Laut BMW ist der iX3 das erste Serienfahrzeug, das eine DCAS-Zulassung erhalten hat. Daher müssen sämtliche Vorgaben der neuen Regelung erfüllt werden. Sie betreffen unter anderem die Fahrerüberwachung sowie das Verhalten des Fahrzeugs, wenn Fahrer trotz Aufforderung nicht die Hände ans Lenkrad legen oder den Blick auf die Straße richten. Aktuell ist der Autobahnassistent im iX3 in neun europäischen Ländern verfügbar, weitere sollen folgen.
Laut BMW ist der Assistent "schärfer" als bei den bisherigen Modellen eingestellt. Das heißt, die Warnungen kommen schneller und in kürzeren Abständen. Die Konsequenzen für unaufmerksame Fahrer sind härter. So schreibt die aktuelle DCAS-Regelung vom September 2025 vor(öffnet im neuen Fenster) : "Das System ist bei aktivem Antriebsstrang für einen Zeitraum von mindestens 30 Minuten zu deaktivieren, wenn eine nachlassende Beteiligung des Fahrzeugführers festgestellt wird."
Um die Funktion vorher wieder zu aktivieren, ist ein kompletter Halt erforderlich. Die Regelung nennt drei konkrete Bedingungen, die zur vorübergehenden Abschaltung führen können. Dazu gehören neben der Einleitung eines Nothaltes "höchstens zwei DCA-Warnungen aufgrund einer anhaltenden unzureichenden Beteiligung des Fahrzeugführers" oder "höchstens drei Eskalationen der Aufforderung zur Wiederaufnahme der Beteiligung" .
Auf unserer Testfahrt kam es leider regelmäßig zu solchen Abschaltungen. Offenbar hatte das System Probleme damit, meine Augenbewegungen zu erkennen. In meinem Fall traten die Probleme in drei verschiedenen Testautos auf. Laut BMW dürfte dies an der Stärke der Brillengläser und dem schmalen Gestell liegen. Dadurch würden die Pupillen von der Kamera kleiner erfasst oder verdeckt.
Bild 1/41: Das iX3 ist das Einstiegsmodell von BMW in die sogenannte Neue Klasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/41: Statt mit einer protzigen Niere wartet das Elektro-SUV mit kleinen Hasenzähnen auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/41: Der iX3 ist 4,78 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Es gibt kaum Unterschiede zum Vorgänger. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/41: Auffallend am Heck sind die breiten, fast durchgängigen Heckleuchten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/41: Der Kofferraum des iX3 hat ein Volumen von 530 Litern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/41: Mit umgeklappten Rücksitzen steigt der Stauraum auf 1.750 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/41: Der Stauraum unter der Fronthaube fällt mit 58 Litern nicht sehr üppig aus, reicht aber für ein Ladekabel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/41: Die maximale Ladeleistung beträgt 400 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 10/41: Mit der Panoramic Vision hat BMW ein neues Bedienkonzept entwickelt. (Foto: BMW)
Bild 11/41: Die Leiste ist vom Fahrersitz aus gut erkennbar. Der Verkehr lässt sich gleichzeitig noch verfolgen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/41: Die Leiste ist rechts und in der Mitte frei konfigurierbar. Selbst Strom und Temperatur des Akkus lassen sich anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/41: Je nach Wunsch lassen sich Navigationshinweise einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/41: Auf der Teststrecke Ascari ließen sich die fahrdynamischen Eigenschaften testen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/41: Dazu nutzten die Fahrzeuge spezielle Reifen von Michelin. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/41: Die Ausweichübung mit Vollbremsung meisterte der iX3 problemlos. (Foto: BMW)
Bild 17/41: Mit dem linken Bedienfeld des Lenkrades werden die Assistenzsysteme gesteuert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/41: Im Menü lässt sich einstellen, ob die Limiter-Taste genutzt werden soll. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/41: Es gibt keine Tasten für den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die Einstellung erfolgt über das Menü. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/41: Mit dem rechten Bedienfeld steuert man die Medieninhalte und startet die Spracherkennung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/41: Der Fahrwahlhebel befindet sich in der Mittelkonsole. Den iDrive-Controller gibt es nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/41: Über die Ladeschale lassen sich induktiv zwei Smartphones aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/41: Gegen Aufpreis verfügt der iX3 über einen Autobahnassistenten. Das grüne Lenkrad zeigt an, dass die Funktion aktiv ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/41: Eine Kamera im Innenspiegel überwacht, ob der Fahrer noch das Verkehrsgeschehen verfolgt. (Foto: BMW)
