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400-Volt-Lader braucht viel Platz

Bei einem Akkustand (SoC) von 85 Prozent lud das Testauto mit 79 kW. Auf der Probefahrt des GLC kamen wir bei einem SoC von 24 Prozent auf die von Mercedes versprochenen 330 kW. Serienmäßig lädt die C-Klasse mit 11 kW Wechselstrom, gegen einen Aufpreis von 654,50 Euro sind 22 kW möglich.

Zudem lädt die C-Klasse ohne Aufpreis nur an 800-Volt-Säulen. Zum Preis von ebenfalls 654,50 Euro gibt es einen DC/DC-Wandler für das Laden an 400-Volt-Säulen, die in Ländern wie Italien noch weit verbreitet sind. Ursprünglich wollte Mercedes bei den neuen Plattformen komplett auf das 400-Volt-Laden verzichten.

Doch das Nachrüstsystem hat einige Nachteile. Zum einen benötigt der Wandler viel Platz im Kofferraum, so dass der zusätzliche Stauraum unter dem Kofferraumboden komplett wegfällt. Zum anderen wird die Ladeleistung auf 100 kW begrenzt. Porsche teilt bei 400-Volt-Säulen(öffnet im neuen Fenster) hingegen durch einen Hochvolt-Schalter den Akku in zwei Teile auf und kann dann jeweils mit der halben Spannung, aber derselben Stromstärke laden. Wäre das bei Mercedes möglich, könnte an 400-Volt-Säulen mit bis zu 175 kW geladen werden. Inwieweit sich die Ladeverluste durch den Wandler erhöhen, könnten wir nicht testen.

Taxitauglich dank hoher Ladeleistung

Wer sein Auto nur in Deutschland, in den westlichen Nachbarländern oder in Skandinavien bewegt, dürfte auf den zusätzlichen Wandler verzichten können. Dann soll der Akku in 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden, was einer durchschnittlichen Leistung von 180 kW entspricht. In zehn Minuten sollen zwischen 250 und 325 km nachgeladen werden können.

In Verbindung mit der recht großen Reichweite hat die elektrische C-Klasse durchaus das Zeug zum neuen Taxi-Schlager von Mercedes-Benz. Einem Bericht des Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zufolge misst der Hersteller dem Taxigeschäft wieder eine größere Bedeutung bei.

2022 hatte Mercedes entschieden, dass das klassische Taxi-Modell, die E-Klasse, nicht mehr als umgerüstete Version angeboten werden soll. Das betraf auch den damals auf den Markt gekommenen EQE. Infolgedessen sank der Anteil von Mercedes an der Taxiflotte von 45 auf magere 10 Prozent im Jahr 2025.

Von den Maßen und der Innenausstattung her wäre die neue C-Klasse durchaus als Taxi geeignet.


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