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Privacy Sandbox: Google will Ende von Third-Party-Cookies in Chrome testen

Die APIs der sogenannten Privacy Sandbox im Chrome -Browser sind fertig. Zum Tracking müssen Webseitenbetreiber umsteigen.
/ Sebastian Grüner
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Google will das Ende von Third-Party-Cookies in Chrome testen. (Bild: Pixabay)
Google will das Ende von Third-Party-Cookies in Chrome testen. Bild: Pixabay

Die inzwischen jahrelange Arbeit am Ersatz von Techniken in Googles Chrome, die die bisher für webseitenübergreifendes Tracking genutzten Third-Party-Cookies ersetzen sollen, sind laut Google vorerst abgeschlossen(öffnet im neuen Fenster) . Konkret heißt es, dass die APIs der sogenannten Privacy Sandbox nun so weit gediehen seien, dass diese noch im kommenden Sommer bereitgestellt werden sollen und erste Tests ohne Third-Party-Cookies umgesetzt werden können.

Bei den Schnittstellen handelt es sich um die Relevance- und Measurement-APIs. Dazu heißt es: "Mit diesem Meilenstein können Entwickler:innen diese APIs nutzen, um skalierte Tests auf Basis von realem Datenverkehr bzw. Live-Traffic durchzuführen, während sie sich auf den Betrieb ohne Cookies von Drittanbietern vorbereiten. Bis zur Abschaffung der Drittanbieter-Cookies planen wir keine signifikanten Änderungen an den API-Schnittstellen vorzunehmen."

Eine Übersicht zu den Fähigkeiten liefert das Entwicklungsblog von Chrome(öffnet im neuen Fenster) . Die Schnittstellen sollen demnach Werbetreibenden Signale für Interessen liefern, eine Auswahl zum Ausliefern von Werbung an bestimmte Nutzerkreise, eine Korrelation der Anzeige eines Werbemittels mit "Conversions" , also dem Klick darauf, aggregierte Berichte zu den Nutzern, einen seitenübergreifenden Speicher für Daten sowie Fence Frames zum sicheren Einbetten der Werbemittel.

Weitere Technik der sogenannten Privacy Sandbox hat Google bereits in Chrome verteilt. Dazu gehören etwa die stark kritisierten First-Party-Sets für Cookies, die vereinfachte Darstellung des User-Agents sowie die Möglichkeit, den Cookie-Speicher zu partitionieren(öffnet im neuen Fenster) .

Third-Party-Cookies sollen weg

Parallel zu den Arbeiten an den Schnittstellen in Chrome will das Team im vierten Quartal 2023 die Möglichkeit schaffen, "die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies in Chrome für einen konfigurierbaren Prozentsatz ihrer Nutzer:innen zu simulieren." Google selbst will Anfang 2024 für Tests bei einem Prozent der Chrome-Nutzer ebenfalls die Third-Party-Cookies komplett deaktivieren.

Das letztliche Ende der Unterstützung von Third-Party-Cookies in Chrome soll erst Ende des Jahres 2024 umgesetzt werden. Diesen Termin hatte Google zuvor mehrfach verschieben müssen . Inwiefern der Plan eingehalten werden kann, hängt wohl nicht nur von den Tests selbst ab, sondern auch davon, ob die Markt- und Wettbewerbsbehörden dem zustimmen. Google arbeitet dafür unter anderem mit der britischen CMA zusammen.


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