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Widersprüchliche Angaben auf der Webseite

Diese Darstellung widerspricht allerdings den Informationen aus dem Investorenbereich der Webseite. Denn dort heißt es in einer Mitteilung aus dem März, dass die Verhandlungen über eine Partnerschaft zwischen MGT CI und dem Produzenten Nordic IT binnen 60 Tagen abgeschlossen werden sollen - das erste Telefon soll dann aber erst rund ein Jahr später ausgeliefert werden.

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Eine deutlich verbesserte Version soll dann, wieder laut Blogpost, im kommenden Jahr erscheinen und "so unhackbar sein wie menschenmöglich". Schon die erste Version soll allerdings "Lichtjahre besser sein" als das Blackphone oder andere Konkurrenzprodukte. Tatsächlich konnte uns bislang noch kein sogenanntes Sicherheitssmartphone wirklich überzeugen, besonders gut scheinen die Geschäfte außerdem weder bei Blackphone noch bei Solarin zu laufen.

160.000 Stück Erstauflage

Die Misserfolge der Konkurrenz scheuen das Unternehmen aber nicht - es soll mehr als nur eine Kleinserie hergestellt werden. Das Gerät soll mit einer Auflage von 160.000 Stück starten, später sollen 50.000 Geräte pro Monat gefertigt werden. Der voraussichtliche Profit für das Unternehmen wird mit 350 US-Dollar pro Gerät angegeben - was auf einen entsprechend hohen Preis schließen lässt.

Doch wer ist der Hersteller des Privacy Phones? McAfee hat sich bei dem Investmentunternehmen MGT Capital Invest eingekauft und ist seit dem vergangenen Jahr offiziell CEO des Unternehmens. Der Börsenwert der Firma unterliegt starken Schwankungen. Der höchste Kurs der Aktie wurde im Jahr 2000 mit 30 US-Dollar notiert, im April 2017 sank der Wert der Aktien jedoch sehr deutlich auf derzeit etwa 70 Cent.

MGT ist also keine Technologiefirma, sondern ein Investmentunternehmen. Das soll sich offenbar demnächst ändern, wenn MGT CI unter dem Namen McAfee Global Technologies Inc neu firmiert wird. Auch bei der Transformation scheint es aber Probleme zu geben: Bei der Sicherheitslösung Sentinel kam es schon zu mehrmonatigen Verzögerungen, weil das Tool nach Unternehmensangaben bei einem Sicherheitstest durchfiel und die Firma interne Probleme hatte, die notwendigen Kapazitäten für die Entwicklung bereitzustellen. Jedenfalls bislang scheint die Expertise des Unternehmens also nicht in der Neuentwicklung von Technologien zu liegen, sondern im Zukauf anderer Anbieter.

Das Unternehmen will auch in weiteren Geschäftsfeldern aktiv werden und noch im Jahr 2017 einen Bitcoin-Mining-Pool an den Markt bringen. Dies sei logisch, da die Firma in "Blockchain-Technologien im Bereich Sicherheit" investiere, sagt McAfee.

Bei der derzeitigen Informationslage ist dringend davon abzuraten, Geld in das Gerät zu investieren. Zu viele Fragen bleiben offen: Wie genau sollen die versprochenen Hardwareschalter in ein Stock-OEM-Gerät integriert werden? Funktioniert das Zusammenspiel mit der Software? Wird eine Firma wie die von McAfee schaffen, was Unternehmen wie Samsung und Sony nicht gelingt: monatliche Sicherheitspatches verteilen, die dann auch noch an das modifizierte Android angepasst sind?

Denn Hardwareschalter hin oder her. Der größte Teil der Security muss auch bei McAfees Smartphone von der Software kommen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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jude 04. Mai 2017

Bin gespannt was aus dem Unsinn wird.

Anonymer Nutzer 04. Mai 2017

Jeder Nutzer bei jedem Gerät? Am besten das Werkzeug und einen Vorzugsschein auf den...

Ach 02. Mai 2017

Mit Hardwareschaltern werden Programmierer, Hacker, Kriminelle, Big Data- wie auch IT...

Anonymer Nutzer 02. Mai 2017

Der Hardwareschalter kann sehr wohl tatsächlich etwas auf dieser Ebene ein- und...


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