Bild 25/41: Kameras und Radare überwachen die Umgebung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/41: An den Außenspiegeln befinden sich ebenfalls Kameras. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/41: Wird der normale Tempomat benutzt, müssen die Hände regelmäßig das Lenkrad berühren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/41: Beim Autobahnassistenten wird hingegen die Aufmerksamkeit genauer überwacht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/41: Bei zu häufigen Fehlermeldungen wird die Funktion für 30 Minuten oder bis zum nächsten Halt deaktiviert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/41: Das automatische Einparken funktionierte gut und ist auch per Handy von außen steuerbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/41: Per Apple Carplay und Android Auto lässt sich das eigene Smartphone einbinden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/41: Im Menü lassen sich Routinen programmieren, die beim Fahrzeugstart ausgeführt werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/41: Die Routenplanung liefert auch bei langen Strecken schnelle Ergebnisse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/41: Der gewünschte Mindestladestand bei Erreichen des Ladestopps oder des Ziels lässt sich einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/41: Der Akku lässt sich automatisch oder manuell vorkonditionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/41: Das System zeigt an, ob Ladepunkte an einer Ladestation verfügbar sind. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/41: Auf den Testfahrten im Süden Spaniens lag der Verbrauch meist zwischen 18 und 19 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/41: Das entsprach dem Verbrauch der Testfahrzeuge ab Werk. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/41: Die Reichweitenanzeige differierte bisweilen jedoch stark. 671 km bei 73 Prozent Ladestand sind eher unrealistisch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/41: Realistischer scheinen hingegen die 658 km bei fast vollem Akku. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/41: BMW schlüsselt im Menü den Verbrauch detaillierter auf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Allerdings bedingen beide Faktoren einander. Eine stark kurzsichtige Person wird schmale, ovale Gestelle bevorzugen, um nicht mit Glasbausteinen auf der Nase herumzurennen. Das führte in meinem Fall dazu, dass folgende Fehlermeldung häufig im Display erschien: "Blickabwendung erfasst. Aufmerksam bleiben." Als wäre die Autobahnfahrt ein schlecht laufendes Date oder ein langweiliges Online-Meeting.
Bei einem Kollegen funktionierte der Autobahnassistent im selben Auto auf derselben Strecke hingegen zuverlässig. Bis zur ersten Auslieferung des iX3 an die Kunden im kommenden Frühjahr hat BMW noch die Möglichkeit, die Software zu verbessern. "Wir arbeiten natürlich daran, auch hier eine Lösung anzubieten" , sagte ein Firmensprecher.
Die DCAS verbietet zudem die Möglichkeit, die Geschwindigkeit in Abhängigkeit vom erkannten Tempolimit automatisch um bestimmte Werte zu erhöhen. "Das System darf es dem Fahrzeugführer nicht ermöglichen, eine Standardabweichung einzustellen, um die die aktuelle Höchstgeschwindigkeit die vom System ermittelte Höchstgeschwindigkeit überschreiten soll" , heißt es in der Regelung.
Fällt der Autobahnassistent aus, steht jedoch weiterhin der normale Abstandsregeltempomat mit Lenkassistent zur Verfügung – Driving Assistant Plus genannt. Er unterliegt der UN/ECE-Regelung 79, so dass der iX3 über zwei unterschiedliche Genehmigungen verfügt. Der Driving Assistant Plus ist serienmäßig vorhanden, während der Autobahn- und City-Assistent zusätzliche 1.450 Euro kostet. Allerdings muss die Laufzeit nach vier Jahren verlängert werden. Eine Preisangabe gibt es dazu nicht.