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Probefahrt Leapmotor B10: Leapmotor liefert den nächsten Preis-Leistungs-Kracher

Mit dem B10 greift Leapmotor die verkaufsstarke Mittelklasse an – und das mit einem verblüffenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
/ Tobias Költzsch
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Der Leapmotor B10 ist ein Mini-SUV. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Leapmotor B10 ist ein Mini-SUV. Bild: Tobias Költzsch/Golem
Inhalt
  1. Probefahrt Leapmotor B10: Leapmotor liefert den nächsten Preis-Leistungs-Kracher
  2. Leapmotor setzt weiter auf die Schlüsselkarte
  3. Sportmodus bringt merkbar mehr Beschleunigung
  4. Navigationssystem mit guten Streckenansagen, aber auch Fehlern
  5. Leapmotor B10: Verfügbarkeit und Fazit

Der Elektroautomarkt im Preisbereich zwischen 30.000 und 35.000 Euro ist umkämpft – Hyundai, Kia, VW, Skoda und viele andere buhlen um Kunden, die für ein hochwertiges und in der Regel nicht zu kleines Elektroauto nicht allzu viel Geld ausgeben wollen. Mit dem B10 mischt nun auch der chinesische Hersteller Leapmotor im sogenannten C-Segment mit.

Der B10 kostet in der Grundversion Life Pro 29.900 Euro. Für eine erste anderthalbstündige Probefahrt stand Golem allerdings die Topversion Design Pro Max zur Verfügung. Sie kostet 33.900 Euro, bietet dafür aber Vollausstattung – und einen Komfort sowie technische Extras, die wir überraschend finden.

Vom Design her ist der B10 ein verkleinerter C10 – Leapmotors SUV im D-Segment. Zahlreiche Designelemente wie die Seitengestaltung, die versenkten Türgriffe oder auch die Heckklappe samt Spoiler sind gleich oder ähnlich. Es gibt aber auch Unterschiede, die uns gefallen: So wirkt die Front nicht mehr so bullig wie beim C10.

Design wirkt stimmiger als beim C10

Das liegt zum einen an der vorn leicht abgeflachten Motorhaube, zum anderen an den Lufteinlässen, die den B10 sportlicher als den C10 wirken lassen. Die Radkästen sind beim B10 rund, während sie beim C10 ganz leicht quadratisch sind. Der neue Look wirkt auf uns stimmiger. Der B10 hat insgesamt ein unauffälliges Design, das manche vielleicht als langweilig bezeichnen würden – uns gefällt die Schlichtheit.

Im Innenraum verfolgt Leapmotor mit dem B10 ein in gewisser Weise ähnliches Konzept wie beim C10, das sich aber in den Details stark unterscheidet. Der Innenraum ist schlicht und besteht aus preiswerten Materialien, die aber sehr gut verarbeitet sind. Stellen, die wir mit unseren Armen berühren, sind weich, unter den Knien findet sich ordentlich verarbeitetes Hartplastik – soweit alles wie beim C10.

Das Design innen wirkt aber etwas weniger gediegen als beim C10, was vor allem am Armaturenbrett liegt. Es hat fast schon industriell wirkende Balken und Löcher, die sich stark vom geradezu nordischen Understatement des C10 unterscheiden. Der B10 hat zudem deutlich erkennbare Klimadüsen, die auch dank Ambientebeleuchtung prominent aus dem Cockpit hervorragen.

Die Enden der Armlehnen sind freischwebend, was den Look zusammen mit den verschiedenen Paneelen der Türverkleidung auflockert. Dazu kommen kleine Details bei den Ziernähten – insgesamt ein wirklich interessant gemachter und hochwertig wirkender Innenraum.


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