Die Steuerung der Assistenzfunktionen erfolgt über das linke Bedienfeld am Lenkrad. Die Tasten geben haptisches Feedback und sind gut zu bedienen, was auch für das rechte Bedienfeld gilt. Die einzelnen Felder sind beleuchtet, wobei die Funktion nur dann sichtbar ist, wenn sie auch genutzt werden kann.
So verfügt der iX3 über einen Limiter, der sich mit einer eigenen Taste aktivieren lässt. Allerdings lässt sich die Funktion im Infotainmentmenü komplett deaktivieren, so dass das entsprechende Feld nicht mehr beleuchtet ist.
Es gibt jedoch keine Tasten, um den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzustellen. Das ist nur im Menü möglich, wobei eine "situative Abstandsregelung" aktiviert werden kann. Zudem lässt sich einstellen, ob das Überholen auf der rechten Seite vermieden werden soll.
BMW übertreibt es mit dem Verzicht auf Bedienelemente aber nicht. Der iX3 hat weiterhin haptische Schalter für Scheibenwischer, Blinker, Seitenspiegel, Lautstärkeregelung, Gangwahl oder die Defrost-Funktion.
Der "normale" Tempomat funktioniert auch auf Landstraßen und steuerte den iX3 zuverlässig und recht präzise über die kurvigen Bergstraßen im Hinterland der Costa del Sol. Als angenehm erwies sich dabei der sogenannte Symbiotic Drive. Er sorgt dafür, dass das System sich nicht jedes Mal abschaltet, wenn der Fahrer in die Lenkung eingreift oder leicht die Bremse betätigt.
Bild 1/41: Das iX3 ist das Einstiegsmodell von BMW in die sogenannte Neue Klasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/41: Statt mit einer protzigen Niere wartet das Elektro-SUV mit kleinen Hasenzähnen auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/41: Der iX3 ist 4,78 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Es gibt kaum Unterschiede zum Vorgänger. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/41: Auffallend am Heck sind die breiten, fast durchgängigen Heckleuchten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/41: Der Kofferraum des iX3 hat ein Volumen von 530 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/41: Mit umgeklappten Rücksitzen steigt der Stauraum auf 1.750 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/41: Der Stauraum unter der Fronthaube fällt mit 58 Litern nicht sehr üppig aus, reicht aber für ein Ladekabel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/41: Die maximale Ladeleistung beträgt 400 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/41: Mit der Panoramic Vision hat BMW ein neues Bedienkonzept entwickelt. (Foto: BMW)
Bild 11/41: Die Leiste ist vom Fahrersitz aus gut erkennbar. Der Verkehr lässt sich gleichzeitig noch verfolgen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/41: Die Leiste ist rechts und in der Mitte frei konfigurierbar. Selbst Strom und Temperatur des Akkus lassen sich anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/41: Je nach Wunsch lassen sich Navigationshinweise einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/41: Auf der Teststrecke Ascari ließen sich die fahrdynamischen Eigenschaften testen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/41: Dazu nutzten die Fahrzeuge spezielle Reifen von Michelin. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/41: Die Ausweichübung mit Vollbremsung meisterte der iX3 problemlos. (Foto: BMW)
Bild 17/41: Mit dem linken Bedienfeld des Lenkrades werden die Assistenzsysteme gesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/41: Im Menü lässt sich einstellen, ob die Limiter-Taste genutzt werden soll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/41: Es gibt keine Tasten für den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die Einstellung erfolgt über das Menü. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/41: Mit dem rechten Bedienfeld steuert man die Medieninhalte und startet die Spracherkennung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/41: Der Fahrwahlhebel befindet sich in der Mittelkonsole. Den iDrive-Controller gibt es nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/41: Über die Ladeschale lassen sich induktiv zwei Smartphones aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/41: Gegen Aufpreis verfügt der iX3 über einen Autobahnassistenten. Das grüne Lenkrad zeigt an, dass die Funktion aktiv ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/41: Eine Kamera im Innenspiegel überwacht, ob der Fahrer noch das Verkehrsgeschehen verfolgt. (Foto: BMW)
