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Privatkunden: Deutsche Post stellt E-Post-Dienst ein

"Ihr digitaler Brief wird von uns ausgedruckt, kuvertiert und frankiert" , wirbt die Post . Doch trotz einer Million Anmeldungen fanden sich nicht genügend Nutzer.
/ Achim Sawall
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So kann man einsteigen (Bild: Deutsche Post)
So kann man einsteigen Bild: Deutsche Post

Die Deutsche Post wird ihren Service E-Post für Privatkunden bis Ende November 2022 einstellen. Das gab das Unternehmen am 30. August 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Das E-POST Portal und die E-POST App haben bislang nur eine begrenzte Marktakzeptanz erzielt" , sagte Post-Sprecher Alexander Edenhofer Golem.de auf Anfrage. Der Service war im Jahr 2010 gestartet worden.

Den Dienst bietet der Konzern künftig nur noch in Kooperation mit den E-Mail-Hostern Web.de und GMX von United Internet an. Zum Start können während einer Testphase bis Ende des Jahres 2022 monatlich drei Briefe kostenlos versandt werden. Was ein digital erstellter Brief im Ausdruck und analogem Versand nach Ablauf der Testphase kosten wird, steht noch nicht fest.

Die Post(öffnet im neuen Fenster) hatte im November 2010 über eine Million Anmeldungen für den E-Postbrief erhalten, wurde zu der Zeit aus Unternehmenskreisen berichtet. Die Post ließ die Registrierung zum E-Postbrief seit dem 17. Juli 2010 zu. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, sollen jedoch viele Nutzer den Registrierungsvorgang nie abgeschlossen haben. Noch können Nutzer sich für den Dienst bei der Post anmelden. Der Registrierungsvorgang ist komplex: E-Mail-Adresse und Handynummer werden digital verifiziert und die Anschrift per Briefpost mit Adress-TAN überprüft. Dann kann der Service beispielsweise genutzt werden, um Briefe zu versenden, wenn der Drucker kaputt ist. Der Weg zum Briefkasten entfällt auch.

Mehr als zwei Millionen Nutzer

Edenhofer erklärte: "Mit den bereits im Markt eingeführten Touchpoints in der Post & DHL App und bei GMX und WEB.DE stehen hingegen sehr nutzerfreundliche Services mit mehr als zwei Millionen Nutzern bereit, die sehr gut angenommen werden. Daher konzentrieren wir uns nun vollständig auf diese Empfangskanäle und entwickeln sie anhand der Kundennachfrage weiter."


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