Pro Bahn: Fahrgastverband fordert Serverausbau der Bahn

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Deutsche Bahn zu Konsequenzen aus der Überlastung beim Start des Deutschlandtickets aufgerufen: "Die Deutsche Bahn muss besser auf die hohe Nachfrage vorbereitet sein und ihre Serverkapazitäten ausbauen" , sagte der Bundesvorsitzende Detlef Neuß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Serverüberlastungen bei der Bahn seien nichts Neues.
"Schon bei der Einführung des 9-Euro-Tickets haben wir diese Probleme gesehen." Umso verwunderlicher sei es, dass sie jetzt wieder aufträten, schließlich sei das Ticket schon seit einiger Zeit im Vorverkauf erhältlich. "Aber offenbar haben sich viele Leute für einen Spontankauf entschieden. Es kann nicht sein, dass das dann nicht möglich ist" , kritisierte Neuß.
Der Kauf des 49-Euro-Tickets war nach dem Start am 1. Mai 2023 eine Zeitlang über die Website der Bahn und die App DB-Navigator nicht möglich . Nutzer beklagten überlastete Server. Ließ sich der Verkaufsprozess noch starten, lud die Seite der Bahn nach Angaben von zahlreichen Nutzern nicht und zeigte eine Fehlermeldung.
Altes Abo-Ticket als Ticket-Ersatz zugelassen
Positiv sieht Neuß den Umgang mit den Problemen, die mit dem Versand der Chipkarten verbunden waren. Viele Kunden hatten die Karten nicht rechtzeitig zum Start erhalten. Betroffene, bei denen das Deutschlandticket noch nicht angekommen ist, können nun vorerst eine Bestellbestätigung oder das alte Abo-Ticket als Ticket-Ersatz nutzen. "Wichtig ist aber, dass Fahrer und Kontrolleure von der Regelung wissen" , sagte Neuß dem Redaktionsnetzwerk.
Das neue Deutschlandticket für den öffentlichen Personennahverkehr ist seit dem 1. Mai für 49 Euro im Monat bundesweit gültig. Es ist nicht übertragbar und erlaubt keine Mitnahme von Personen älter als sechs Jahre, von Fahrrädern oder Haustieren.