Bild 25/41: Kameras und Radare überwachen die Umgebung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/41: An den Außenspiegeln befinden sich ebenfalls Kameras. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/41: Wird der normale Tempomat benutzt, müssen die Hände regelmäßig das Lenkrad berühren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/41: Beim Autobahnassistenten wird hingegen die Aufmerksamkeit genauer überwacht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/41: Bei zu häufigen Fehlermeldungen wird die Funktion für 30 Minuten oder bis zum nächsten Halt deaktiviert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/41: Das automatische Einparken funktionierte gut und ist auch per Handy von außen steuerbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/41: Per Apple Carplay und Android Auto lässt sich das eigene Smartphone einbinden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/41: Im Menü lassen sich Routinen programmieren, die beim Fahrzeugstart ausgeführt werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/41: Die Routenplanung liefert auch bei langen Strecken schnelle Ergebnisse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/41: Der gewünschte Mindestladestand bei Erreichen des Ladestopps oder des Ziels lässt sich einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/41: Der Akku lässt sich automatisch oder manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/41: Das System zeigt an, ob Ladepunkte an einer Ladestation verfügbar sind. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/41: Auf den Testfahrten im Süden Spaniens lag der Verbrauch meist zwischen 18 und 19 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/41: Das entsprach dem Verbrauch der Testfahrzeuge ab Werk. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/41: Die Reichweitenanzeige differierte bisweilen jedoch stark. 671 km bei 73 Prozent Ladestand sind eher unrealistisch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/41: Realistischer scheinen hingegen die 658 km bei fast vollem Akku. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/41: BMW schlüsselt im Menü den Verbrauch detaillierter auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Nicht ganz so symbiotisch funktioniert hingegen das Wechselspiel zwischen Tempomat und Autobahnassistent. Wenn das System die Steuerung übernehmen will, gibt es nur einen kleinen Hinweis in der Panoramaleiste, dass der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen kann. Falls das erfolgt, verschwinden zum einen die Hände am Lenkradsymbol in der Leiste, zum anderen leuchten grüne LED-Streifen im Lenkrad auf. Erst dann ist der Assistent aktiv und es lassen sich beispielsweise vorgeschlagene Überholvorgänge durch einen Blick in den Außenspiegel starten.
Auf der Testfahrt schaltete sich der Autobahnassistent jedoch häufig ab, ohne dass es aufgrund der Strecke einen nachvollziehbaren Grund dafür gab. Daher empfiehlt es sich, nicht nur die Straße, sondern auch die optischen Hinweise im Blick zu behalten. Allerdings nicht so intensiv, dass eine zu lange Blickanwendung moniert wird.
Zweifellos ist das Elektro-SUV keine Sportlimousine wie der M3. Der Allradantrieb mit 345 kW (469 PS) verfügt jedoch über eine vergleichbare Leistung wie der aktuelle Verbrenner-M3. Zwar ist der iX3 50 xDrive mit einem Leergewicht von 2.360 kg eine halbe Tonne schwerer als der M3, kommt aber in weniger als 5 Sekunden von null auf 100 km/h. Der kleinste M3(öffnet im neuen Fenster) braucht dafür 4,2 Sekunden.
Auf dem 5,4 km langen Kurs fasse ich als eher zurückhaltender Fahrer schnell Vertrauen in die fahrdynamischen Fähigkeiten des iX3, die BMW bereits im Juni 2025 auf dem Testgelände in Südfrankreich präsentierte . Die Wankneigung erschien mir sehr gering und ich hatte nie das Gefühl, in den engen Kurven an die Grenzen des Fahrzeugs gehen zu müssen. Das lag sicherlich auch daran, dass die Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) aktiviert blieb.
Beeindruckend war zudem das Verhalten bei einer Ausweichbremsung mit 120 km/h. Der iX3 ließ sich mühelos trotz Vollbremsung um das Hindernis navigieren. Allerdings waren die äußeren Bedingungen bei trockenem und kühlem Wetter wohl optimal dafür. Zudem nutzte das Testauto spezielle Michelin-Reifen. Der neue Controller, Heart of Joy genannt, arbeitet mit einer Taktfrequenz von 1 kHz und kann daher das Drehmoment an den einzelnen Rädern je nach Bedarf sehr schnell korrigieren. Selbst bei einer Vollbremsung mit ABS kommt die Motorbremse mit Rekuperation zum Einsatz.