Privatsphäre: Facebook warnt Arbeitgeber, nach dem Passwort zu fragen
Facebook hat Unternehmen und Behörden davor gewarnt, die Zugangspasswörter von Mitgliedern des sozialen Netzwerks zu fordern. Arbeitgebern, die Nutzernamen und Passwort verlangten, wurden rechtliche Schritte angedroht. Die Nachrichtenagentur Associated Press(öffnet im neuen Fenster) (AP) hatte in dieser Woche mehrere Fälle dokumentiert, in denen bei Vorstellungsgesprächen von Bewerbern der Zugang zum Facebook-Profil verlangt wurde, damit der persönliche Hintergrund geprüft werden könne.
Robert Collins berichtete, dass er bei einer Rückkehr in die Beschäftigung in den Sicherheitsdienst einer Behörde im US-Bundesstaat Maryland beim Einstellungsgespräch nach seinen Facebook-Login-Daten gefragt wurde. "Ich brauche den Job, um meine Familie zu ernähren. Ich musste das machen", sagte er.
Erin Egan, Chief Privacy Officer bei Facebook, erklärte(öffnet im neuen Fenster): "Ein Anwender sollte nicht gezwungen werden können, private Informationen und Kommunikationstechnologie zu öffnen, nur um einen Job zu bekommen. Und Freunde eines Nutzers sollten sich keine Sorgen machen müssen, dass ihre privaten Informationen oder Mitteilungen vor Unbekannten offengelegt werden, nur weil ein Mitglied nach einer Arbeit sucht."
In den letzten Monaten hätten Beschwerden über solche Forderungen von Vorgesetzten besorgniserregend zugenommen, betonte Egan. Facebook nehme dies sehr ernst und wende sich an Politiker und leite, wo notwendig, rechtliche Schritte ein. Jedes Facebook-Mitglied müsse wissen, dass es das Recht habe, sein Passwort für sich zu behalten. Egan: "Facebook tut sein Bestes, um dieses Recht zu schützen."
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