Der Elektroautomarkt im Preisbereich zwischen 30.000 und 35.000 Euro ist umkämpft – Hyundai, Kia, VW, Skoda und viele andere buhlen um Kunden, die für ein hochwertiges und in der Regel nicht zu kleines Elektroauto nicht allzu viel Geld ausgeben wollen. Mit dem B10 mischt nun auch der chinesische Hersteller Leapmotor im sogenannten C-Segment mit.
Der B10 kostet in der Grundversion Life Pro 29.900 Euro. Für eine erste anderthalbstündige Probefahrt stand Golem allerdings die Topversion Design Pro Max zur Verfügung. Sie kostet 33.900 Euro, bietet dafür aber Vollausstattung – und einen Komfort sowie technische Extras, die wir überraschend finden.
Vom Design her ist der B10 ein verkleinerter C10 – Leapmotors SUV im D-Segment. Zahlreiche Designelemente wie die Seitengestaltung, die versenkten Türgriffe oder auch die Heckklappe samt Spoiler sind gleich oder ähnlich. Es gibt aber auch Unterschiede, die uns gefallen: So wirkt die Front nicht mehr so bullig wie beim C10.
Design wirkt stimmiger als beim C10
Das liegt zum einen an der vorn leicht abgeflachten Motorhaube, zum anderen an den Lufteinlässen, die den B10 sportlicher als den C10 wirken lassen. Die Radkästen sind beim B10 rund, während sie beim C10 ganz leicht quadratisch sind. Der neue Look wirkt auf uns stimmiger. Der B10 hat insgesamt ein unauffälliges Design, das manche vielleicht als langweilig bezeichnen würden – uns gefällt die Schlichtheit.
Bild 1/38: Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/38: Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/38: Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/38: Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/38: Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/38: Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/38: Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/38: Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/38: Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/38: Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/38: Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/38: Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/38: Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/38: Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/38: Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/38: Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/38: Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/38: Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/38: Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/38: In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/38: Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/38: Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/38: Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/38: Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/38: Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/38: Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/38: Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/38: Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/38: Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/38: Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/38: Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/38: Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/38: Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/38: Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/38: Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Im Innenraum verfolgt Leapmotor mit dem B10 ein in gewisser Weise ähnliches Konzept wie beim C10, das sich aber in den Details stark unterscheidet. Der Innenraum ist schlicht und besteht aus preiswerten Materialien, die aber sehr gut verarbeitet sind. Stellen, die wir mit unseren Armen berühren, sind weich, unter den Knien findet sich ordentlich verarbeitetes Hartplastik – soweit alles wie beim C10.
Das Design innen wirkt aber etwas weniger gediegen als beim C10, was vor allem am Armaturenbrett liegt. Es hat fast schon industriell wirkende Balken und Löcher, die sich stark vom geradezu nordischen Understatement des C10 unterscheiden. Der B10 hat zudem deutlich erkennbare Klimadüsen, die auch dank Ambientebeleuchtung prominent aus dem Cockpit hervorragen.
Die Enden der Armlehnen sind freischwebend, was den Look zusammen mit den verschiedenen Paneelen der Türverkleidung auflockert. Dazu kommen kleine Details bei den Ziernähten – insgesamt ein wirklich interessant gemachter und hochwertig wirkender Innenraum.