Abo
  • Services:

Privatsphäre: Bildungsrechner spionieren Schüler aus

Computer in der Schule können den Schülern beim Lernen helfen. Sie spionieren die Schüler aber auch aus, wie die US-Bürgerrechtsorganisation EFF herausgefunden hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Schüler mit Laptops (Symbolbild): Daten standardmäßig und automatisiert in der Cloud gespeichert
Schüler mit Laptops (Symbolbild): Daten standardmäßig und automatisiert in der Cloud gespeichert (Bild: Eric Thayer/Reuters)

Immer mehr Schüler in den USA nutzen einen Computer im Unterricht. Das berichtet die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) in der aktuellen Studie Spying on Students: School-Issued Devices and Student Privacy.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart
  2. BWI GmbH, Berlin, Strausberg

Danach nutzen etwa ein Drittel der Schüler in den USA Computer, die die Schule ihnen zur Verfügung stellt. Etwa die Hälfte dieser Geräte sind Google Chromebooks, die mit spezieller Lernsoftware ausgestattet sind.

Lernsoftware sammelt Nutzerdaten...

Rechner für Schüler und Lernsoftware seien oft sehr günstig, in manchen Fällen sogar kostenlos. Das Problem sei jedoch, dass in diesen Programmen wenig Wert auf Datenschutz gelegt werde, kritisiert die EFF. Sie sammeln "mehr Daten über die Kinder als nötig und speichern diese Daten auf unbegrenzte Zeit."

Hinzu komme, dass die Programme personenbezogene Daten wie Name und Geburtstag mit Nutzungsdaten wie dem Browser-Verlauf, Suchbegriffen oder Standortdaten korrelierten. Die Schlimmsten von ihnen speicherten Daten von den Schulrechnern standardmäßig und automatisiert in die Cloud.

... ohne zu fragen

Eltern und Schüler wüssten oft gar nichts von der Datensammlung, eine Zustimmung werde nicht verlangt. Die Möglichkeit für ein Optout böten diverse Programme gar nicht erst, was ein Problem sei, wenn es für die Anwendung keine Alternative gebe.

"Unsere Studie zeigt, dass die Überwachungskultur bereits in der Grundschule anfängt, was dazu führen kann, dass die kommende Generation eine digitale Welt für normal hält, in der Nutzer fraglos ihre Daten für kostenlose Dienste herausgeben - eine Welt, in der weniger Privatsphäre nicht nur Standard, sondern Absicht ist", resümiert Gennie Gebhart, eine der Autorinnen des Berichts.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

teenriot* 25. Apr 2017

Ausrede..., du trichterst dir wohl eher selbst was ein. Aber auch wenn man in Textform...

chithanh 24. Apr 2017

Wenn der Vokabeltest komplett bei einem externen Cloud-Anbieter geschieht, dann hat der...

arthurdont 22. Apr 2017

...und nennt sich Lizenzverwaltungssoftware.


Folgen Sie uns
       


Dirt Rally 2.0 angespielt

In Köln konnten wir das nahezu fertige Dirt Rally 2.0 ausführlich anspielen und mit den Entwicklern reden.

Dirt Rally 2.0 angespielt Video aufrufen
Marsrover Opportunity: Mission erfolgreich abgeschlossen
Marsrover Opportunity
Mission erfolgreich abgeschlossen

15 Jahre nach der Landung auf dem Mars erklärt die Nasa das Ende der Mission des Marsrovers Opportunity. Ein Rückblick auf das Ende der Mission und die Messinstrumente, denen wir viele neue Erkenntnisse über den Mars zu verdanken haben.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mars Insight Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars
  2. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war Messfehler
  3. Mars Die Nasa gibt den Rover nicht auf

Klimaschutz: Energieausweis für Nahrungsmittel
Klimaschutz
Energieausweis für Nahrungsmittel

Dänemark will ein Klimalabel für Lebensmittel. Es soll Auskunft über den CO2-Fußabdruck geben und dem Kunden Orientierung zu Ökofragen liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Standard Cognition Konkurrenz zu kassenlosen Amazon-Go-Supermärkten eröffnet
  2. Amazon-Go-Konkurrenz Microsoft arbeitet am kassenlosen Lebensmittel-Einkauf

Carsharing: Regierung will Mobilitätsdienste per Gesetz stärken
Carsharing
Regierung will Mobilitätsdienste per Gesetz stärken

Die digitalen Plattformen für Carsharing und Carpooling sollen Rechtssicherheit bekommen. BMW, Daimler und VW sowie Uber & Co. stehen in den Startlöchern.
Ein Bericht von Daniel Delhaes und Markus Fasse

  1. Lobbyregister EU-Parlament verordnet sich mehr Transparenz
  2. Contract for the web Bundesregierung unterstützt Rechtsanspruch auf Internet
  3. Initiative D21 E-Government-Nutzung in Deutschland ist rückläufig

    •  /