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ProAsic 3 FPGA: Microsemi weist Backdoor-Vorwürfe zurück

Der Chiphersteller Microsemi hat die Vorwürfe von Sergei Skorobogatov und Christopher Woods zurückgewiesen, der FPGA ProAsic 3 enthalte eine bewusst integrierte Backdoor .
/ Jens Ihlenfeld
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Microsemi dementiert den bewussten Einbau einer Backdoor. (Bild: Microsemi)
Microsemi dementiert den bewussten Einbau einer Backdoor. Bild: Microsemi

Der FPGA ProAsic 3 von Microsemi/Actel enthält keine Backdoor, sondern lediglich einen internen Testzugang, der für letzte Tests auf Fehler in der Fabrik vorgesehen ist. Dieser sei in allen ausgelieferten Chips deaktiviert. Ein Zugriff sei nur in einem vom Kunden programmierten Gerät und nach Eingabe von dessen Zugangscode möglich, so der Hersteller.

Kunden, die dennoch Sicherheitsbedenken haben, können die Chips zudem so programmieren, dass kein Zugriff mehr möglich ist, auch nicht mit dem Zugangscode, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) .

Die Entdeckung der Forscher könne man derzeit weder bestätigen noch belegen, da die beiden Forscher die dafür notwendigen technischen Informationen bislang nicht vorgelegt oder Zugriff auf ihre Testkonfiguration gegeben haben.

Die Sicherheitsforscher Sergei Skorobogatov und Christopher Woods haben nach eigenen Angaben eine Backdoor in einem Militärchip entdeckt. Sie konnten den geheimen Schlüssel extrahieren, der notwendig ist, um die Backdoor zu aktivieren. Der Sicherheitsexperte Robert David Graham hält die Deutung der Forscher aber für übertrieben.


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