Privater Schlüssel: DXC veröffentlicht AWS-Key und muss 64.000 US-Dollar zahlen

Private Schlüssel in freier Wildbahn sind ein verbreitetes Problem. Zuletzt traf es das Sicherheitsunternehmen DXC, das den AWS-Schlüssel versehentlich bei Github hochlud - und dann die Rechnung dafür bekam.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Fehler führte zu hohen Kosten für AWS-Instanzen.
Ein Fehler führte zu hohen Kosten für AWS-Instanzen. (Bild: Pexels.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Das Unternehmen DXC Technology muss nach der unabsichtlichen Veröffentlichung eines privaten Schlüssels für Amazons Clouddienst AWS rund 64.000 US-Dollar bezahlen - weil unbekannte Personen den Schlüssel fanden und nutzten, um zahlreiche virtuelle Instanzen bei dem Dienst zu starten, wie The Register berichtet. Der Fehler beeinflusst auch die internen Prozesse des Unternehmens. DXC ist aus der Fusion einer Sparte von HP Enterprise und der Computer Sciences Corporation (CSC) hervorgegangen.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler - Schwerpunkt: PHP / Java Script
    über grinnberg GmbH, Frankfurt am Main
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Schock GmbH, Regen
Detailsuche

Ein Entwickler des Unternehmens hatte nach Angaben von The Register offenbar versehentlich als Teil eines Github-Committs den privaten AWS-Schlüssel des Unternehmens als Teil eines Projektes hochgeladen. Das Repository war nicht geschützt und konnte also von allen Nutzern eingesehen werden. Der Schlüssel wurde zwar innerhalb von 24 Stunden entdeckt, doch ein Angreifer war offenbar schneller.

Angreifer starteten 244 virtuelle Maschinen

Unbekannte entdeckten den Schlüssel und nutzten diesen, um 244 virtuelle Maschinen bei AWS zu starten. Innerhalb weniger Tage kam so eine Rechnung von rund 64.000 US-Dollar zusammen. Neben der AWS-Rechnung dürften bei DXC weitere Kosten für die Neuerstellung von Schlüsseln, die Änderung von Passwörtern und für die verzögerte Auslieferung eigener Produkte angefallen sein.

In diesem Fall lag der Fehler nicht bei einer fehlerhaften AWS-Konfiguration. Immer wieder veröffentlichen Unternehmen aber ungewollt Nutzerdaten oder legen ihre Infrastruktur offen, weil die Server nicht abgesichert sind. Amazon will daher künftig in der Verwaltung von S3-Buckets davor warnen, wenn große Datenbestände ohne Absicherung auf dem Server liegen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prozessoren
Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
Artikel
  1. Zu wenig Triebwerke: Musk warnt vor SpaceX-Pleite
    Zu wenig Triebwerke
    Musk warnt vor SpaceX-Pleite

    Elon Musk sieht sich der nächsten "Produktionshölle" ausgesetzt. Dieses Mal stockt die Fertigung im Raumfahrtunternehmen SpaceX.

  2. 470 - 694 MHz: Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu
    470 - 694 MHz
    Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu

    Nach dem Vorstoß von Baden-Württemberg, einen Teil des Frequenzbereichs an das Militär zu vergeben, gibt es nun Kritiken daran aus anderen Bundesländern.

  3. Factorial Energy: Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien
    Factorial Energy
    Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien

    Durch Festkörperakkus sollen Elektroautos sicherer werden und schneller laden. Doch mit einer schnellen Serienproduktion ist nicht zu rechnen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: Bis zu 75% auf Switch-Spiele • AOC 31,5" WQHD 165Hz 289,90€ • Gaming-Sale bei MediaMarkt • G.Skill 64GB Kit DDR4-3800 319€ • Bis zu 300€ Direktabzug: u. a. TVs, Laptops • WD MyBook HDD 18TB 329€ • Switch OLED 359,99€ • Xbox Series S 275,99€ [Werbung]
    •  /