Der iX3 verfügt über eine Zweigelenk-Federbein-Vorderachse mit Zugstrebe und Stabilisator sowie über eine Fünflenker-Hinterachse mit aufgelöster Federung und Dämpfung. Ein adaptives Fahrwerk wie beim Vorgängermodell steht selbst gegen Aufpreis nicht zur Verfügung – von einer optionalen Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung wie beim iX ganz zu schweigen. Doch typische BMW-Fahrer dürften sich über den direkteren Kontakt zur Straße eher freuen, zumal das Fahrwerk nicht unangenehm hart und unkomfortabel ist.
Der Vorteil der neuen Fahrdynamik soll sich laut BMW jedoch vor allem bei schlechteren Witterungsverhältnissen zeigen. Dann verhindere die schnelle Drehmomentverlagerung ein Über- oder Untersteuern des Fahrzeugs. In Situationen wie dem Slalom oder dem Ausweichen wechsle das Drehmoment permanent zwischen Vorder- und Hinterachse, ohne dass das für den Fahrer bemerkbar sei. Dabei würden schon Verzögerungen von 10 Millisekunden vom Fahrer wahrgenommen.
Das Beispiel macht deutlich: Der Elektroantrieb kann nicht nur dazu beitragen, das Autofahren klimafreundlicher, sondern auch sicherer zu machen. Ein Aspekt, der bei aller "Technologieoffenheit" nicht außer Acht gelassen werden sollte. Denn die Kombination der genannten Faktoren wie Rekuperation und höhere Taktfrequenz reduziert auch den Bremsweg. Auf trockenem Asphalt verkürzt sich die Strecke, um von 100 km/h zum Stillstand zu kommen, um einen Meter, bei Kopfsteinpflaster sind es laut BMW sogar 4 Meter. Das mag gering erscheinen, kann im Zweifel aber entscheidend sein.
Was den Klimaschutz betrifft, so soll der iX3 je nach Strommix schon nach rund 20.000 km seinen CO 2 -Rucksack aus der Produktion abgetragen haben . Diese Rechnung basiert jedoch auf dem Verbrauch nach dem Prüfzyklus WLTP, der mit 15,1 bis 17,9 Kilowattstunden (kWh) pro 100 km angegeben wird.
Bild 1/41: Das iX3 ist das Einstiegsmodell von BMW in die sogenannte Neue Klasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/41: Statt mit einer protzigen Niere wartet das Elektro-SUV mit kleinen Hasenzähnen auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/41: Der iX3 ist 4,78 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Es gibt kaum Unterschiede zum Vorgänger. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/41: Auffallend am Heck sind die breiten, fast durchgängigen Heckleuchten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/41: Der Kofferraum des iX3 hat ein Volumen von 530 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/41: Mit umgeklappten Rücksitzen steigt der Stauraum auf 1.750 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/41: Der Stauraum unter der Fronthaube fällt mit 58 Litern nicht sehr üppig aus, reicht aber für ein Ladekabel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/41: Die maximale Ladeleistung beträgt 400 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/41: Mit der Panoramic Vision hat BMW ein neues Bedienkonzept entwickelt. (Foto: BMW)
Bild 11/41: Die Leiste ist vom Fahrersitz aus gut erkennbar. Der Verkehr lässt sich gleichzeitig noch verfolgen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/41: Die Leiste ist rechts und in der Mitte frei konfigurierbar. Selbst Strom und Temperatur des Akkus lassen sich anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/41: Je nach Wunsch lassen sich Navigationshinweise einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/41: Auf der Teststrecke Ascari ließen sich die fahrdynamischen Eigenschaften testen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/41: Dazu nutzten die Fahrzeuge spezielle Reifen von Michelin. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/41: Die Ausweichübung mit Vollbremsung meisterte der iX3 problemlos. (Foto: BMW)
Bild 17/41: Mit dem linken Bedienfeld des Lenkrades werden die Assistenzsysteme gesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/41: Im Menü lässt sich einstellen, ob die Limiter-Taste genutzt werden soll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/41: Es gibt keine Tasten für den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die Einstellung erfolgt über das Menü. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/41: Mit dem rechten Bedienfeld steuert man die Medieninhalte und startet die Spracherkennung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/41: Der Fahrwahlhebel befindet sich in der Mittelkonsole. Den iDrive-Controller gibt es nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/41: Über die Ladeschale lassen sich induktiv zwei Smartphones aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/41: Gegen Aufpreis verfügt der iX3 über einen Autobahnassistenten. Das grüne Lenkrad zeigt an, dass die Funktion aktiv ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/41: Eine Kamera im Innenspiegel überwacht, ob der Fahrer noch das Verkehrsgeschehen verfolgt. (Foto: BMW)
