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Privatsphäre: Uber-Fahrer streamt aus seinem Auto über Twitch

Wer einsteigt, gibt sein Einverständnis, dass er gefilmt wird – warnte ein Aufkleber am Auto eines Fahrers, der für Uber und Lyft im Einsatz ist. Was der Aufkleber verschwieg: Das Video war im Internet abrufbar. Uber hat den Fahrer suspendiert.
/ Werner Pluta
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Autonomes Uber-Fahrzeug (Symbolbild): Das einseitige Aufzeichnen von Gesprächen ist in Missouri erlaubt (Bild: Volvo)
Autonomes Uber-Fahrzeug (Symbolbild): Das einseitige Aufzeichnen von Gesprächen ist in Missouri erlaubt Bild: Volvo

Aus dem Auto live ins Netz: Ein Fahrer, der in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri für die Dienste Uber und Lyft unterwegs ist, hat seine Fahrgäste gefilmt und die Videos über das Internet verfügbar gemacht.

Der Fahrer streamte die Videos seiner Fahrten über die Plattform Twitch, die in erster Linie für das Livestreaming von Videospielen gedacht ist. Dabei hatte er zumindest die Privatsphäre der Mitfahrer soweit geschützt, dass er das Ziel der Fahrt jeweils ausblendete. Rund 4.000 Zuschauer hätten die Streams verfolgt und kommentiert, berichtet das US-Onlinemagazon Gizmodo(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf die lokale Tageszeitung The St. Louis Post-Dispatch(öffnet im neuen Fenster) .

Anfangs informierte der Fahrer die Passagiere noch, dass Gespräche während der Fahrt gestreamt würden. Später machte er sie nur noch auf die Kamera und sein T-Shirt mit einem Aufdruck von Twitch aufmerksam. Am Auto befand sich zudem ein Aufkleber, der darauf hinwies, dass im Fahrzeug eine Kamera installiert sei, die zur Sicherheit aufzeichne. Mit dem Einsteigen gebe der Fahrgast sein Einverständnis zur Aufzeichnung. Von einem Stream war jedoch nicht die Rede.

Uber prüft die weitere Zusammenarbeit

Das Verhalten stehe nicht im Einklang mit den Richtlinien von Uber, teilte der Fahrdienst mit. Uber hat den Fahrer erst einmal aus seiner App entfernt. Die weitere Zusammenarbeit mit ihm will das Unternehmen prüfen. Den betroffenen Fahrgästen bot Uber Freifahrten an.

Rechtlich gegen den Fahrer vorzugehen, scheint schwierig: Nach dem Gesetz des US-Bundesstaates Missouri ist das einseitige Aufzeichnen von Gesprächen erlaubt.


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