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Privates Netz: Tesla Grünheide betreibt eigenes 5G-Netz mit Ericsson

Tesla betreibt sein eigenes 5G -Netz mit Frequenzen, die die Bundesnetzagentur zugeteilt hat. Der technische Ausrüster ist offenbar Ericsson .
/ Achim Sawall
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Tesla zeigt seine Produktion gerne ohne Arbeiter. (Bild: Tesla)
Tesla zeigt seine Produktion gerne ohne Arbeiter. Bild: Tesla

Tesla betreibt in seiner Giga Factory in Grünheide sein privates 5G-Netzwerk mit Technik des schwedischen Mobilfunkausrüsters Ericsson. Das berichtet das Onlinemagazin Fierce-Network unter Berufung auf Asad Khan, Research Director 5G und Wireless Networks bei SNS Telecom & IT(öffnet im neuen Fenster) . Demnach ist Ericsson hier der wichtigste Ausrüster für das 5G-Netz bei Tesla.

Der Elektroautohersteller vereinbarte offenbar Stillschweigen mit seinen Zulieferern. "Ericsson kommentiert Gerüchte oder Spekulationen nicht" , sagte ein Konzernsprecher aus Schweden Golem.de auf Anfrage. Ericsson erklärte jedoch auch nicht, dass der Bericht falsch sei.

Tesla: Weitere 5G-Netze geplant

Die Bundesregierung vergibt seit November 2019 gesonderte Mobilfunkfrequenzen, damit Unternehmen unabhängig von öffentlichen Netzen eine eigene geschlossene 5G-Infrastruktur aufbauen können. Die Frequenzgebühren bewegen sich bei 50.000 Euro für eine Fabrik. Die lokalen 5G-Frequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz waren nicht Gegenstand der Mitte Juni 2019 zu Ende gegangenen 5G-Auktion.

Tesla hatte bereits am 7. Mai 2024 auf X in einem Video(öffnet im neuen Fenster) erklärt, ein "privates 5G-Netz in der Industrie einzuführen" und das "in großem Maßstab" . "Mit privatem 5G ermöglichen wir es mobilen Maschinen, äußerst zuverlässig zu kommunizieren und einfach immer in Betrieb zu bleiben" , sagte Pat aus dem IT Infrastructur Team von Tesla. Man führe dies zuerst bei Tesla Grünheide ein und "skaliere privates 5G dann weltweit" .

Ernesto vom Network Team von Tesla Grünheide erklärte, dass 5G besonders effektiv im Outdoorbereich der Fabrik sei. Outdoor-Netzwerke erforderten bisher hohe Investitionen und viel Zeit, um Glasfaser auszubauen und die Energieversorgung sicherzustellen. "Jetzt muss Tesla nur noch eine kleine Antenne an einem Gebäude installieren, um seine Außenanlagen zu verbinden" , sagte er. Damit sei es möglich, "Hunderte Automobile upzudaten und die Logistik zu betreiben" .

Nachtrag vom 31. Mai 2024, 14:00 Uhr

"Bisher wurden im Frequenzbereich 3.700 bis 3.800 MHz insgesamt 399 Anträge auf Zuteilung von Frequenzen für lokale 5G-Netze gestellt und 395 Zuteilungen von Frequenzen für lokale 5G-Netze durch die Bundesnetzagentur erteilt. Tesla Manufacturing Brandenburg, Tesla Straße 1 in 15537 Grünheide, wurden Frequenzen zugeteilt" , erklärte Fiete Wulff, Sprecher der Bundesnetzagentur, Golem.de auf Anfrage.


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