Privatsphäre: Meta will Gesichtserkennung für Smart Glasses zurückbringen
Meta plant die Wiedereinführung einer Gesichtsscannerfunktion für seine in Kooperation mit Essilor Luxottica hergestellten Smart Glasses. Wie die New York Times berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll es die neue Funktion den Trägern ermöglichen, Personen zu identifizieren und Information über diese von einem KI-Assistenten abzurufen.
Die Funktion soll nicht nur Personen erkennen können, mit denen der Nutzer auf Meta-Plattformen vernetzt, sondern auch Menschen mit öffentlichen Profilen identifizieren. Meta-CEO Mark Zuckerberg sieht darin einen Weg, sich von Wettbewerbern wie OpenAI abzuheben und den Nutzen von Smart Glasses, zum Beispiel für Menschen mit Sehbehinderungen, zu steigern.
Laut der Times deutet ein internes Memo darauf hin, dass Meta die Funktion zu einem Zeitpunkt veröffentlichen will, an dem "eine dynamische politische Umgebung" die Aufmerksamkeit von Kritikern bindet und sich diese somit nicht auf Meta konzentrieren würden.
Anonymität im öffentlichen Raum gefährdet
Bürgerrechtsorganisationen in den USA warnten bereits vor einer massiven Bedrohung der Anonymität im öffentlichen Raum. Meta hat zudem bereits eine Reihe an Rechtsstreitigkeiten hinter sich und zahlte Milliardenbeträge für Vergleiche wegen des unerlaubten Sammelns von biometrischen Daten.
Im Jahr 2021 hatte Meta eine frühere Version der Gesichtserkennung für seine Ray-Ban-Brillen wegen Datenschutzbedenken eingestellt . Berichten zufolge lockerte der Konzern allerdings im Jahr 2025 seine internen Prozesse zur Überprüfung von Datenschutzrichtlinien, um Produkte schneller auf den Markt bringen zu können.
Zusätzlich arbeitet Meta an Super-Sensing-Brillen, die ihre Kameras kontinuierlich laufen lassen können, um den Alltag von Nutzern aufzuzeichnen und sie zum Beispiel an Aufgaben zu erinnern, wenn Kollegen im Blickfeld auftauchen.
Die automatische Gesichtserkennung im öffentlichen Raum ist auch in der EU ein wiederkehrendes Thema, das wegen der dadurch entstehenden Überwachungsmöglichkeiten in der Kritik steht.
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