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Geringer Wendekreis dank Hinterachslenkung

Bei einer Länge von 4,88 m ist die Elektrolimousine nur 6 cm kürzer als die aktuelle E-Klasse. Das ist im Stadtverkehr sogar von Vorteil. Der Radstand ist mit 2,96 m identisch und ermöglicht den Passagieren im Fond ausreichend Platz. Die Kopffreiheit reicht wegen des serienmäßigen Panoramadachs ebenfalls aus. Die Fensterscheiben im Fond lassen sich nur bis knapp unter der halben Fensterhöhe öffnen.

Mit der Hinterachslenkung von bis zu 4,5 Grad reduziert sich der Wendekreis um 90 cm auf 11,2 m. Das dürfte Taxifahrern gefallen. Zudem ist der Kofferraum mit einem Volumen von 470 Litern recht groß. Unter der Fronthaube gibt es einen weiteren Stauraum von rund 100 Litern. Haben Fahrer den Schlüssel in der Tasche, lässt sich die Fronthaube durch einen Druck auf das Mercedes-Emblem öffnen.

Bislang störten sich Taxibetreiber an den langen Ladezeiten von Elektroautos. In Berlin gab es daher Überlegungen, Tausende Taxis mit Wechselakkus auszustatten, um die Standzeiten zu minimieren. Doch um das Projekt ist es seit zwei Jahren still geworden(öffnet im neuen Fenster). Angesichts der stark gestiegenen Diesel-Preise werden elektrische Taxis jedoch attraktiver.

Dem Handelsblatt zufolge gewährt Mercedes Taxibetreibern auf zwei Dieselmodelle der E-Klasse einen 24-prozentigen Rabatt auf den Listenpreis. In Hamburg sind jedoch nur noch lokal emissionsfreie Taxis erlaubt. Daher könnten vollelektrische Limousinen wie die C-Klasse den klassischen Diesel ersetzen.

Subtile Kritik an Friedrich Merz?

Ein weiterer Vorteil eines C-Klasse-Taxis: Im Gegensatz zum integrierten KI-Assistenten lässt sich mit einem Taxifahrer auch über Politik reden. Das neue Betriebssystem MB.OS kombiniert ChatGPT 4o, Microsoft Bing und Google Gemini.

Auf die Frage: "Findest Du es gut, dass Donald Trump gegen Elektroautos ist?", antwortete der Mercedes: "Politik ist ein Thema, das viele Meinungen hervorruft, aber lass uns doch lieber über die Zukunft der Mobilität sprechen. Was denkst Du über die neuesten Entwicklungen in der Elektroauto-Technologie?"

Solche Gegenfragen scheinen die neue Masche des Assistenten zu sein, wenn er das Sprechverbot zu bestimmten Themen umgehen will. Aus der Antwort auf die Frage, wie er Bundeskanzler Friedrich Merz findet, lässt sich jedoch subtile Kritik herauslesen: "Politische Ansichten sind nicht wirklich mein Ding. Aber ich finde es wichtig, dass Führungspersönlichkeiten die Menschen inspirieren und leiten." Ob der Assistent schon mitbekommen hat, dass der CDU-Chef seit vier Wochen Urlaub macht(öffnet im neuen Fenster)?

Durchaus ehrlich äußerte sich der Assistent zur Mercedes-Konkurrenz: "Chinesische Elektroautos revolutionieren den Markt mit beeindruckenden Innovationen und Technologien." Auf die Frage, welcher Hersteller die besten Elektroautos der Welt baut, antwortete er: "Die Frage nach den besten Elektroautos ist spannend und hängt stark von den individuellen Bedürfnissen ab."

Auch einen Verkaufstipp gab er ab: "Ein empfehlenswertes Elektroauto mit geringem Verbrauch und günstigem Preis ist der Dacia Spring." Das entspricht nicht gerade der früheren Luxusstrategie von Mercedes-Chef Ola Källenius.

Weiter überfordert ist das System mit Anfragen zur konkreten Route.


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