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Probefahrt im BMW iX3: Kein Elektroauto für Kurzsichtige

Mit dem iX3 startet BMW in eine neue Ära. Auf der Probefahrt auf öffentlichen Straßen zeigen sich viele Vorteile – und noch einige Schwächen des Elektro -SUV.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Friedhelm Greis
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Der iX3 ist das erste BMW-Modell der "Neuen Klasse". (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Der iX3 ist das erste BMW-Modell der "Neuen Klasse". Bild: Friedhelm Greis/Golem
Inhalt
  1. Probefahrt im BMW iX3: Kein Elektroauto für Kurzsichtige
  2. Aufpreispflichtiges Head-up-Display ist verzichtbar
  3. System erkennt Unaufmerksamkeit, wo keine ist
  4. Ein Auto, das selbst gefahren werden will
  5. Direkterer Kontakt zur Straße
  6. Ein großer Schritt nach vorne

Es hat wohl selten ein Elektroauto gegeben, über dessen Entwicklung Golem so ausführlich berichtet hat. Angefangen bei der Studie iVision Dee mit der Panoramaleiste über die neue E/E-Architektur bis hin zum Fahrdynamikcontroller Heart of Joy. Nun lassen sich die einzelnen Komponenten im fertigen Fahrzeug auf der Straße im Zusammenspiel testen – was bis auf kleine Ausnahmen erstaunlich gut funktioniert.

Für die Probefahrten lud BMW drei Tage lang an die südspanische Costa del Sol. Dort gibt es nicht nur sehr kurvige und enge Straßen ins Gebirge, sondern auch die private Rennstrecke Ascari(öffnet im neuen Fenster) . Während sich auf dem 5,4 km langen Parcours die Fahrdynamik in Extremsituationen testen ließ, musste der iX3 auf den Bergstrecken und der Autobahn zwischen Marbella und Gibraltar seine Alltagstauglichkeit beweisen.

Da an dem Auto, wie BMW es postulierte , alles neu ist, ist es selbst an drei Tagen kaum möglich, sämtliche Funktionen und Fahrsituationen auszuprobieren. Das betrifft beispielsweise die angegebene Ladeleistung von bis zu 400 kW. Da der Ladestand während der Testfahrten nie unter 70 Prozent sank, wäre die maximale Ladeleistung ohnehin nicht erreicht worden.

Wie gut ist die neue Panoramaleiste?

Wir konzentrierten uns bei dem Test daher auf die Fahrdynamik, die Assistenzsysteme, den Verbrauch sowie auf das Infotainmentsystem mit der Panoramaleiste unter der Windschutzscheibe. Letztere dürfte für viele traditionelle BMW-Fahrer die größte Änderung darstellen, da sie mit dem Verzicht auf die gewohnte Tachoanzeige und den iDrive-Controller einhergeht.

BMW iX3 Probe gefahren
BMW iX3 Probe gefahren (06:06)

Doch nach den Probefahrten lässt sich Entwarnung geben: Die neue Infoleiste kann je nach Einstellung eine Fülle an Informationen liefern und ist gut positioniert. Fahrer müssen den Blick nur leicht nach unten senken und können das Fahrgeschehen weiterhin aus dem Augenwinkel verfolgen. Eine tief stehende Sonne beeinträchtigt die Wahrnehmung nicht. Zudem kann das Lenkrad nicht die Anzeige verdecken.

Die einzelnen Elemente auf dem 1,1 m langen und 5 cm hohen indirekten Display lassen sich im Infotainmentsystem nach Belieben ändern und auf die beiden Segmente in der Mitte und der Beifahrerseite verteilen. Das geht recht schnell und intuitiv. Zudem gibt es im rechten Bedienfeld des Lenkrades eine Taste, mit der sich vordefinierte Inhalte wie Fahrtdaten oder Fahrdynamikwerte direkt aufrufen lassen. Über eine weitere Taste werden Medieninhalte aufgelistet. Einzelne Musikstücke oder Sender lassen sich dann über die Steuertasten am Lenkrad durchscrollen und aufrufen.

Routinen für automatischen Start von Funktionen

Das alles funktioniert flüssig und in gut lesbarer Darstellung. Es ist während der Fahrt daher selten erforderlich, am Zentralbildschirm noch Einstellungen vorzunehmen oder Inhalte aufzurufen. Das macht den iDrive-Controller in der Tat verzichtbar. Lediglich die Klimatisierung muss über das Touchdisplay bedient werden. Das ist jedoch auch über die Sprachsteuerung möglich.

Ebenfalls auf dem Zentralbildschirm befindet sich ganz links ein kleines Symbol, um den Geschwindigkeitswarner für die jeweilige Fahrt auszuschalten. Wer auf die bisweilen nervigen Warnhinweise verzichten will, kann sich diesen Handgriff jedoch sparen. Im Menü lassen sich Routinen eingeben, um Funktionen bei Fahrtantritt automatisch zu starten.

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Dazu gehören neben dem Abschalten des Tempolimitwarners bislang nur das Einschalten des Personal Mode, der Sitz- und Lenkradheizung sowie der Defrost-Funktion. Möglicherweise wird diese Liste noch erweitert. Wichtig ist dabei, den Start der Routine mit einem OK zu quittieren. Sonst würde das gegen die EU-Vorschriften verstoßen.


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