Ladeleistung filtern.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Darstellung des Energieverbrauchs.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Reichweite lässt sich durch die gezielte Deaktivierung von Funktionen weiter erhöhen.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei einem Ladezustand von 69 Prozent lud der EQS immerhin noch mit 123 Kilowatt.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch auf der Testfahrt war an beiden Tagen sehr niedrig.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Je nach Fahrstil gibt der EQS eine Mindest- und eine Maximalreichweite an.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ein Novum sind die elektrischen Komforttüren, die sich automatisch bei der Annäherung des Fahrers öffnen können.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Türen lassen sich über das Display einzeln öffnen und schließen.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Drei verschiedene Geräusche für den Innenraum stehen zur Verfügung.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der Verbrauch auf der Testfahrt war an beiden Tagen sehr niedrig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Dazu trugen allerdings der Höhenunterschied von 1.000 m und die geringe Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h bei. In umgekehrter Richtung benötigte der EQS 580 4Matic mit 21,5 kWh auf 100 km deutlich mehr Strom.

Mit solchen Verbrauchswerten sind auch längere Strecken ohne häufige Ladepausen zu bewältigen.

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 Probefahrt mit EQS: Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die KlimakriseMit zwei Ladestopps von Zürich nach Berlin 
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tribal-sunrise 01. Aug 2021 / Themenstart

Na ja, also den Diesel der bei 200km/h 1000km schafft will ich sehen

hansblafoo 28. Jul 2021 / Themenstart

Der Wikipedia-Artikel zu Siegfried Marcus ist recht interessant und widmet sich dem auch...

GeStörti 27. Jul 2021 / Themenstart

Kann mein nicht- Tesla auch. Allerdings drücke ich lieber kurz auf die Taste, bzw. drehe...

GeStörti 27. Jul 2021 / Themenstart

Wenn zu solch einer Veranstaltung geladen wird, dann möchte man die Leute für etwas...

xSureface 27. Jul 2021 / Themenstart

Teslas gibts bereits mit 1,6mio km auf dem Tacho. Und ja, ich vermute, dass die Akkus...

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