Tesla verlangt noch permanente Überwachung

Zuletzt hat der US-Elektroautohersteller für Aufsehen gesorgt, als er einigen Fahrern eine neue Software für "volles autonomes Fahren" (Full Self Driving, FSD) für Beta-Tests freigeschaltet hat. Diese Funktion könnte den übrigen Tesla-Fahrern gegen Ende dieses Jahres zur Verfügung stehen. Allerdings erfordert Teslas Autopilot weiterhin die permanente Überwachung des Verkehrs durch den Fahrer.

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Genau das ist beim hoch- und vollautomatisierten Fahren eigentlich nicht mehr der Fall. Rein rechtlich könnte Tesla vom kommenden Jahr an in Deutschland ebenfalls einen Staupiloten nach Stufe 3 freigeben. Allerdings könnte das Unternehmen dann auch zur Verantwortung gezogen werden, wenn das System versagt und es zu einem Unfall kommt. Ob und wann Tesla-Chef Elon Musk dieses Risiko eingehen möchte, ist derzeit unklar. Rechtlich wäre dies schon zum Jahreswechsel möglich.

Eingelassene Türgriffe und großes Zentraldisplay

Dabei gibt es durchaus Elemente an der neuen S-Klasse, die sich Mercedes von Tesla abgeschaut hat. Dazu zählen die eingelassenen Türgriffe (Aufpreis 1.200 Euro), die elektrisch ausfahren, wenn sich der Fahrer mit dem Schlüssel nähert oder über die Außenfläche des Türgriffs gestrichen wird. Ähnlich wie beim Model S gibt es nun ein großes Zentral-Display im Hochformat in der Mittelkonsole. Der berührungsempfindliche OLED-Bildschirm ist mit einer Diagonale von bis zu 12,8 Zoll erhältlich.

  • Mit zwei Knöpfen rechts und links am Lenkrad lässt sich der Drive Pilot starten.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auf dem Fahrerdisplay ist das vorausfahrende Fahrzeug mit einem A markiert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Über der Taste leuchtet ein kleines Feld türkis. Auch über dem Lenkrad ist eine türkisfarbene Anzeige. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mercedes-Benz setzt auf einen Laserscanner als zusätzliches Sensorprinzip. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der sogenannte Lidar kann auch im Dunklen entfernte Objekte erkennen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Schräg über dem Lidar befindet sich ein Fernbereichsradar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Zwei neuartige Sensoren hinter den Vorderrädern registrieren starke Nässe auf der Fahrbahn. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Eine Kamera in der Heckscheibe und Mikrofone sollen Blaulicht und Sondersignale von Einsatz­fahrzeugen erkennen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Unter dem Knubbel über der Heckscheibe verbirgt sich ein hochgenaues Positionierungssystem. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Positionierung ist deutlich genauer als bei üblichen GPS-Systemen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Fahrer wird mit Infrarotkameras überwacht, die sich im oberen Teil des Displays befinden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Head-up-Display enthält inzwischen viele Informationen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Freihanderkennung ist beim Staupilot künftig nicht mehr erforderlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Assistenzsysteme lassen sich im Fahrerdisplay visualisieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Zentraldisplay nutzt Augmented Reality zur besseren Navigation. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Das Zentraldisplay nutzt Augmented Reality zur besseren Navigation. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Dieser große Monitor wird beispielsweise genutzt, um an Kreuzungen das Kamerabild über die Navigationskarte zu legen. Das soll unter anderem dazu dienen, besser die Ampelsignale zu erkennen. Darüber hinaus hat Mercedes eine "Zielführung mit Augmented Reality" entwickelt. So können Fahrmanöverpfeile, Straßennamen und Hausnummern in die Anzeige eingeblendet werden. Auch für das Head-up-Display ist eine "erweiterte Realität" verfügbar. Dabei werden bei der Navigation beispielsweise animierte Abbiegepfeile "virtuell und passgenau über die Fahrbahn gelegt". Auf der Probefahrt schienen uns diese Funktion allerdings nicht besonders hilfreich.

3D-Anzeige im Fahrerdisplay

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Ebenfalls neu ist ein "3D-Modus mit räumlicher Szenenwahrnehmung" im Fahrerdisplay (Aufpreis 990 Euro). "Echte Tiefenwirkung wird mit Hilfe von Eye-Tracking erzielt, ohne dass eine spezielle 3D-Brille getragen werden muss", heißt es von Mercedes. Das ist mit Hilfe der beiden Infrarotkameras im Display möglich, die die Augenposition des Fahrers exakt bestimmen können. Inwieweit die 3D-Anzeige die Wahrnehmung der Display-Informationen verbessert, erschloss sich auf der Probefahrt nicht so richtig.

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Sinnvoll erscheinen hingegen mehrere Verbesserungen bei den Fahrassistenzsystemen. Wirklich gut funktioniert die neue kapazitive Freihanderkennung am Lenkrad. Eine leichte Berührung reicht aus, um die entsprechende Warnung zu deaktivieren. Ebenfalls nützlich ist die neue Darstellung der Fahrzeugumgebung im Fahrerdisplay. Dort werden ebenso wie beim Drive Pilot die erkannten Fahrspuren, Spurmarkierungen und anderen Verkehrsteilnehmer wie Pkw, Lkw und Motorräder dargestellt.

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 Was macht Mercedes anders als die Konkurrenz?Bessere Erkennung von Verkehrszeichen und Markierungen 
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katze_sonne 11. Nov 2020

Naaajaaa. Vernetztes Fahren und GPS ist schon ne andere Sache. Außerdem funktioniert...

katze_sonne 11. Nov 2020

Stimmt, ist schließlich genau dasselbe. Ein Infotainment-System, das man täglich nutzt...

alphasucht 30. Okt 2020

Alter Falter! Was man in diesem alles für B******t lesen muss. Hier leben anscheinend...

JackIsBlackV8 30. Okt 2020

Bei Audi gibt es sowas schon. Funktioniert allerdings nur in Städten, deren Ampeln...

JackIsBlackV8 30. Okt 2020

Bei Toyota zahlst du das auch mit. Hat halt den Nachteil, dass man solche Features nicht...



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