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Sportmodus bringt merkbar mehr Beschleunigung

Im Sportmodus beschleunigt der B10 wesentlich knackiger, das Strompedal reagiert entsprechend merklich empfindlicher. Im Komfortmodus bewegt sich der Wagen deutlich entspannter vom Fleck weg, der Standardmodus ist eine Mischung aus den beiden anderen Modi. Die Lenkung ist im Komfortmodus sehr großzügig, während sie im Sportmodus auf kleinere Lenkbewegungen reagiert. Wir fanden den Standardmodus in der Stadt sehr angenehm, auf der Autobahn hingegen den Sportmodus.

Um die Modi nicht während der Fahrt über das Einstellungsmenü ändern zu müssen, können Nutzer sich die Funktion wieder auf einen programmierbaren Button auf dem Lenkrad legen. Die Knöpfe des Lenkrads sind wie beim C10, das Lenkrad selbst gefällt uns besser – es wirkt weniger klobig.

Der B10 hat in allen drei verfügbaren Varianten eine Motorleistung von 160 kW (217 PS). Er kommt laut Hersteller bei einem Gewicht von 1.780 kg in acht Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 170 km/h abgeregelt. Schon im Standardmodus kommt man mit dem B10 gut los, auch auf der Autobahn macht der Wagen einen guten Eindruck.

B10 liegt gut auf der Straße

Das liegt auch daran, dass der B10 während unserer Testfahrt im Großraum Frankfurt gut auf der Straße lag – auch bei höheren Geschwindigkeiten. Starke, ruckartige Lenkbewegungen bringen den Wagen bauartbedingt zwar etwas zum Schwanken, unsicher fühlte sich das aber nie an. Sportlich fährt sich der B10 nicht, das überrascht aber bei einem SUV nicht.

Die Lautstärkeentwicklung bei höheren Geschwindigkeiten hat sich während unserer kurzen Ausflüge jenseits der 140 km/h unauffällig verhalten: Es gibt Wind- und Fahrgeräusche, störend oder besonders laut finden wir sie aber nicht. Auch die Reifengeräusche finden wir unauffällig. Die Federung des B10 ist überraschend komfortabel und schluckt Unebenheiten besser, als wir angesichts des Preises des Fahrzeugs vermutet hätten.

Der B10 hat einen Lenkassistenten, der sich bis zu einer Geschwindigkeit von 150 km/h verwenden lässt – und gut funktioniert. Wie beim C10 wird er über den Gangwahlhebel aktiviert: Fahrer müssen bei der gewünschten Geschwindigkeit einfach den Hebel zweimal nach unten ziehen, dann übernimmt der Assistent.

Dann werden wir gut in der Spur gehalten, das Tempo wird dem Verkehr angepasst. Den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug können wir wie beim C10 über Buttons am Lenkrad steuern, ebenso die Geschwindigkeit. Neue Tempolimits erkennt das System, wir können dann über einen weiteren Zug am Gangwahlhebel nach unten die neue Geschwindigkeit einstellen.

Lenkassistent schlägt sich gut in Kurven

Kurven meistert der Lenkassistent gut, an einer Baustelle konnten wir ihn nicht ausprobieren. Auf ein einscherendes Fahrzeug reagiert der Assistent mit rechtzeitigem Bremsen. Es ist auch möglich, den adaptiven Tempomaten ohne den Lenkassistenten zu verwenden – für diejenigen, die lieber selbst steuern, aber nicht das Tempo selbst halten möchten.


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