Probefahrt im C 400 4Matic: Ein Kandidat für das klassische Mercedes-Taxi
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Wenn ein Hersteller viele ähnliche Modelle innerhalb kurzer Zeit vorstellt, verschwimmen am Ende die Unterschiede. Seit der Präsentation des CLA im Juli 2025 folgten etliche weitere Elektroautos von Mercedes, die in Sachen Antrieb und Software viele Gemeinsamkeiten haben. Die im vergangenen März vorgestellte C-Klasse ist auf jeden Fall die sportlichste Version der neuen Modelle, wie eine erste Probefahrt gezeigt hat.
Laut Mercedes ist die Elektroversion sogar die "sportlichste C-Klasse aller Zeiten". Wobei man mit der C-Klasse eher Fahrer verbindet, die zwar einen Mercedes steuern wollen, aber keinen ausgeprägten Wert auf Sportlichkeit legen. Allerdings bot AMG bereits einen C 63 S(öffnet im neuen Fenster) mit einer Leistung von 375 kW (510 PS) an, der in 3,9 Sekunden von null auf 100 km/h sprintete.
Der von uns getestete C 400 4Matic kann es mit diesem Vier-Liter-V8-Motor durchaus aufnehmen. Man muss nicht einmal in den Sportmodus wechseln, um von den 360 kW fast schon unangenehm in den Sitz gedrückt zu werden. Die Leistung wird noch brachialer als bei der SUV-Version GLC (Probefahrt) auf die Straße gebracht. In vier Sekunden beschleunigt die Limousine aus dem Stand auf 100 km/h.
Die beiden Teststrecken führten vom Mercedes-Werk Sindelfingen aus in Richtung Schwarzwald beziehungsweise Schwäbische Alb. Das war nicht so kurvenreich wie die Strecken an der portugiesischen Algarve, die wir mit dem GLC gefahren sind. Leider, muss man sagen. Denn die wenigen Serpentinen machten mit dem C 400 Spaß. Vor allem, wenn es bergauf geht.
Deutlich weniger Luftwiderstand als der GLC
Die Testwagen verfügten über die optionale Luftfederung mit Hinterachslenkung. Sie bügelt Unebenheiten auf der Fahrbahn schnörkellos weg. Über die Cloud werden sogar Schlaglöcher an eine interne Datenbank gemeldet, die die Info an die übrigen vernetzten Mercedes-Fahrzeuge verteilt. Dann weiß das Auto schon vorab, wo es die Dämpfung anpassen soll. Das funktioniert mit dem serienmäßigen Stahlfahrwerk natürlich nicht.
Verglichen mit dem GLC ist die Limousine deutlich aerodynamischer. Der cw-Wert des C 400 liegt bei 0,22, während das SUV auf 0,26 kommt. Zudem ist die Stirnfläche der Limousine mit 2,41 qm kleiner als beim GLC mit 2,63 qm. Damit ist der Strömungswiderstand um 22 Prozent niedriger, was vor allem bei höheren Geschwindigkeiten den Verbrauch reduziert.
Gute 500 km Reichweite auf der Autobahn
Auf der 94 km langen Teststrecke in Richtung Schwarzwald lag der Verbrauch bei 16,1 Kilowattstunden (kWh) pro 100 km. Die Durchschnittsgeschwindigkeit war auf den Landstraßen mit 41 km/h nicht sehr hoch. Die Außentemperatur lag bei 25° C. Auf der 103 km langen Strecke in Richtung Schwäbische Alb war der Verbrauch mit 14,1 kWh auf 100 km etwas niedriger. Dabei lag das Durchschnittstempo mit 50 km/h wegen kurzer Autobahnabschnitte sogar etwas höher.
Bei einer Akkugröße von nutzbaren 94 kWh bedeutet das eine Reichweite zwischen 590 und 670 km, auf der Autobahn dürften es vermutlich noch 500 km sein. Laut WLTP kommt der C 400 sogar bis zu 756 km weit. Das Blog Jesmb errechnete(öffnet im neuen Fenster) für den geplanten Hecktriebler C 300+ bei konstanten 130 km/h eine Reichweite von 542 km.
Aufgrund der kurzen Strecken war der Akku noch so voll, dass keine hohe Ladeleistung erreicht werden konnte.
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