Bild 25/41: Kameras und Radare überwachen die Umgebung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/41: An den Außenspiegeln befinden sich ebenfalls Kameras. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/41: Wird der normale Tempomat benutzt, müssen die Hände regelmäßig das Lenkrad berühren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/41: Beim Autobahnassistenten wird hingegen die Aufmerksamkeit genauer überwacht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/41: Bei zu häufigen Fehlermeldungen wird die Funktion für 30 Minuten oder bis zum nächsten Halt deaktiviert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/41: Das automatische Einparken funktionierte gut und ist auch per Handy von außen steuerbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/41: Per Apple Carplay und Android Auto lässt sich das eigene Smartphone einbinden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/41: Im Menü lassen sich Routinen programmieren, die beim Fahrzeugstart ausgeführt werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/41: Die Routenplanung liefert auch bei langen Strecken schnelle Ergebnisse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/41: Der gewünschte Mindestladestand bei Erreichen des Ladestopps oder des Ziels lässt sich einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/41: Der Akku lässt sich automatisch oder manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/41: Das System zeigt an, ob Ladepunkte an einer Ladestation verfügbar sind. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/41: Auf den Testfahrten im Süden Spaniens lag der Verbrauch meist zwischen 18 und 19 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/41: Das entsprach dem Verbrauch der Testfahrzeuge ab Werk. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/41: Die Reichweitenanzeige differierte bisweilen jedoch stark. 671 km bei 73 Prozent Ladestand sind eher unrealistisch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/41: Realistischer scheinen hingegen die 658 km bei fast vollem Akku. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/41: BMW schlüsselt im Menü den Verbrauch detaillierter auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bei unseren Testfahrten lag der Verbrauch meist etwas höher, bei Werten zwischen 18 und 19 kWh. Das ergaben auch die Durchschnittswerte ab Werk, da die Autos erstmalig für die Fahrveranstaltung bereitgestellt wurden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei rund 50 km/h. Die Fahrzeuge hatten zwischen 3.500 und 4.000 km zurückgelegt.
Bis zu 600 km Reichweite auf der Autobahn
Der iX3 ist damit nicht so effizient wie der neue Mercedes-Benz CLA , was aber auch am Fahrzeugtyp liegt. Der cw-Wert ist mit 0,24 höher, zudem ist die Frontfläche größer. Da der nutzbare Akkuinhalt von 108 kWh jedoch denjenigen des CLA 250+ um 23 kWh übersteigt, wird der höhere Verbrauch von rund 4 kWh pro 100 km kompensiert. In der Praxis sind daher mit dem iX3 auch Reichweiten von bis zu 600 km auf der Autobahn möglich. Allerdings wohl nur dann, wenn das Tempo nicht über 130 km/h hinausgeht.
Nicht nur die große Reichweite, auch die hohe Ladeleistung soll lange Strecken ohne ausufernde Ladepausen ermöglichen. Dabei sieht der Routenplaner häufigere Stopps vor, um die hohe Ladeleistung von bis zu 400 kW auszunutzen. Auf der 2.500 km langen Strecke von Südspanien nach München wurden sieben Stopps vorgeschlagen. Das entspricht einem Ladestopp etwa alle 350 km. Die Berechnung dauerte 14 Sekunden.
Das System gibt dabei an, ob die ausgewählten Ladepunkte verfügbar sind. Im Menü lässt sich in Fünf-Prozent-Schritten einstellen, mit welcher Akkukapazität die Ladestationen oder das Ziel erreicht werden sollen. Zudem lässt sich der Akku manuell oder automatisch für den Ladevorgang vorkonditionieren.