Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Erster Eindruck beim Verbrauch ist gut

Wie bei seinen anderen Modellen verwendet Leapmotor auch beim B05 eine Karte anstelle eines klassischen Schlüssels. Um den Wagen nicht jedes Mal mit der Karte aufsperren zu müssen, können Nutzer über die App einen Bluetooth-Schlüssel anlegen. Das konnte ich während meines kurzen Tests nicht ausprobieren. Zum Starten des Wagens muss die Schlüsselkarte kurz an die Ladeschale in der Mittelkonsole gehalten werden.

Zum Verbrauch kann ich noch keine verlässlichen Angaben machen – dafür war die Testfahrt zu kurz. Zudem bin ich nur kurz in der Stadt und auf der Autobahn gefahren, der überwiegende Teil der Strecke verlief auf Landstraßen. Den Verbrauch hat das System dabei mit 13,6 kWh angegeben, was bei Umgebungstemperaturen zwischen 22 und 25° C ein ziemlich guter Wert ist. Genaueres kann ich aber erst nach einem umfangreicheren Test sagen.

Das gilt auch für die Schnellladeleistung, die Leapmotor bei der Version mit kleinem Akku mit 140 kW angibt und bei der mit größerem Akku mit 169 kW. Die Ladedauer von 10 auf 80 Prozent gibt Leapmotor jeweils mit 20 bzw. 24 Minuten an, was ich in einem ausführlichen Test noch überprüfen muss. Beim C10 war das Ladeverhalten sehr gut, beim B10 hatte ich im Winter Probleme. Der AC-Lader hat bei beiden Modellen eine Leistung von 11 kW.

Fazit

Der Leapmotor B05 hat(öffnet im neuen Fenster) – wie die anderen Modelle des chinesischen Herstellers mit Stellantis-Connection auch – einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Insbesondere beim Außendesign punktet der Wagen bei mir, vor allem im Vergleich zu den SUV-Kästen aus Leapmotors restlichem Portfolio (der Kleinstwagen T03 sei einmal ausgenommen).

Die Straßenlage des B05 ist gut, aber etwas härter als beim B10 oder C10. Dadurch schluckt der Wagen Schlaglöcher nicht so gut, macht aber mehr Spaß beim Fahren. Wie bei seinen anderen Modellen bietet Leapmotor auch beim B05 wieder eine Menge Extras fürs Geld.

Die Preise liegen deutlich unter denen der Konkurrenz: Die Einstiegsversion mit 56,2-kWh-Akku kostet 27.900 Euro, die von mir gefahrene Variante mit 67,1-kWh-Akku kostet 31.900 Euro. Zusatzkosten entstehen nur, wenn Käufer eine andere Farbe wünschen. Technisch sind die beiden Versionen bis auf die Akkugröße identisch, Unterschiede bestehen ansonsten nur in der Komfortausstattung.

Zum Vergleich: Der ID.3 kostet in der preiswertesten Variante mit 50-kWh-Akku und einer geringeren Motorleistung von 125 kW mindestens 33.995 Euro. Dabei sind die vielen Extras des B05 nicht inkludiert. Der Kia EV4 kostet in der preiswertesten Version mit 58,3-kWh-Akku mindestens 37.590 Euro. Darin sind mehr Extras enthalten als beim ID.3, aber nicht so viele wie beim B05, der mit größerem Akku immer noch weniger kostet.

In der Vergangenheit zeigten Leapmotor-Fahrzeuge im ausführlichen Test mitunter Schwächen bei der Software. Ob das auch beim B05 der Fall sein wird, wird sich zeigen – im ersten Eindruck sollte die Konkurrenz den Wagen angesichts des Preis-Leistungs-Verhältnisses durchaus fürchten.


Relevante Themen