Im Sportmodus beschleunigt der B10 wesentlich knackiger, das Strompedal reagiert entsprechend merklich empfindlicher. Im Komfortmodus bewegt sich der Wagen deutlich entspannter vom Fleck weg, der Standardmodus ist eine Mischung aus den beiden anderen Modi. Die Lenkung ist im Komfortmodus sehr großzügig, während sie im Sportmodus auf kleinere Lenkbewegungen reagiert. Wir fanden den Standardmodus in der Stadt sehr angenehm, auf der Autobahn hingegen den Sportmodus.
Um die Modi nicht während der Fahrt über das Einstellungsmenü ändern zu müssen, können Nutzer sich die Funktion wieder auf einen programmierbaren Button auf dem Lenkrad legen. Die Knöpfe des Lenkrads sind wie beim C10, das Lenkrad selbst gefällt uns besser – es wirkt weniger klobig.
Der B10 hat in allen drei verfügbaren Varianten eine Motorleistung von 160 kW (217 PS). Er kommt laut Hersteller bei einem Gewicht von 1.780 kg in acht Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 170 km/h abgeregelt. Schon im Standardmodus kommt man mit dem B10 gut los, auch auf der Autobahn macht der Wagen einen guten Eindruck.
B10 liegt gut auf der Straße
Das liegt auch daran, dass der B10 während unserer Testfahrt im Großraum Frankfurt gut auf der Straße lag – auch bei höheren Geschwindigkeiten. Starke, ruckartige Lenkbewegungen bringen den Wagen bauartbedingt zwar etwas zum Schwanken, unsicher fühlte sich das aber nie an. Sportlich fährt sich der B10 nicht, das überrascht aber bei einem SUV nicht.
Bild 1/38: Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/38: Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/38: Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/38: Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/38: Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/38: Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/38: Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/38: Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/38: Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/38: Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/38: Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/38: Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/38: Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/38: Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/38: Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/38: Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/38: Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/38: Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/38: Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/38: In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/38: Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/38: Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/38: Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/38: Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/38: Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/38: Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/38: Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/38: Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/38: Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/38: Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/38: Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/38: Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/38: Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/38: Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/38: Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Lautstärkeentwicklung bei höheren Geschwindigkeiten hat sich während unserer kurzen Ausflüge jenseits der 140 km/h unauffällig verhalten: Es gibt Wind- und Fahrgeräusche, störend oder besonders laut finden wir sie aber nicht. Auch die Reifengeräusche finden wir unauffällig. Die Federung des B10 ist überraschend komfortabel und schluckt Unebenheiten besser, als wir angesichts des Preises des Fahrzeugs vermutet hätten.
Der B10 hat einen Lenkassistenten, der sich bis zu einer Geschwindigkeit von 150 km/h verwenden lässt – und gut funktioniert. Wie beim C10 wird er über den Gangwahlhebel aktiviert: Fahrer müssen bei der gewünschten Geschwindigkeit einfach den Hebel zweimal nach unten ziehen, dann übernimmt der Assistent.
Dann werden wir gut in der Spur gehalten, das Tempo wird dem Verkehr angepasst. Den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug können wir wie beim C10 über Buttons am Lenkrad steuern, ebenso die Geschwindigkeit. Neue Tempolimits erkennt das System, wir können dann über einen weiteren Zug am Gangwahlhebel nach unten die neue Geschwindigkeit einstellen.
Lenkassistent schlägt sich gut in Kurven
Kurven meistert der Lenkassistent gut, an einer Baustelle konnten wir ihn nicht ausprobieren. Auf ein einscherendes Fahrzeug reagiert der Assistent mit rechtzeitigem Bremsen. Es ist auch möglich, den adaptiven Tempomaten ohne den Lenkassistenten zu verwenden – für diejenigen, die lieber selbst steuern, aber nicht das Tempo selbst halten möchten.